Coburg
2. Handball-Bundesliga

Hält die HSC-Serie gegen Emsdetten?

Die Coburger haben noch keines der bislang acht Pflichtspiele gegen die Münsterländer verloren. Im Gegensatz zum HSC ist der TVE personell kaum wiederzuerkennen.
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Das letzte Aufeinandertreffen zwischen dem HSC Coburg um Tobias Varvne (mit Ball) und dem TV Emsdetten war mit dem 33:23-Sieg im April dieses Jahres eine klare Angelegenheit für die Vestestädter.  Foto: Uwe Gick
Das letzte Aufeinandertreffen zwischen dem HSC Coburg um Tobias Varvne (mit Ball) und dem TV Emsdetten war mit dem 33:23-Sieg im April dieses Jahres eine klare Angelegenheit für die Vestestädter. Foto: Uwe Gick

Es ist wieder so weit: Nach nur 77 Tagen Pause ohne Punktspiel in der 2. Handball-Bundesliga kehrt eine diesmal kaum veränderte Mannschaft des HSC 2000 Coburg aufs heimische Parkett zurück. Viel Zeit zum Durchschnaufen blieb den Akteuren nicht, wenn am Samstagabend zur "traditionellen" Anwurfzeit um 19.30 Uhr der TV Emsdetten in der HUK-Arena erwartet wird.

Das Pokal-Aus vom vergangenen Wochenende (24:29-Niederlage gegen Stuttgart) in Aachen ist mittlerweile abgehakt. Was bleibt, sind einige Baustellen, die dem HSC von den Schwaben offenbart wurden und der Rekord für das torreichste Pokalspiel (49:48 nach Siebenmeterwerfen gegen BTB Aachen am 19. September 2007), das auch in der diesjährigen ersten Pokalrunde nicht getoppt wurde. "An ein paar Dingen müssen wir noch arbeiten", stellt Gorr fest, aber die Richtung passt - niemand ging verloren.

Zumindest auf dem Handballfeld nicht, denn bei einem Orientierungslauf, einer gemeinsamen Trainingseinheit der Männer- und Jugendmannschaften vor wenigen Tagen, verirrte sich eine Gruppe im Callenberger Forst.

Gegen den TV Emsdetten hat sich Coburg dagegen noch nie "verirrt". Auch wenn Gorr das Wort "Lieblingsgegner" nicht gerne hört, die Bilanz des HSC ist so gut wie gegen kein anderes Team der Liga. Acht Spiele, 15:1 Punkte und 339:276 Tore.

Zudem kann der Coburger Trainer am 1. Spieltag trotz der Neuzugänge auf eine recht eingespielte Mannschaft bauen. Auch Pontus Zetterman ist nach seiner Schulterverletzung auf einem guten Weg zurück. "Sein Körper geht die Belastung mit, das war so nicht zu erwarten. Natürlich fehlt ihm noch die Spielpraxis, um das hohe Level der vergangenen Hinrunde zu erreichen", ist Gorr überrascht über die schnelle Genesung seines Linkshänders.

Den Coburgern steht am Samstag ein Gegner gegenüber, dessen Gesicht sich im Vergleich zur Vorsaison gravierend geändert hat - ähnlich wie beim HSC vor einem Jahr. "In Emsdetten hat die halbe Mannschaft gewechselt, aber sie haben ihr System behalten", so Gorr. Mit dem Rückraumlinken Janko Bozovic (nach Gummersbach), Siebter der Torjägerliste im vergangenen Jahr, und Merten Krings (nach Hamm) haben die Münsterländer wichtige Rückraumakteure verloren. Die Lücken sollen Marcel Schliedermann (vom ThSV Eisenach), Sören Kress aus Hagen und Johannes Wasielewski aus Dessau schließen. Für den Kreis hat sich der TVE mit Julian Damm aus Melsungen ein Talent geangelt. Gorr erwartet, dass "Emsdetten mit dem neuen Rückraum disziplinierter agiert. Das macht sie eine Ecke gefährlicher."

Denn zuvor galt es in erster Linie, Krings und Bozovic auszuschalten, das war dann schon mehr als die halbe Miete. "Aber wir wollen sowieso eher auf uns schauen, nicht den Gegner in den Mittelpunkt stellen, sondern unsere Stärken einbringen", gibt Gorr den Takt vor. Das bedeutet, aus der Abwehr heraus ein Gegenstoßspiel aufziehen. Daniel Kubes, Trainer der Gäste und einstige "Abwehrkante" beim THW Kiel, will das mit seiner Mannschaft verhindern und endlich einmal als Sieger gegen Coburg von der Platte gehen.

Die Fans: "Das Salz in der Suppe"

Doch der HSC ist in den Augen seines Trainers auf jeden Fall gerüstet: "Die Vorbereitung im Hinblick auf Athletik und Intensität war gut, der Entwicklungsprozess zum jetzigen Zeitpunkt ist ebenfalls in Ordnung. Dafür muss ich meinem Team, da das Programm kompakt war, ein Kompliment aussprechen. Aber nun freut sich jeder, dass es endlich losgeht." Und die Fans (O-Ton Gorr: "Unser Salz in der Suppe") erwarten sowieso mit Spannung die neue Spielzeit. Bei den Unparteiischen bleibt zumindest erst einmal alles beim Alten. Mit Markus Kauth und André Kolb kommt das Schiedsrichtergespann in die HUK-Arena, das auch das letzte Saisonspiel 2018/19 gegen Dessau gepfiffen hat.

Samstag, 19.30 Uhr: HSC Coburg - TV Emsdetten

HSC 2000 Coburg: Jan Kulhanek, Konstantin Poltrum, Fabian Apfel; Max Preller, Maximilian Jaeger, Lukas Wucherpfennig, Felix Sproß, Sebastian Weber, Florian Billek, Marcel Timm, Pontus Zetterman, Girts Lilienfelds, Tobias Varvne, Stepan Zeman, Andreas Schröder, Christoph Neuhold Es fehlt: Jakob Knauer Trainer: Jan Gorr

TV Emsdetten: Maurice Paske, Ole Lücke, Konstantin Madert; Tim Weischer, Sören Kress, Yannick Terhaer, Karl Toom, Paul Kolk, Marcel Schliedermann, Johannes Wasielewski, Yannick Dräger, Julian Damm, Dirk Holzner, Jorn Smits, Sven Wesseling, Jan Mojzis Trainer: Daniel Kubes

Schiedsrichter: Markus Kauth und André Kolb

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