Coburg
Fussball-Landesliga Nordost

FC Coburg will Tabellennachbarn distanzieren

Die Vestekicker möchten Verfolger SC Großschwarzenlohe mit einem Heimsieg vorerst abschütteln. Die Sonnefelder erwarten zum Lokalderby den FC Lichtenfels.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Coburger René Knie (rechts) überzeugte zuletzt beim 2:2 in Bamberg auf ganzer Linie. Foto: Hartmut Guhling
Der Coburger René Knie (rechts) überzeugte zuletzt beim 2:2 in Bamberg auf ganzer Linie. Foto: Hartmut Guhling

Die Vestekicker (14. Platz/14 Punkte) möchten den Aufwind aus dem 2:2-Unentschieden beim FC Eintracht Bamberg mit in die Partie gegen den SC Großschwarzenlohe (15./13 Punkte) nehmen. Anstoß ist am Samstag um 16 Uhr im Dr.-Stocke-Stadion.

Am Sonntag um 15 Uhr empfängt der TSV Sonnefeld (18./1 Punkt) im Lokalderby den FC Lichtenfels (8./22 Punkte) - die Kräfteverhältnisse sind nicht zuletzt wegen der personellen Probleme der Sonnefelder klar verteilt. FC Coburg - SC Großschwarzenlohe

Die Gäste aus der südlich von Nürnberg gelegenen Gemeinde Wendelstein sind mit Vorsicht zu genießen. Nach holprigem Start haben sie nach zwei aufeinanderfolgenden Siegen in Röslau und gegen Sonnefeld das rettende Ufer in Reichweite.

Für die Vestestädter brachte das Oberfrankenderby in Bamberg eine Erkenntnis mit sich, an der es zu feilen gilt. "In der ersten Halbzeit agierten wir ängstlich und viel zu passiv. Wir ließen uns hinten reindrängen und kassierten prompt zwei Gegentreffer. Im zweiten Abschnitt haben wir mit einer Portion Wut im Bauch zunehmend Vertrauen in das eigene Leistungsvermögen entwickelt und sind belohnt worden", so FCC-Coach Lars Scheler. Dies war ein Spiegelbild einiger vorheriger Begegnungen. Neben Torjäger Daniel Sam, der bei seinem Comeback gleich zwei Tore erzielte (wir berichteten), verteilt Scheler ein Extralob an René Knie, der nach seiner Verletzungspause immer besser in Fahrt kommt, und durch seinen Einsatz den Anschlusstreffer zum 1:2 erst ermöglichte.

Im Sechs-Punkte-Spiel gegen die Mittelfranken ist es nötig, mehr Konstanz über die gesamte Distanz auf den Rasen zu bringen, um sich mit einem Erfolg von der Zone der gefährdeten Klubs abzusetzen.

Noch keine Option für den Kader der Vestekicker stellt gegen Großschwarzenlohe Fabian Carl dar, dessen Muskelverletzung im Oberschenkel noch nicht vollständig auskuriert ist. Abwehrspieler Daniel Kimmel ist nach einer Grippeerkrankung wieder einsatzfähig.

FC Coburg: Churilov/Krempel - E. Heinze, L. Heinze, Schmidt, Alles, Knie, Mosert, S. Sener, Kolb, Scheler, Guhling, Kimmel, Sam, McCullough, G. Sener, L. Teuchert, Hajian (?) Es fehlen: Dilauro, F. Carl (beide verletzt).

TSV Sonnefeld - FC Lichtenfels

Nach fünf Niederlagen und nur vier Punkten in den vorangegangenen sieben Partien hat der FC Lichtenfels am vergangenen Wochenende mit dem 3:0-Heimsieg über den FC Vorwärts Röslau - so hofft das Trainergespann Alexander Grau/Christian Goller - den Grundstein für ein positives Hinrundenende gelegt. Ehe die Lichtenfelser die Vorrunde gegen den FC Coburg am nächsten Samstag abschließen, gastieren sie am Sonntag in Sonnefeld. "Klar, auf dem Papier ist das ein Pflichtsieg", sagt Alexander Grau, "da braucht man nicht um den heißen Brei herumreden, drei Punkte haben wir eingeplant, zumal die Sonnefelder ja nun personell noch schlimmer gebeutelt sind." In der Tat muss Sonnefelds Trainer Heiko Schröder wohl wieder auf ein halbes Dutzend Leistungsträger verzichten. Ludwig Scheler muss weiter seine Rotsperre absitzen, Marco Pohl, Torhüter Fabian Schorn und nun auch Tobias Bauer (Rippenbruch) fallen verletzungsbedingt aus, dazu sind Eugen Wandrai und Dustin Krämer angeschlagen.

Als kurios für Landesliga-Verhältnisse darf auch die Abstellung eines A-Nationalspielers bezeichnet werden. Der 21-Jährige Asanti Herring hofft auf sein fünftes Länderspiel für die Amerikanischen Jungferninseln. Seine Teamkollegen hoffen indes am Sonntag auf heimischem Platz auf möglichst wenige Gegentore. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten verteidigten die Sonnefelder in den vergangenen vier Partien (maximal fünf Gegentreffer) zumindest größtenteils ordentlich. In den vier Spielen zuvor kassierte der TSV stets mindestens sieben Tore. "Die Lichtenfelser sind eine eingespielte Landesliga-Mannschaft, die durchweg solide besetzt ist", sagt Schröder. "Sie sind imstande, lange Zeit Angriffspressing zu spielen. Das wird eine Herausforderung für uns."

Sein Gegenüber Grau, der ebenfalls auf sechs potenzielle Startelf-Akteure verzichten muss, meint: "Die Kunst gegen Sonnefeld ist es, die Spannung hochzuhalten und mit der richtigen Einstellung ins Spiel zu gehen. Man darf nicht mit Ballgeschiebe anfangen, dann geht es so wie den Bambergern, die personell groß rotiert haben und bis zum 60. Minute nur ein 1:1 zu Buche stehen hatten."

TSV Sonnefeld: Rang - Kunick, Hummel, Demel, Brückner, Baierl, Gizas, Muff, Dietz, Graf, Wandrai (?), Heider, Krämer (?), Le. Kappenberger, Jacob - Es fehlen: Lu. Scheler (gesperrt), Pohl, Schorn, T. Bauer (verletzt), Herring (Nationalmannschaft).



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren