Coburg
Handball A-Jugend Bundesliga

HSC-Youngsters zu Hause eine Macht

Die Coburger Jungs haben beim 28:20-Sieg gegen das Schlusslicht Budenheim wenig Mühe. Die Aufgabe gegen Gelnhausen am Samstag wird ungleich schwerer.
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Jonas Wolter (zwei Tore) gehörte gegen Budenheim wieder zu den Stützen des HSC Coburg.  Foto: Iris Bilek
Jonas Wolter (zwei Tore) gehörte gegen Budenheim wieder zu den Stützen des HSC Coburg. Foto: Iris Bilek
Die A-Junioren des HSC 2000 Coburg demonstrieren in der Bundesliga Ost weiter ihre Heimstärke. Der 28:20-Sieg gegen die DJK Sportfreunde Budenheim war bereits der dritte Erfolg vor heimischen Publikum in Folge.

HSC 2000 Coburg -
DJK Budenheim 28:20 (17:8)

Gegen das sieglose Schlusslicht aus der Pfalz gingen die Hausherren von Beginn an konzentriert und energisch zu Werke, für die Gäste war gegen die kompakt und sicher stehende HSC-Abwehr nur schwer ein Durchkommen möglich. Schnell führten die Vestestädter 3:0 und 5:1, und auch ein kurzer Zwischenspurt der Gäste bis zum 5:3 brachte die Gelb-Schwarzen nicht ins Wanken.

Schon körperlich war die Dominanz der Coburger auf der Platte zu sehen. Die glänzend aufgelegten Torleute Fabian Apfel und Tizian Braun mit schnellen Reflexen trieben die Budenheimer häufig zur Verzweiflung. Justin Spörke zeigte eine starke Partie und verwandelte seine Chancen sicher, Max Preller, Benjamin Beyer und Jonas Wolter waren wie in den Spielen zuvor verlässliche Stützen des Teams. Nicolas Carl untermauerte seine seit den letzten Spielen deutlich aufsteigende Formkurve mit seinem direkten Drang zum Tor und brach häufig in die gegnerische Abwehr ein - es war Pech (Lattenwurf, Tor wegen Freiwurfpfiff nicht gegeben), dass er nicht mit mehr Treffern belohnt wurde.
Mehrfach glänzte der sichere Siebenmeter- und Rückraumschütze Dino Mustafic mit raffinierten Anspielen und harmonierte besonders gut mit Christopher Härtl, der seine Klasse sowohl vom Kreis als auch aus dem Rückraum unter Beweis stellte. Diese Konstellation erlaubte es dem Trainergespann, etatmäßige Spieler wie Nils Wendel oder Lukas Dude etwas aus dem Spiel herauszunehmen. und dafür Felix Dettenthaler seine A-Jugend-Premiere zu ermöglichen.
Kurzum: Es lief einfach gut für die Coburger - die Sportfreunde aus Budenheim waren den Hausherren nicht gewachsen. Die HSCler konnten ihr Spiel aufziehen und auf 11:5, 14:5, 15:8 und schließlich 17:8 bis zur Pause davoneilen.

Fast sah es nach den ersten 30 Minuten nach einem Debakel für die überforderten Gäste aus, doch die Budenheimer zeigten Moral, sie gaben sich zu keiner Phase des Spiels auf und versuchten hartnäckig, den Rückstand zu verkürzen. Verständlicherweise ließ Coburg im Laufe der zweiten Hälfte die Zügel etwas schleifen, wechselte häufiger durch, verwertete seine Chancen nun nicht mehr so konsequent, und auch die Abwehr ließ sich hier und dort düpieren. Die Kontrolle über das Spiel wurde aber nie aus der Hand gegeben. Das soll die aufopfernde Gegenwehr der Budenheimer nicht schmälern, denn immerhin entschieden sie die zweite Hälfte für sich. Am Ende stand ein nie gefährdeter, solide herausgespielter 28:20-Sieg für die HSC-Handballer zu Buche, die damit nun den siebten Platz in der Tabelle einnehmen.

HSC 2000 Coburg: Fabian Apfel, Tizian Braun; Felix Dettenthaler, Leon Korn, Lukas Dude (1), Benjamin Beyer (2), Leonard Harreß, Justin Spörke (4), Nils Wendel, Jonas Wolter (2), Max Preller (4), Nicolas Carl (1), Christopher Härtl (6), Dino Mustafic (8/3).


Gelnhausen mit Schwächephase

Für die HSC-Jungs geht es bereits am Sonntag (16 Uhr, BGS-Halle) mit dem nächsten Heimspiel weiter, diesmal gastiert kein Geringerer als der TV Gelnhausen. Die Hessen stehen mit 9:5 Punkten und einem Spiel weniger auf Rang 6, einen Platz vor den Coburgern (8:8 Punkte). Dabei spiegelt die momentane Tabellensituation nicht die wahre Stärke von Gelnhausen wider. Souverän starteten sie mit vier Siegen, unter anderem gegen den HC Erlangen und den aktuellen Spitzenreiter TV Großwallstadt, in die Saison, trotzten dem deutschen Meister HSG Dutenhofen/Münchholzhausen ein 29:29-Remis ab, um sich dann eine erstaunliche Schwächephase zu erlauben.

Im Derby bei der HSG Hanau setzte es für den TV Gelnhausen zunächst eine unglückliche 24:26-Niederlage, der zu Hause dann eine 20:23-Schlappe gegen den TV Hüttenberg folgte. So rutschte der TVG ganz unverhofft von einem der Spitzenplätze auf den sechsten Rang im Klassement. Umso heftiger werden die Hessen daher versuchen, wieder schnell in die Erfolgsspur zurückzukehren. Die Coburger erwartet daher ein heißer Tanz.

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