Coburg
2. Handball-Bundesliga

HSC Coburg hat noch Rechnung mit Lübeck offen

Auf den HSC Coburg wartet nach der kurzen Nationalmannschaftspause in den nächsten Wochen ein straffes Programm. Am Samstag will sich das Gorr-Team gegen Lübeck-Schwartau rehabilitieren.
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Hohe Sprünge will der HSC 2000 Coburg um Kapitän Sebastian Weber (beim Wurf) in den kommenden Wochen machen.  Foto: Uwe Gick
Hohe Sprünge will der HSC 2000 Coburg um Kapitän Sebastian Weber (beim Wurf) in den kommenden Wochen machen. Foto: Uwe Gick

Die 2. Handball-Bundesliga biegt nach dem EM-Qualifikationswochenende auf die lange Zielgerade der Saison ein. Spielpausen gibt es in den kommenden sieben Wochen bis zum Saisonfinale am 8. Juni nicht mehr. Zum Auftakt für den Zielsprint wartet am Samstag um 19.30 Uhr in der HUK-Arena gleich ein Schwergewicht der Liga auf den HSC 2000 Coburg, der Tabellensechste VfL Lübeck-Schwartau.

Warnung genug sollte die Aussage von Coburgs Trainer Jan Gorr nach dem klar verlorenen Hinspiel (28:22) im November sein: "Fakt ist, dass wir in vielen Phasen des Spiels dem Druck, den Schwartau aufgebaut hat, nicht standgehalten haben. Wenn wir im Angriff noch gut herausgespielte Chancen nicht verwerten, müssen wir uns nicht wundern." Nun soll sein Team, ähnlich wie es Dormagen und Hüttenberg in den vergangenen Wochen gegen Lübeck gelungen ist, - Hüttenberg ließ sogar nur fünf Treffer im zweiten Durchgang zu - die Rückraumaktionen des Gegners bereits im Ansatz stören. "Das ist gegen Lübeck sehr anspruchsvoll und klingt einfacher als es ist. Natürlich nehmen wir uns vor, ähnlich gut zu verteidigen. Ob uns das so gelingt, steht aber auf einem anderen Blatt."

Denn neben den herausragenden Rückraumakteuren Jan Schult und Antonio Metzner, die mit "großer Durchschlagskraft agieren", so Gorr, muss es auch gelingen, den Kreis gut abzuschirmen. Umgekehrt sind die Coburger auch auf der anderen Seite, am gegnerischen Kreis, gefordert, wo im Hinspiel kaum etwas gelang. In den letzten 25 Minuten erzielte der HSC von dort aus nur einen Treffer.

Da kommt der Lübecker Torwart Dennis Klockmann ins Spiel, der nicht nur im Hinspiel Paraden am Fließband produzierte. Somit wird auch das Duell der Torhüter einen starken Einfluss auf das Spielergebnis haben. "Ansonsten erwarte ich einen Schlagabtausch und hohe Spielintensität, schließlich steht Lübeck im vorderen Drittel der Liga," so Gorr. Der VfL hatte sogar vor einem Monat noch Hoffnungen auf den Aufstieg. Nach den Siegen gegen Nettelstedt und Nordhorn-Lingen wurde die Erstligalizenz beantragt. Doch nach Niederlagen in Dormagen und gegen Hüttenberg beträgt der Rückstand auf die Coburger bereits zehn Punkte.

Personell kann Gorr wohl aus dem Vollen schöpfen, auch wenn Patrick Weber und Torhüter Konstantin Poltrum vergangene Woche an Erkältungen litten. "Da waren wir im Training etwas unterbesetzt, auch weil Marcel Timm und Jakob Knauer beim DHB-U21-Lehrgang waren." Die beiden Youngster hatten dort ein straffes Programm zu absolvieren, kamen diesmal beide ohne Blessuren zurück. "Marcel hat aufgrund seiner Sprunggelenksgeschichte auch nur ein Spiel absolviert, das fand ich von den DHB-Verantwortlichen sehr gut gesteuert", schickt Gorr seinen Dank an die Trainer.

Er wird im Endspurt alle Kräfte brauchen, denn "im letzten Saisonviertel werden Substanz und Konstanz eine große, besondere Rolle spielen".

"Alle Neune" - unter diesem Aspekt kann das Restprogramm des HSC 2000 Coburg gesehen werden. Die Coburger sind dabei nicht unter die Kegler gegangen, vielmehr sind noch neun Spiele für alle Teams zu absolvieren. Bei drei Punkten Vorsprung auf einen Nichtaufstiegsplatz dürfen sich die Coburger einen Patzer erlauben. Knackig werden die nächsten Wochen allemal, denn bereits am nächsten Wochenende steigt der fränkische Doppelspieltag. Am Freitag geht es zum TV Großwallstadt, am Sonntag gastieren die DJK Rimpar Wölfe in Coburg.

Samstag, 19.30 Uhr: HSC Coburg - Lübeck-Schwartau

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum; Markus Hagelin, Maximilian Jaeger, Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß, Marcel Timm, Sebastian Weber, Anton Prakapenia, Florian Billek, Jakob Knauer, Pontus Zetterman, Tobias Varvne, Patrick Weber Es fehlen: Petr Linhart, Philipp Barsties, Christoph Neuhold Trainer: Jan Gorr

VfL Lübeck-Schwartau: Marino Mallwitz, Dennis Klockmann; Thees Glabisch, Jonas Ottsen, Toni Podpolinski, Markus Hansen, Fynn Ranke, Martin Waschul, Jan Schult, Steffen Köhler, Janik Schrader, Finn Kretschmer, Marcel Möller, Jasper Bruhn, Antonio Metzner Trainer: Gerrit Claasen, Jörg Engelhardt

SR: Nils Blümel / Jörg Loppaschewski

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