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HSC Coburg zieht seinen "Hüttenberg-Protest" zurück

Die Hoffnung auf ein Wiederholungsspiel beim TV Hüttenberg sind ad acta gelegt. Zweitligist HSC 2000 Coburg hat auf das Weiterführen des Einspruchs verzichtet.
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Jan Gorr Archiv
Jan Gorr Archiv

Die Hoffnung auf ein Wiederholungsspiel beim TV Hüttenberg sind ad acta gelegt. Der HSC 2000 Coburg zog seinen eingelegten Protest am Montag zurück.

Die knapp mit 22:23 (12:12) verlorene Zweitligapartie erregte die Coburger Gemüter, weil umstrittene Entscheidungen der beiden Schiedsrichterinnen in der Schlussphase das Endergebnis nach Überzeugung der Vestestädter massiv beeinflusst hätten. Rechtsaußen Florian Billek hatte unmittelbar nach der Schlusssirene den aus HSC-Sicht vermeintlichen Ausgleich beim derzeitigen Tabellenvorletzten erzielt.

Zusätzliche Kosten vermeiden

In einer Mitteilung des Vereins heißt es: "Der HSC wird seinen Einspruch gegen die Spielwertung der Partie gegen den TV Hüttenberg vom 21. September nicht weiterverfolgen. Dies entschieden nun die Verantwortlichen des Vereines in Absprache mit Fachanwalt Helge-Olaf Käding. Nach Einsicht in die mittlerweile vorliegenden Stellungnahmen aller Beteiligten kommen die Verantwortlichen des HSC und ihr Anwalt zu dem Entschluss, dass der Einspruch aufgrund der neuen Sachverhalte wenig Aussicht auf Erfolg hat. Um keine weiteren Kosten für den Verein zu produzieren, wird deswegen auf ein Weiterführen des Einspruches verzichtet. Somit bleibt die knappe 22:23-Niederlage des HSC bestehen."

Vom Videomaterial überzeugt

Jan Gorr, Trainer und Sportlicher Leiter in Personalunion beim HSC, war davon überzeugt, dass in der Schlussphase in einer Art und Weise von den Schiedsrichtern eingegriffen wurde, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sein Team noch den Ausgleich erzielt hätte, massiv beeinflusst wurde.

Nach Sichtung des Videomaterials hatten sich die HSC-Verantwortlichen deshalb entschieden, offiziell Einspruch einzulegen. Ihnen ging es dabei konkret um die Situation rund um die letzte Auszeit. Der Coburger Anwurf nach dem letzten Tor des TV Hüttenberg war aus HSC-Sicht bereits ausgeführt, als es zum Auszeitpfiff und der damit verbundenen Spielunterbrechung kam. Nach der Auszeit erfolgte jedoch die Spielfortsetzung mit erneutem Anwurf von der Mittellinie.

Dennoch sahen die Coburger nun keine Chance mehr, dass ihr Einspruch Erfolg gehabt hätte und gaben deshalb zähneknirschend klein bei.

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