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Handball-Bezirksoberliga

HaSpo II ist Meister, TV Weidhausen hält Klasse

Der 31:18-Sieg der Bayreuther über Ebern hinterlässt gemischte Gefühle: Weidhausen profitiert von der Schützenhilfe und hält die Klasse, die HSG Rödental/Neustadt muss sich mit dem Vizetitel begnügen.
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Der Ahorner Johannes Beetz war ein ständiger Unruheherd für den TV Gefrees, letztlich reichten aber auch seine neun Treffer nicht für einen Auswärtssieg zum Abschluss.  Foto: Iris Bilek/Archiv
Der Ahorner Johannes Beetz war ein ständiger Unruheherd für den TV Gefrees, letztlich reichten aber auch seine neun Treffer nicht für einen Auswärtssieg zum Abschluss. Foto: Iris Bilek/Archiv

"Des einen Freud ist des anderen Leid": ein Sprichwort, das auf den 31:18-Heimsieg von HaSpo Bayreuth II gegen den TV Ebern am letzten Spieltag der Handball-Bezirksoberliga zutrifft. Denn während der TV Weidhausen von der Eberner Niederlage profitierte und trotz seiner Niederlage beim HC 03 Bamberg Platz 9 und somit den Klassenerhalt sicherte, muss sich die HSG Rödental/Neustadt nach dem Bayreuther Sieg mit dem Vizetitel begnügen. Am Ende war es doch das aus Rödentaler Sicht bittere 22:22-Remis in Bad Rodach, das den Aufstieg in die Landesliga gekostet hat. Seine starke Saison gekrönt hat eben jener "Aufstiegsschreck" aus Bad Rodach, der beim HSV Hochfranken 31:30 gewann und die Spielzeit als Tabellenfünfter beendet. Der Tabellenachte HG Hut/Ahorn zeigte beim TV Gefrees eine gute Leistung zum Abschluss, musste sich nur knapp mit 22:24 geschlagen geben. Den Weg in die Bezirksliga müssen nun die SG 12 Bamberg/Hallstadt und der TV Ebern antreten.

HC 03 Bamberg - TV Weidhausen 20:16 (8:6)

Das Steinberger-Team zeigte beim HC 03 eine kampfstarke Vorstellung. Vor allem das Büttner-Trio, das für zwölf der 16 erzielten Tore verantwortlich zeichnete, verdiente sich ein Sonderlob. Während beim TV Weidhausen Christian Büttner mit sechs Feldtoren herausragte, stellte Bamberg mit Matthias Hoh den erfolgreichsten Werfer. Der verdankte seine sechs Treffer auch einer sauberen Siebenmeterbilanz (3/3). Die Niederlage der Gäste deutete sich schon zur Pause an, als Sebastian Büttner eine Siebenmeterchance zum Anschlusstreffer vergab (8:6). Danach baute der HC die Führung langsam, aber kontinuierlich aus und gewann verdient die von den Abwehrreihen geprägte Partie.

TV Weidhausen: Swoboda, Zapf; C. Büttner (6), F. Büttner (3), S. Büttner (3/1), L. Schrepfer (2), T. Pechauf (1), N. Reichel (1), Bernert, Walter, Nowak, Gebhard, Freitag.

HSV Hochfranken II - Bad Rodach/Gr. 30:31 (13:18)

Bereits das Hinspiel in Bad Rodach war mit dem 31:31-Unentschieden ein Krimi, das Rückspiel sah zunächst nach einer deutlichen Angelegenheit aus, doch wurde es am Ende noch mal richtig eng für die Gäste. Nach ausgeglichener Anfangsphase (5:5, 9.) nahmen die Gäste das Heft in die Hand und schlossen vor allem in Person von Christoph Tendera und Louis Wutschka im Angriff hochprozentig ab. Über ein 7:10 (15.) setzte sich die SG zur Halbzeit auf fünf Tore ab (13:18).

Ein Vorsprung, den die Rodacher im zweiten Abschnitt in etwa konstant hielten. Brenzlig schien es acht Minuten vor dem Ende zu werden, als Hochfranken auf zwei Treffer herankam (25:27). Doch mit drei Toren in Folge von Wutschka, Tendera und Martin Paul schien die Partie beim 25:30 zugunsten der Gäste entschieden.

Doch dann schlich sich im SG-Spiel der Schlendrian ein: einige Nachlässigkeiten und Fehler führten dazu, dass der HSV 90 Sekunden vor Ende aufschloss (30:31) - doch es reichte letztlich für den verdienten Auswärtssieg.

Bad Rodach/Gr.: Lippold, Weiß; L. Wutschka (9/2), Tendera (7), Knauer (4), Lutz (3), Rottenbach (3), Schäftlein (2), Martin (1), Ellis (1), Kräußlich (1), Franzl, Fischer.

TV Gefrees - HG Hut/Ahorn 24:22 (13:11)

Die Ahorner mussten auch im zweiten Spiel gegen Gefrees (Hinspiel: 30:31) eine knappe Niederlage hinnehmen. Im ersten Durchgang hatte die HG lange Zeit vor allem dank eines starken Johannes Beetz, der sechs der ersten acht Ahorner Treffer erzielte, noch leichte Vorteile. Doch nach der 9:7-Führung (18.) der HG riss der Faden etwas, die Gefreeser Deckung packte nun besser zu und ermöglichte den Gästen kaum noch leichte Abschlüsse. Zwischen Minute 25 und 45 gelangen den Gästen gerade einmal zwei Törchen, die Gastgeber machten in dieser Phase aus einem 10:11 ein 17:13 - eine Art Vorentscheidung.

In der "Crunchtime" hatte Dominik Birkner die Möglichkeit, mit einem Siebenmeter auf ein Tor zur verkürzen, doch nach drei erfolgreichen Würfen scheiterte er zum ersten Mal vom Strich. Die Gefreeser brachten den Heimsieg schließlich routiniert über die Bühne.

HG Hut/Ahorn: Lesch; Beetz (9), Schulze (4), Birkner (3/3), D. Schüll (3), Straub (2/1), Ponsel (1), J. Schüll, Röttger, Friedrich.



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