Coburg
Fussball-Landesliga Nordost

Fürther Torhüter lässt Coburger verzweifeln

Markus Pröll ist der Sieggarant seiner Mannschaft beim 1:0-Erfolg gegen den FC Coburg. In der zweiten Halbzeit waren die Vestekicker hochüberlegen.
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Ein Bild mit Symbolcharakter. Am Fürther Torhüter Markus Pröll war für den FC Coburg um Adrian Guhling (rotes Trikot) an diesem Tag nicht vorbeizukommen.  Foto: Dirk Meier
Ein Bild mit Symbolcharakter. Am Fürther Torhüter Markus Pröll war für den FC Coburg um Adrian Guhling (rotes Trikot) an diesem Tag nicht vorbeizukommen. Foto: Dirk Meier

Es ist wie verhext: Trotz einer sehr guten Leistung ist der FC Coburg am Samstag am 11. Spieltag in der Landesliga Nordost leer ausgegangen. Der Aufsteiger verlor das Auswärtsspiel bei der SG Quelle Fürth mit 0:1. Der Treffer fiel kurz vor der Pause nach einem Freistoß per Kopf (38.). Nach der Pause waren die Vestekicker dem Ausgleich mehrfach sehr nahe, aber der Treffer wollte einfach nicht fallen.

Die Gastgeber boten noch einen kurzfristig verpflichteten Neuzugang auf. Yavuz Akpinar (32) verstärkte die Innenverteidigung, er kam von Vatan Spor Nürnberg. Er hat aber schon in der Landesliga beim ATSV Erlangen und Dergahspor Nürnberg gespielt. SG Quelle Fürth - FC Coburg 1:0 (1:0)

Da der Hauptplatz an der Coubertinstraße in Fürth saniert wird, wurde die Partie auf einem kleinen Nebenplatz ausgetragen. Das waren nicht gerade die besten Bedingungen. Im ersten Durchgang sahen die 150 Zuschauer eine weitestgehend ausgeglichene Partie. Die Gastgeber aus dem Ortsteil Dambach waren aber sehr energisch, vor allem im Kampf um den Ball. Den Vestekickern des FC Coburg fehlte in Durchgang 1 über weite Strecken die Cleverness in den Zweikämpfen, sie ließen die körperliche Robustheit vermissen.

Die erste Möglichkeit zur Führung hatten die Oberfranken durch Adrian Guhling, aber seinen Schuss aus 22 Metern konnte Keeper Markus Pröll gerade noch abwehren (9.). Es folgten zwei Fernschüsse der Gastgeber, die aber nicht zum Erfolg führten. Zwar kämpften beide Teams verbissen, aber es schien, als sollte es torlos in die Pause gehen. Doch es folgte die spielentscheidende Szene. Es gab Freistoß für den Ex-Drittligisten auf der linken Seite. Den Ball servierte Dennis Reinholz und am kurzen Pfosten verlängerte Christian Haag die Kugel über Torwart Oleksandr Churilov hinweg ins lange Eck zur 1:0-Führung (38.).

Nach dem Seitenwechsel zeigte der FC Coburg sein wahres Potenzial und drückte energisch auf den Ausgleich, der aufgrund der Spielanteile und Chancen auch verdient gewesen wäre. Tevin McCullough nahm Maß, zielte aber nur 20 Zentimeter über den Balken (61.). Mehrfach stand nun Fürths Keeper und Kapitän Markus Pröll im Mittelpunkt des Geschehens.

Mit zunehmender Spielzeit wurde die Partie einseitig. Angriff auf Angriff rollte auf den Kasten der Quelle und es schien so, als sollte die Serie der Mittelfranken von bisher sechs Spielen ohne Niederlage reißen. Es gab noch zwei Szenen, in denen ein Treffer für den FC Coburg hätte fallen müssen. Zum Matchwinner hätte Lukas Mosert avancieren können. Aber seinen Gewaltschuss von der Strafraumkante lenkte Keeper Pröll sensationell um den Pfosten (78.). Eine schier unglaubliche Tat gelang Pröll, als der eingewechselte René Knie von links flankte und Mosert abzog. Doch irgendwie kam Pröll noch an den Ball, lenkte diesen am Tor vorbei (84.).

In den letzten Minuten inklusive vier Minuten Nachspielzeit konnte sich die Heimelf kaum noch befreien, aber es reichte für Coburg nicht mehr zum längst verdienten Ausgleich. So gab es den vierten Heimsieg in Folge für die SG Quelle Fürth und die fünfte Saisonpleite für den FC Coburg. Bei den Oberfranken krankt es eindeutig im Abschluss, denn nur zwölf Tore aus elf Partien sind zu wenig, um sich von der unteren Tabellenregion fernzuhalten.

Stimmen zum Spiel

Lars Scheler (FCC-Trainer): "Die Niederlage ist verdammt ärgerlich und tut weh. Auf dem kleinen Platz waren Zweikämpfe und die Eroberung der zweiten Bälle wichtig. Das haben wir in der ersten Halbzeit nicht gut gemacht. Nach der Pause haben wir das viel besser gemacht und waren dem 1:1 wesentlich näher als Fürth dem 2:0. Wir müssen anerkennen, dass der Fürther Torwart der Sieggarant war."

Serdal Gündogan (SG-Trainer): "In der ersten Halbzeit hatten wir alles im Griff, hätten höher führen können. Nach dem Seitenwechsel hat Coburg gezeigt, dass ihr Tabellenplatz lügt. Sie waren wesentlich besser, waren zweikampfstark und haben uns das Leben sehr schwer gemacht. Wir sind dann immer nervöser geworden und konnten am Ende froh sein, dass wir den knappen Vorsprung über die Zeit gebracht haben."

SG Quelle Fürth - FC Coburg 0:1 (0:1)

SG Quelle Fürth: Pröll - Lawson, Seiler, Akpinar, Reinholz, Hutter, Menz (87. Werner), Uluca (80. Döllinger), Abiama, Meyer (66. Kirschner), Haag

FC Coburg: Churilov - Alles, Teuchert, Kimmel, L. Scheler, Schmidt, E. Heinze, A. Guhling (63. F. Carl), McCullough, Mosert, S. Sener Tor: 1:0 Christian Haag (38.)

Schiedsrichter: Andreas Stolorz (Irchenrieth) Zuschauer: 150

Gelbe Karten: Uluca, Lawson, Hutter / Schmidt, S. Sener



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