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Tennis

Krawietz glückt Start ins neue Jahr

Der Tennisprofi aus Witzmannsberg schafft es beim Südwestbank-Tennis-Grand-Prix ins Einzel-Finale. Im Doppel triumphiert er mit Daniel Masur.
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Im Einzel verlor Kevin Krawietz (l.) gegen Daniel Masur, im Doppel triumphierten sie gemeinsam.  Foto: imago
Im Einzel verlor Kevin Krawietz (l.) gegen Daniel Masur, im Doppel triumphierten sie gemeinsam. Foto: imago
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Kevin Krawietz ist ein glänzender Auftakt ins Turnierjahr 2018 gelungen: Im Einzel unterlag der Witzmannsberger beim Südwestbank-Tennis-Grand-Prix in Schwieberdingen (Landkreis Ludwigsburg) erst im Finale Daniel Masur mit 2:6 und 5:7. Die beiden Einzel-Finalisten feierten zudem einen gemeinsamen Erfolg in der Doppelkonkurrenz.

Während die Stars der Szene sich beim ersten Höhepunkt des Jahres bei den Australian Open in Melbourne präsentieren, fiel parallel in Schwieberdingen der Startschuss zur German Masters Series. Der Südwestbank-Tennis-Grand-Prix, ein ITF-Pro-Circuit-Herren-Event mit einem Gesamtpreisgeld von 15 000 Dollar, ist Auftakt für eine internationale Hallen-Turnierserie quer durch Deutschland.

Krawietz, der am kommenden Mittwoch seinen 26. Geburtstag feiert, startete in der Einzelkonkurrenz gegen den Qualifikanten Niklas Schell und siegte mit 6:2 und 6:4. In der zweiten Runde wollte das Los es so, dass er auf die Nummer 1 des Turniers, Jan Choinski (Nummer 297 der Weltrangliste), traf. Das Match verlief auf Augenhöhe: In den ersten beiden Sätzen (7:5, 3:6) gab es jeweils ein Break, der dritte Satz musste die Entscheidung bringen.


Im Halbfinale Nerven behalten

Hier hatte Krawietz das Spiel im Griff, ein Break am Anfang und ein Break zum Ende des Satzes sicherte dem Witzmannsberger schließlich den Erfolg. Im Viertelfinale stand ihm Patrik Nema gegenüber. Mit 6:3 und 6:4 ließ er dem Slowaken keine Chance.

Im Halbfinale traf Krawietz auf das "Aufschlagmonster" Tobias Simon (München). 33 Asse schlug er in dieser Partie, Krawietz immerhin elf. Letzterer kontrollierte das Spiel von Anfang an: 6:2 gewann er den ersten Satz, im zweiten Satz hatte er aber mit 3:6 das Nachsehen. "Da unterlief mir ein blödes unnötiges Break", so der 25-Jährige nach dem Match. Der dritte Satz verlief bis zum 6:6 ausgeglichen, beide Akteure brachten ihre Aufschlagspiele durch. Im Tiebreak beherrschte Krawietz beim 7:1 seinen Gegner klar.

Das Finale war somit perfekt, Gegner war hier Daniel Masur, die Nummer 348 der Weltrangliste und amtierenden deutschen Meister. Masur gelang das erste Break des Matches im sechsten Spiel und tütete den Eröffnungssatz mit 6:2 ein. Krawietz fand im zweiten Satze seinen Rhythmus und verwertete seinen ersten Breakball mit einem starken "Longline-Winner" mit der Rückhand zu 2:1-Führung. Immer öfter streute Krawietz den Slice erfolgreich ein, brachte jedoch seinen Aufschlag im zehnten Spiel nicht durch. Danach lief das Match in Richtung Masur, dem der schnelle Teppichbelag entgegenkam. Die Nummer 2 des Turniers stellte auf 6:5 und nutzte die erste Chance auf den Matchgewinn zum Finalsieg.


Souveräne Leistung im Doppel

Im Doppel starteten Masur und Krawietz gegen die beiden Deutschen Hendrik Jebens und Christoph Negritu mit einem souveränen Sieg (6:2, 7:6). Noch deutlicher verlief die nächste Runde mit 6:3 und 6:2 gegen die Slowaken Lukas Klein und Patrik Nema.

Im Halbfinale traf das deutsche Duo auf das an Nummer 1 gesetzte Team Grzegorz Panfil (Polen) und Volodymyr Uzhylovskyi (Ukraine). Voll konzentriert und stabil am Netz siegten Masur/Krawietz mit 6:3 und 7:6. Im Endspiel galten sie als Favorit gegen Sebastien Boltz (Frankreich) und Kai Wehnelt (Deutschland). Den besseren Start hatten allerdings die Gegner. Einige unnötige Fehler und zu lockeres Spiel am Netz waren die Ursache für den Satzverlust (4:6). Dann nahmen Masur/Krawietz das Match aber in die Hand, überzeugten mit aggressiver Spielweise und siegten mit 6:2 und 10:2. Damit war der erste Turniersieg 2018 für Krawietz in trockenen Tüchern: "Ein toller Start, da bin ich schon mal zufrieden."


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