Coburg

HSC Coburg bricht im Test gegen Ludwigshafen in zweiter Halbzeit ein

Der HSC 2000 Coburg präsentiert sich im Testspiel gegen den Erstligisten Ludwigshafen 20 Minuten stark, verliert aber in ungewohnten Formationen den Rhythmus und verliert mit 21:31.
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Bundesliga-Intensität bekam nicht nur Coburgs Kreisläufer Marcel Timm (Mitte) gegen die Ludwigshafener Gunnar Dietrich (links) und Kai Dippe zu spüren.  Foto: Iris Bilek
Bundesliga-Intensität bekam nicht nur Coburgs Kreisläufer Marcel Timm (Mitte) gegen die Ludwigshafener Gunnar Dietrich (links) und Kai Dippe zu spüren. Foto: Iris Bilek

Das Jahr 2020 hat für den HSC 2000 Coburg mit einer Niederlage begonnen. Der Spitzenreiter der 2. Handball-Bundesliga unterlag in einem Testspiel am Samstagnachmittag vor knapp 500 Zuschauern in der Ebersdorfer Frankenlandhalle dem Erstligisten Eulen Ludwigshafen mit 21:31 (13:14). Beste Schützen auf Coburger Seite waren Marcel Timm und Max Jaeger mit jeweils vier Toren. Geburtstagskind Tobias Varvne, der 33 wurde, erzielte 3 Treffer.

HSC 2000 Coburg - Ludwigshafen 21:31 (13:14)

"Es war ein sehr wechselhaftes Spiel. Die Anfangsphase gehörte uns, unsere Deckung und vor allem unser Umschaltspiel mit vielen Tempogegenstößen waren richtig gut", analysiert HSC-Trainer Jan Gorr. "In den letzten Minuten vor der Halbzeitpause wurde unsere Wurfauswahl schlechter, unsere Quote ist durch schlechte Abschlüsse stark zurückgegangen."

Gorr konnte mit Ausnahme des tschechischen Nationalspielers Stepan Zeman, der noch bei der Europameisterschaf weilt, auf seine kompletten Kader zurückgreifen. Im ersten Durchgang agierte Gorr über längere Zeit mit seiner eingespielten Formation, und von einem Klassenunterschied war nichts zu sehen. Im Gegenteil: Die Coburger hatten mit ihrem Tempospiel und ihrer kompakten Deckung zunächst (8:4) dominiert, ehe der Tabellenvorletzte der 1. Liga in der Schlussphase des ersten Durchgangs stärker aufkam und wenige Sekunden vor der Pause nach einem Fünf-Tore-Lauf erstmals die Führung übernahm.

Diese sollten die Gäste zwar bis zum Schluss nicht mehr abgeben, doch zumindest bis Mitte der zweiten Halbzeit waren die Coburger noch voll im Geschäft (19:20). Dann ließ die Konzentration bei den Gastgebern, insbesondere beim Abschluss, aber immer weiter nach. Bei den Coburgern lief im Angriff in der Schlussviertelstunde mit vielen Fehlwürfen und technischen Fehlern ähnlich wenig zusammen wie bei der deutschen Nationalmannschaft am Samstagabend gegen Kroatien.

Ludwigshafen beendete die Partie mit einem 11:2-Lauf und setzte sich letztlich deutlich mit 31:21 in Ebersdorf durch. "Mit der Formation, mit der wir normalerweise recht viel spielen, waren wir einigermaßen konkurrenzfähig, in dem Moment, als wir viel rotiert haben, hat es geknirscht. Daran müssen wir arbeiten." Nach zehn Tagen Vorbereitungszeit zeigt sich Gorr mit dem Einsatz seiner Mannschaft im Training, wo das Augenmerk bislang vor allem dem Athletik- und Konditionsbereich galt, zufrieden. "Dass handballerisch aber noch nicht alles passt, haben wir heute gut gesehen. Wenn wir weiter erfolgreich sein wollen, müssen wir zu jeder Zeit konzentriert zu Werke gehen und weiter an unserem Zusammenspiel arbeiten", erklärt Gorr. Aktuell trainiert er mit seinem Team an zwei, drei neuen Varianten im Tempogegenstoßspiel, die am Freitagabend beim nächsten Härtetest beim SC DHfK Leipzig, Tabellenneunter der 1. Liga, verfeinert werden sollen.

HSC 2000 Coburg: Kulhanek, Poltrum - Jaeger (4 Tore), Timm (4), Varvne (3), Schröder (3), Knauer (2), Neuhold (2), Sproß (1), Zetterman (1), Billek (1/1), Weber, Wucherpfennig / Eulen Ludwigshafen: Skof, Hoblaj - Falk (5), Neuhaus (5/2), Scholz (4), Mappes (3), Bührer (2), Müller (2), Dippe (2), Klein (2), Valiullin (2), Hofmann (1), Remmlinger (1), Stüber (1), Dietrich (1), Haider.

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