Coburg
2. Handball-Bundesliga

HSC - Emsdetten: Ein Spiel im Zeichen des Abschieds

Die Coburger empfangen zum letzten Heimspiel der Saison den TV Emsdetten, gegen den noch nie verloren wurde. Zehn Coburger Akteure werden verabschiedet.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der HSC 2000 Coburg um Dominic Kelm (mit Ball) erkämpfte sich im Hinspiel nach einem starken Schlussspurt noch ein 27:27-Unentschieden beim TV Emsdetten mit Georg Pöhle (links).  Foto: Bilek/Archiv
Der HSC 2000 Coburg um Dominic Kelm (mit Ball) erkämpfte sich im Hinspiel nach einem starken Schlussspurt noch ein 27:27-Unentschieden beim TV Emsdetten mit Georg Pöhle (links). Foto: Bilek/Archiv
Die vergangenen drei Heimspiele verliefen für den HSC 2000 Coburg recht zäh, die Partien gegen Konstanz und Rimpar gingen sogar verloren. Auch deshalb hat sich die Mannschaft von Jan Gorr für das letzte Heimspiel der Saison 2017/2018 vorgenommen, noch einmal alles in die Waagschale zu werfen um sich gebührend von den Fans zu verabschieden. Anwurf ist am Samstag bereits um 18.30 Uhr, da alle Partien parallel angepfiffen werden.

Mit dem TV Emsdetten kommt einer der Coburger Lieblingsgegner in die HUK-Arena. Noch nie wurde eine Partie verloren: Vor zwei Jahren legte Coburg zum gleichen Zeitpunkt der Saison mit einem 30:21 den letzten Grundstein für den Erstliga-Aufstieg.

Emsdetten reist als "Tabellenführer" an. Die Nordrhein-Westfalen beenden in der nächsten Woche ihre 24. Spielzeit in der 2. Liga und führen damit die ewige Tabelle unangefochten an. Nur in der Saison 2013/14 spielte Emsdetten in der 1. Liga. Ein Jubiläum feierte der TV übrigens im Hinspiel gegen den HSC (27:27), denn dies war das 1000. Zweitliga-Spiel in der Vereinsgeschichte.

Sportlich gesehen ist das Prunkstück bei Emsdetten das schnelle Spiel nach vorne, auf das die Coburger Abwehr gehörig aufpassen muss. Nach den beiden Aufsteigern aus Bietigheim und dem Bergischen HC verfügt Emsdetten über den torgefährlichsten Angriff der Liga. "Merten Krings, Jasper Adams und Georg Pöhle sind die starken Individualisten einer extrem angriffsorientierten Mannschaft", stellt auch HSC-Trainer Jan Gorr fest. Emsdetten hat sich im Saisonverlauf gesteigert, wurde aber immer wieder durch Verletzungen zurückgeworfen. Diese vermeintliche Ausrede lässt TVE-Trainer Daniel Kubes aber nicht zählen: "Das geht jeder Mannschaft in dieser Liga so. Wir hatten trotz unserer Verletzten zahlreiche Möglichkeiten mehr Punkte einzufahren. Das darf keine Ausrede sein." Kubes will mit seiner Mannschaft unbedingt den einstelligen Tabellenplatz (aktuell Rang 9) behaupten. Auch in seinem vierten Jahr hadert Kubes, der in seiner aktiven Zeit Abwehrchef beim THW Kiel war, noch mit seiner Deckung: "Das geht noch besser." Das soll sein Team dann im 25. Zweitliga-Jahr zeigen.


Lex und Wucherpfennig fraglich

"Wir wollen die Runde zu Hause erfolgreich abschließen", gibt Gorr eine recht einfache Devise aus, steht doch auch Tabellenplatz 4 zur Diskussion. Denn hinter den Coburgern lauern die Konkurrenten Balingen, Rimpar und Hamm. Und schließlich geht es für den HSC nächste Woche noch zum Meister Bergischer HC. Also sollte am Samstag ein Erfolg her, denn sonst könnten die Coburger sogar noch bis auf Platz 7 abrutschen. "Wir werden, wie schon so oft gegen diesen Gegner, aber nichts geschenkt bekommen, das wird alles andere als einfach diesen Saisonabschied in eigener Halle für uns zu entscheiden", gibt sich Gorr kämpferisch. Mit ausschlaggebend dürfte sein, wie sicher der Ball durch die gelichteten Coburger Reihen wandert, und so die schnellen Gegenstöße des Gegners verhindert werden. Denn hinter dem Einsatz von Stefan Lex und Lukas Wucherpfennig stehen neben den vielen Langzeitverletzten große Fragezeichen. Doch auch für Gorr ist das keine Ausrede. Abschied ist zudem das große Thema nach der Partie. Nicht weniger als zehn Akteure werden aus den Reihen der ersten Mannschaft verabschiedet. Dominic Kelm, Till Riehn und Girts Lilienfelds bleiben in anderer Funktion im Verein. Auf Oliver Krechel, Stefan Lex, Benedikt Kellner, Romas Kirveliavicius, Tom Wetzel, Marko Neloski und Patryk Foluszny könnten die Coburger früher oder später noch einmal in anderen Teams treffen.


Samstag, 18.30 Uhr: HSC Coburg - TV Emsdetten


HSC 2000 Coburg: Oliver Krechel, Tim Titze, Patryk Foluszny; Markus Hagelin, Lukas Wucherpfennig (?), Felix Sproß, Dominic Kelm, Sebastian Weber, Stefan Lex (?), Benedikt Kellner, Florian Billek, Till Riehn, Jakob Knauer, Tobias Varvne, Romas Kirveliavicius
Trainer: Jan Gorr
ö
TV Emsdetten: Mark Ferjan, Konstantin Madert; Merten Krings, Marten Franke, Yannik Terhaer, Jan Hübner, Malte Schröder, Paul Kolk, Yannik Dräger, Dirk Holzner, Sven Wesseling, Jasper Adams, Andre Kropp, Georg Pöhle
Trainer: Daniel Kubes
Schiedsrichter: Nils Blümel / Lars Loppaschewski
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren