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Fussball-Bezirksliga Oberfranken West

Frohnlacher Machtdemonstration gegen Marktzeuln

Das Renk-Team präsentiert sich in bester Spiellaune und fertigt den TSV Marktzeuln mit 7:0 ab. Für Mönchröden und Ebersdorf rückt der Aufstiegsrelegationsplatz dagegen in weite Ferne.
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Siebenmal durfte der VfL Frohnlach um Manuel Friedlein, Domenic Lauerbach, Tayfun Özdemir, Daniel Oppel, Ata Simitci und Bastian Renk (von links) am Samstag gegen den TSV Marktzeuln jubeln. Foto: Lisa Hümmer
Siebenmal durfte der VfL Frohnlach um Manuel Friedlein, Domenic Lauerbach, Tayfun Özdemir, Daniel Oppel, Ata Simitci und Bastian Renk (von links) am Samstag gegen den TSV Marktzeuln jubeln. Foto: Lisa Hümmer
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Noch ein Punkt fehlt dem VfL Frohnlach zum sicheren Landesliga-Aufstieg. Der TSV Marktzeuln war für die "Blau-Weißen" am Karsamstag im Willi-Schillig-Stadion beim 7:0-Kantersieg nicht mehr als ein Sparringspartner. Den letzten Schritt zur Meisterschaft und zum Aufstieg wollen die Frohnlacher bereits am Freitag (ab 18.30 Uhr) bei Verfolger TSV Schammelsdorf machen. Spielertrainer Bastian Renk hat beste Erinnerungen an Schammelsdorf. Bereits vor zwei Jahren machte Renk damals mit dem TSV Sonnefeld den Aufstieg in die Landesliga in Schammelsdorf perfekt.

Das Thema Landesliga dürfte sich für den TSV Mönchröden und den SC Sylvia Ebersdorf dagegen vorerst erledigt haben. Die ersatzgeschwächten Ebersdorfer präsentierten sich in Oberhaid harmlos und verloren 0:2, die "Mönche" unterlagen im Derby beim TSV Meeder in Überzahl 1:2.

Der 2:0-Sieg beim SV Würgau am Ostermontag hält das Hüttl-Team zumindest theoretisch weiter im Rennen um Rang 2, für den nun der TSV Schammelsdorf und der SV Merkendorf (7:0 gegen den TSV Ebensfeld) die besten Karten haben.

VfL Frohnlach - TSV Marktzeuln 7:0 (3:0)

Der VfL erfreute die 160 Zuschauer im Willi-Schillig-Stadion mit einer Galavorstellung, indem 90 Minuten konsequent auf das Tor des TSV Marktzeuln gespielt wurde. Die Leistung wurde mit dem höchsten Saisonsieg belohnt. Bester Spieler war Daniel Oppel, der seine Ladehemmung überwunden hat und einen Hattrick zum Sieg der Frohnlacher beitrug.

Es dauerte keine zehn Minuten, bis das Spiel entschieden war. Tayfun Özdemir nutzte eine verunglückte Abgabe von Torwart Bernd Grebner zum Führungstor nach fünf Minuten. Gleich darauf spielte Lukas Pflaum im Strafraum mehrere Marktzeulner aus und sah den frei stehenden Oppel, der nach sieben Minuten zum 2:0 erhöhte. Die Hoffnungen auf ein ausgeglichenes Spiel machte erneut Tayfun Özdemir zunichte, als er Grebner mit einem Schuss ins kurze Eck austrickste (41.).

In der zweiten Halbzeit erhöhte Frohnlach das Ergebnis in regelmäßigen Abständen: 4:0 durch Oppel nach verunglücktem Rückpass eines Gästespielers, 5:0 durch Renk nach Flanke von Oppel von der rechten Seite, 6:0 erneut Oppel auf Vorlage des eingewechselten Emre Özdemir, diesmal von der linken Seite. Und schließlich das 7:0 durch ein Eigentor von Marcel Matuschek, der einen Schuss von Dominic Graf nicht mehr klären konnte.

"Unglücksrabe" war das Geburtskind Graf, da ihm nicht das erste Saisontor gelingen wollte. Beim ersten Schuss klappte es in der 80. Minute, aber Schiedsrichter Lukas Höhn sah eine Abseitsposition, eine strittige Entscheidung. Der schelmischen Forderung von VfL-Torwart Jonas Hempfling, einen Videobeweis zuzulassen, kam er übrigens nicht nach.

Große Freude kam bei den Frohnlacher Zuschauern in der 68. Minute auf, als der lange Zeit verletzte Kapitän Christopher Autsch zu seinem Saisondebüt kam. Er zeigte gleich seine Qualitäten und gestaltete das Mittelfeldspiel der Frohnlacher.

TSV Meeder - TSV Mönchröden 2:1 (1:0)

Der TSV Meeder begann vor 150 Zuschauern druckvoll, Niclas Steiner und Tim Knoch verfehlten jedoch mit ihren Schüssen das Gehäuse der Gäste. Nach einer Viertelstunde kam Mönchröden besser ins Spiel: Omar Rahmani scheiterte mit einem abgefälschten Schuss aus 16 Metern am Heimkeeper Bastian Bauer, kurz danach parierte dieser einen Flachschuss von Lukas Köhn per Fußabwehr (18.). Nach einer guten halben Stunde war wieder Meeder am Zug: Nachdem der Gästetorhüter René Schulz in der 32. Minute einen Kopfball von Florian Schubert noch über die Latte lenkte, war er acht Minuten später machtlos. Eine Ecke von Johannes Krumm setzte Tim Knoch mit einem perfekten Seitfallzieher aus sieben Metern unhaltbar in die Maschen des Mönchrödener Tores. Kurz darauf fast das 2:0 für die Heimelf: Der Gästetorhüter vertändelte weit außerhalb des Strafraums den Ball, Tom Thiel reagierte sofort mit einem Heber aus fast 40 Metern, der Ball senkte sich jedoch knapp hinter die Latte.

