Höhn bei Coburg
Laufsport

Höhner Trio bezwingt den Tegelberg

Daniel Götz, Dominik Mages und Tom Heumann sichern sich bei den Bayerischen Berglauf-Meisterschaften bei Schwangau in der Teamwertung die Silbermedaille. In der Einzelwertung holt Götz Bronze, hadert aber mit seiner Zeit.
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Das erfolgreiche Trio des SV Bergdorf-Höhn mit Dominik Mages, Tom Heumann und Daniel Götz (von links) auf dem Tegelberg mit Blick auf den Forggen- und Bannwaldsee.  Foto: privat
Das erfolgreiche Trio des SV Bergdorf-Höhn mit Dominik Mages, Tom Heumann und Daniel Götz (von links) auf dem Tegelberg mit Blick auf den Forggen- und Bannwaldsee. Foto: privat

7,1 Kilometer und 900 Höhenmeter: Das sind die Eckdaten zum Tegelberglauf 2019. Auf der schwierigen und steilen Strecke am Hausberg von Schwangau wurden die Bayerischen Berglauf-Meisterschaften ausgetragen. Dabei zeigte ein Höhner Trio, dass man nicht unbedingt im Alpenraum leben muss, um ein guter Bergläufer zu sein. Daniel Götz, Dominik Mages und Tom Heumann gewannen Silber in der Mannschaftswertung und schnupperten dabei sogar an der Sensation einer Goldmedaille.

33 Prozent Steigung

Eine kluge Renneinteilung sollte über den Erfolg der bereits am Vortag angereisten Götz, Mages und Heumann entscheiden. Alle drei Läufer vom SV Bergdorf-Höhn (Team Land Rover) begannen ihr Rennen entsprechend verhalten, denn erst auf den letzten 2,1 Kilometern wartete eine bis zu 33 Prozent steile circa 300 Meter lange Rampe. Götz lief dabei von Anfang an in Sichtweite des späteren Siegers Maximilian Zeus. An der zweiten Verpflegungsstation lag er sogar nur 80 Meter zurück. Im Steilstück, einer im Winter "schwarzen Skipiste", wurde dann anders als bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften an gleicher Stelle 2016 nicht in Serpentinen, sondern im direkten Weg nach oben gelaufen. Hier verlor Götz Meter um Meter und musste einen weiteren Läufer ziehen lassen, während sich Mages und Heumann von Platz 25 kommend Stück für Stück nach vorne kämpften. Beide bewiesen einen echten Mannschaftsgeist, indem sie sich trotz Erkältung und Verletzungspech im Vorfeld diesem schweren Berglauf stellten.

Starke Konkurrenz

Im letzten Abschnitt, der über Steinstufen in Richtung des finalen Hochplateaus zum Ziel führte, kämpften alle drei Höhner Läufer gegen die Anstrengung und für eine gute Platzierung. Götz kam schließlich als Drittplatzierter nach 43:27 Minuten, rund zwei Minuten hinter dem Sieger Maximilian Zeus ins Ziel. "Bronze im Einzel ist ok, der Abstand nach vorne indiskutabel", resümierte bereits wenige Minuten nach dem Zieleinlauf ein sichtlich hadernder Götz.

Auf Rang 15 kam schließlich Dominik Mages nach 47:48 Minuten am Ziel an der Bergstation der Tegelbergbahn an. "Mehr war nicht drin", gab der an den Folgen einer Erkältung laborierende 39-Jährige zu Protokoll. Nur drei Plätze dahinter durchlief Tom Heumann nach 49:11 Minuten das Ziel. "Ich habe alles gegeben", rief er seinen zwei Mitstreitern dort zu.

Es sollte sich auszahlen, denn die ersten drei Teams lagen mit ihrer Gesamtzeit innerhalb von nur einer Minute. Mit nur 37 Sekunden Rückstand auf die favorisierte LG Allgäu war die Freude des Höhner Trios über die Silbermedaille bei der Siegerehrung umso größer.

Immerhin hat das Trio sogar die starken Bergläufer vom Team der PTSV Rosenheim und sieben weitere Mannschaften hinter sich gelassen. "Männer, wir sind stolz auf euch", schrieb deshalb der SV-Höhn-Abteilungsleiter Ralf Stejskal seinen Schützlingen wenig später per Kurznachricht.

Diese feierten ihren Erfolg im Anschluss gebührend - mit alkoholfreiem Weißbier und einem Sprung in den Schwangauer Bannwaldsee. Für Götz, Mages und Heumann war es nach ihrer Silbermedaille bei den Bayerischen Crosslaufmeisterschaften im Februar bereits der zweite Silber-Coup dieses Jahres. Damit untermauert der SV Bergdorf-Höhn seinen Anspruch als stärkster Laufverein im Landkreis Coburg.

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