Coburg

HSC 2000 Coburg: Generalprobe in Leipzig

Eine Woche vor dem Heimspiel gegen Aue testet der HSC 2000 Coburg am Freitag zum letzten Mal unter Wettkampfbedingungen beim Tabellenneunten der 1. Liga, SC DHfK Leipzig.
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Stepan Zeman wird für die Coburger in den nächsten Wochen nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Marcel Timm noch wichtiger als in der Hinrunde. Nach der Europameisterschaft gönnt ihm Trainer Jan Gorr bis Dienstag einige Tage zur Erholung.  Foto: Uwe Gick
Stepan Zeman wird für die Coburger in den nächsten Wochen nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Marcel Timm noch wichtiger als in der Hinrunde. Nach der Europameisterschaft gönnt ihm Trainer Jan Gorr bis Dienstag einige Tage zur Erholung. Foto: Uwe Gick

Nach einer recht sorgenfreien Hinrunde hat das Verletzungspech beim HSC 2000 Coburg zu Jahresbeginn doch wieder zugeschlagen. Kreisläufer Marcel Timm wird dem Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga aufgrund eines Mittelhandbruchs rund zwei Monate fehlen - ausgerechnet in der Phase, in der die Coburger eine komfortable Ausgangssituation für den Aufstiegskampf im Frühjahr erringen wollen.

"Wir müssen den Ausfall im Kollektiv kompensieren", sagt Abwehrchef Andreas Schröder und ergänzt: "Stepan hat das in der Hinrunde in vielen Spielen schon sehr gut gemacht. Wir haben mit Sebastian Weber eine gute und sehr erfahrene Alternative. Auch Dominic Kelm hat gegen Dresden gezeigt, dass er, wenn er einspringen soll, auf den Punkt fit ist."

Auf welch hohem Niveau der erst 22-jährige Tscheche Zeman agieren kann, unterstrich er bei der Europameisterschaft in den vergangenen zwei Wochen. Waren über weite Teile des Turniers vor allem seine defensiven Qualitäten gefragt, zeigte der 2,02 Meter große Kreisläufer gegen Deutschland am Mittwochabend mit seinen drei Treffern, dass er auch im Angriff internationale Klasse besitzt. "Stepan hat sehr viele Spiele in kurzer Zeit in den Knochen und ist dementsprechend noch gerädert. Von daher habe ich mit ihm ausgemacht, dass er ein paar Tage zur Erholung und Regeneration bekommt", erklärt HSC-Trainer Jan Gorr, der Zeman erstmals wieder am Dienstagabend zum Training in Coburg erwartet.

So kann Gorr im letzten Härtetest vor dem Zweitliga-Neustart (1. Februar gegen EHV Aue) am Freitagabend (18.30 Uhr) beim Erstligisten SC DHfK Leipzig aus seinem etatmäßigen Innenblock-Trio lediglich auf Schröder zurückgreifen. "Leipzig hat eine gute Mentalität entwickelt und ist sehr unangenehm zu bespielen. Es ist eine gute Standortbestimmung vor dem Auftakt gegen Aue", sagt Schröder. "Auch wenn bei Leipzig noch einige EM-Fahrer fehlen, wird es ein super Test unter Wettkampfbedingungen, der uns zeigt, an welchen Stellschrauben noch gedreht werden muss."

Einiges an Arbeit liegt auch noch vor dem Leipziger Trainer André Haber, der mit seiner Mannschaft am Mittwoch gegen den nächsten Coburger Pflichtspielgegner, den EHV Aue, mit 31:32 verlor. "Wir sind nach Aue gefahren, um uns weiter einzuspielen und Mechanismen zu festigen. Das hat leider nicht funktioniert, weil wir dazu nicht richtig bereit waren", resümierte Haber nach dem Spiel.

Leipzig mit fünf EM-Fahrern

Während die beiden EM-Teilnehmer Alen Milosevic (Schweiz) und Maciej Gebala (Polen) beim Test gegen Aue bereits wieder im Einsatz waren, muss Haber heute noch auf den deutschen Nationalspieler Philipp Weber, Marko Mamic (Kroatien) und Raul Santos (Österreich) verzichten. Verletzungs- beziehungsweise krankheitsbedingt stehen darüber hinaus Franz Semper und Maximilian Janke nicht zur Verfügung.

Nach dem Gastspiel der Coburger am Freitag bekommen die Leipziger am nächsten Sonntag schon wieder Besuch aus Franken - dann gastiert der HC Erlangen in der Arena Leipzig.

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