Nach der Pause versuchte Mönchröden mehr und mehr, das Spiel an sich zu reißen, der heimische TSV setzte jedoch immer wieder gefährliche Gegenstöße. In der 57. Minute fast der Ausgleich für die "Mönche": Florian Schubert konnte einen Schuss von Omar Rahmani für seinen bereits geschlagenen Keeper aber gerade noch zur Ecke klären. Kurze Zeit später setzte sich Benjamin Kraußer im Gästestrafraum an der Grundlinie durch, seinen Schuss aus spitzem Winkel konnte Schulz allerdings über die Latte lenken.

Nachdem in der 70. Minute Aaron Schmidt einen Schrägschuss knapp neben das Tor der Heimelf gesetzt und Lukas Köhn einen Schuss aus spitzem Winkel über das Meederer Tor gezogen hatte, war es in 78. Minute so weit: Christian Hüttner erzielte mit einem gefühlvollen Heber den Ausgleichstreffer für die Gäste.

Nachdem ab der 83. Minute die Heimelf nur noch zu zehnt agierte (Tom Thiel musste nach einem Foulspiel mit Rot vom Platz), rechnete jeder in den letzten Minuten mit einem Sturmlauf der Gäste. Doch es kam ganz anders: Moritz Gemeinder zog nach einem langen Ball über die zu hoch stehende Gästeabwehr auf und davon und schlenzte den Ball vorbei an Schulz zum viel umjubelten 2:1 in das Tor (86.).

FC Oberhaid - SC Sylvia Ebersdorf 2:0 (1:0)

Die Anfangsminuten waren ein vorsichtiges Abtasten mit einer Chance für die Gäste in der 4. Minute durch einen Volleyschuss von Bastian Pöche über das FC-Tor. In der 12. Minute prüfte Andreas Aumüller mit einem platzierten Schuss aus spitzem Winkel den Ebersdorfer Schlussmann Janko Weiß. In den ersten 20 Minuten wogte das von beiden Seiten intensiv geführte Spiel hin und her, so dass sich kein Team entscheidende Vorteile verschaffen konnte. Dann kamen aber die Oberhaider etwas besser zurecht und erarbeiteten sich innerhalb von vier Minuten zwei vielversprechende Chancen durch Pascal Seidelmann und Kim Hümmer. Nach einer guten halben Stunde wurden die Bemühungen des FCO belohnt. Nach einem Freistoß aus halbrechter Position ließ Seidelmann den Ball geschickt passieren, das brachte den lauernden Maximilian Nöth in beste Position und so zum Führungstreffer. Kurz vor der Pause noch eine gute Möglichkeit, als Daniel Biermann nach einem Zuspiel von Aumüller das lange Eck des Gästetores um Zentimeter verfehlte.

Nach dem Wechsel übernahmen die Oberhaider wieder die Initiative und kamen nach einer Balleroberung im Mittelfeld durch Aumüller zur Chance auf das 2:0, er schoss jedoch am rechten Pfosten vorbei. Kurz danach hatten die Ebersdorfer ihre einzige nennenswerte Chance in der zweiten Hälfte, als Andreas Böhnlein in aussichtsreicher Position von Nöth in letzter Sekunde vom Ball getrennt wurde.

Offensichtlich einen Schock versetzte Biermann dem Gästeteam nach einer Stunde, als er aus rund 20 Metern mit einem Traumtor ins linke obere Eck das beruhigende 2:0 erzielte. Der Tabellenvierte fand auch nach der Pause nicht ins Spiel, da die Schützlinge von Trainer Uwe Ernst bis zum Schlusspfiff um jeden Zentimeter Boden kämpften.

SV Würgau - TSV Mönchröden 0:2 (0:1)

Nach acht Minuten wurde Konstantin Müller im Würgauer Strafraum gefoult. Der Spieler fiel unglücklich und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Den Elfmeter verwandelte Köhn zum 0:1. Der TSV Mönchröden stand hoch, beendete Defensivaufgaben mit weiten Bällen nach vorne und versuchte, sich den zweiten Ball zu schnappen. Würgau tat sich schwer, sich spielerisch zu behaupten. Nach einer halben Stunde überwand der SVW die gegnerischen Abwehrreihen mit einem schnellen, langen Abschlag von Torwart Tobias Löhrlein. Andre Schubert nahm den Ball auf, überlief zwar TSV-Schlussmann Schulz, wurde aber zu weit abgedrängt. Vier Minuten später versuchte es Daniel Düthorn von der Strafraumgrenze, Schulz war aber auf dem Posten. Als Schulz einen Freistoß von Jonas Schauer nicht hatte sicher halten können, sprang der Ball zu Michael Benoit, der ihn aber knapp neben den Pfosten setzte.

Die zweite Hälfte war drei Minuten alt, als Niklas Ehrlich einen Einwurf per Kopf verlängerte, der Ball ging vom Innenpfosten zum 0:2 ins Tor. Würgau steckte nicht auf und kam durch Jonas Hemmer und Daniel Düthorn zu weiteren Chancen. Ein Tor wollte dem SVW aber nicht gelingen.

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