Coburg
Fußball-Landesliga Nordwest

FC Coburg und VfL Frohnlach: neue Runde, neues Glück?

Nach einer durchwachsenen Hinserie kann es für den FC Coburg und den VfL Frohnlach nur besser werden. Die Vestekicker gastieren beim heimstarken FC Fuchsstadt, der VfL empfängt einen direkten Konkurrenten.
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Der neue Trainer des FC Coburg, Frederic Martin (im Hintergrund), hat seine Schützlinge, wie hier Sertan Sener (am Ball), jederzeit im Blick.  Foto: Hartmut Guhling
Der neue Trainer des FC Coburg, Frederic Martin (im Hintergrund), hat seine Schützlinge, wie hier Sertan Sener (am Ball), jederzeit im Blick. Foto: Hartmut Guhling

Am Wochenende beginnt die zweite Runde der Fußball-Landesliga Nordwest, und die beiden Vertreter aus dem Kreis Coburg hätten sicher nichts dagegen, wenn die Zähler auf null gestellt werden. Doch stattdessen müssen der VfL Frohnlach (16. Platz/15 Punkte) und der FC Coburg (17./13) mit ihrer mageren Punktausbeute zusehen, dass sie möglichst schnell den Schalter umlegen, um das Klassenziel zu erreichen.

Während der VfL am Samstag um 14 Uhr gegen den Konkurrenten um den Klassenerhalt, den ASV Rimpar (15./16), Heimrecht genießt, müssen die Vestekicker wieder auswärts ran. Die Aufgabe beim FC Fuchsstadt (Samstag, 14 Uhr) ist das vierte Auswärtsspiel bei nur einem Heimauftritt seit Anfang Oktober.

FC Fuchsstadt - FC Coburg

Das Hinspiel Mitte Juli steht mehr oder weniger exemplarisch für die komplette Spielzeit der Coburger. Der FCC spielte größtenteils gefällig, ließ aber die letzte Konsequenz vermissen und "verschenkte" wichtige Punkte. Am 1. Spieltag hatten die Coburger bis zur achten Minute der Nachspielzeit mit 2:1 geführt, ehe Dominik Halbig den Gastgebern mit einem Foulelfmeter doch noch zwei Punkte entriss.

Der Kreis der unglücklichen Coburger Vorrunde schloss sich am zurückliegenden Wochenende bei der 0:2-Niederlage bei Vatanspor Aschaffenburg. Die Mannschaft von Trainer Frederic Martin stand gegen das Landesliga-Topteam hinten lange Zeit sattelfest und kam vorne zu guten Möglichkeiten, nutzte diese aber nicht (dreimal Aluminium). Eine kleine Nachlässigkeit in der Defensive und ein Kontertor besiegelten die nächste ärgerliche Niederlage für den FCC, die zehnte im 17. Spiel. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, wir haben uns teuer in Aschaffenburg verkauft", sagt Martin. "Aber wir müssen langsam anfangen, uns zu belohnen. In unserer aktuellen Situation zählen nur Punkte, egal gegen welchen Gegner."

Den nächsten Versuch, ihre schwarze Serie (acht sieglose Spiele) zu beenden, starten die Vestekicker am Samstag in Fuchsstadt. Auf dem ersten Blick ist der Klub aus dem Landkreis Bad Kissingen der Inbegriff des Mittelmaßes: Platz 10 und ein ausgeglichenes Torverhältnis (29:29). Das Team von Trainer Martin Halbig zeigte in der Hinrunde zwei Gesichter. Zu Hause gehört Fuchsstadt mit 18 Punkten in neun Partien zu den besten Teams der Liga, auswärts haben die Unterfranken mit nur fünf Zählern dagegen die schlechteste Bilanz. Ihre Heimqualitäten unterstrichen die Fuchsstadter zuletzt wieder mit einem 4:0-Erfolg über den SV Memmelsdorf.

Dreh- und Angelpunkt des Fuchsstadter Spiels ist der 22-jährige Dominik Halbig mit 13 Treffern und sieben Torvorlagen. Auch zum Saisonauftakt in Coburg erzielte Halbig beide Treffer. "Dass wir Offensivspieler mit hoher Qualität gut in Schach halten können, haben wir in Aschaffenburg gegen Gökhan Aydin und Peter Sprung gezeigt", so Martin. "Wir dürfen aber nicht den Fehler machen, uns nur auf Halbig zu konzentrieren. Fuchsstadt hat einige weitere gute Spieler in der Offensive." Keine einfache Aufgabe für die Coburger Abwehr, die personell weiter dezimiert ist. Daniel Alles und Dennis Kolb fallen weiter verletzungsbedingt aus, der Einsatz von Daniel Kimmel ist fraglich.

FC Coburg: Churilov/Krempel - Kimmel (?), Dilauro, Weinreich, Heinze, Knie, G. Sener, A. Guhling, Schad, Carl (?), König, S. Sener, Y. Teuchert, L. Teuchert, A. Schmidt, McCullough, Baur - Es fehlen: Alles, Kolb (verletzt)

VfL Frohnlach - ASV Rimpar

Dreifachen Grund zum Feiern gab es im Frohnlacher Lager an Halloween: Spielertrainer Bastian Renk (38 Jahre) sowie Tim und Willy Rebhan (24) hatten am Donnerstag Geburtstag. Gegen ein verspätetes Geschenk in Form eines Dreiers am Samstag gegen Rimpar hätte das Trio sicher nichts einzuwenden.

Frohnlach braucht jedenfalls Siege, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen. Die Leistung in der Vorwoche gegen die DJK Schwebenried/Schwemmelsbach (2:2) war ein Mutmacher, der eine Zähler bringt den VfL aber nicht wirklich weiter. Der Rückstand auf das rettende Ufer hat sich sogar auf fünf Punkte erhöht. Die Partie gegen Rimpar darf getrost als "Sechs-Punkte-Spiel" bezeichnet werden, trennt beide Teams doch nur ein Punkt im Tabellenkeller. Doch der Trend der Unterfranken zeigt nach schwachem Saisonstart nach oben. Vor der 0:1-Niederlage in Lichtenfels am letzten Samstag war Rimpar die vier Partien zuvor ungeschlagen geblieben. Die Probleme zu Saisonbeginn überraschten nicht wirklich, schließlich hatte ASV-Trainer Harald Funsch einen großen personellen Umbruch zu bewältigen. Die Mannschaft, die durch viele Talente aus unteren Ligen ergänzt wurde, musste sich erst einmal finden. Mit nur 21 eigenen Treffern drückt der Schuh im Rimpar vor allem im Sturm. Andreas Hetterich, Torjäger vergangener Jahre, fällt seit über einem Jahr aufgrund eines Kreuzbandrisses aus.

Anhand der vielen knappen Resultate des ASV ist auch am Samstag von einem zähen Abnutzungskampf auszugehen. Ähnlich wie für die Vestekicker zählen auch für die Frohnlacher aktuell nur die Punkte.

VfL Frohnlach: Hempfling/ Pfister - Simitci, T. Özdemir, Scheler, T. Rebhan, Jakob, Sener, Lauerbach, Schmitt, Civelek, Kleylein, E. Özdemir, Pflaum, W. Rebhan, Oppel, Hartmann, Körner, Renk, Schneider, Riedel.

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