Coburg
Fussball-Landesliga Nordost

FC Coburg muss in die Relegation

Die Scheler- Elf kassiert eine 0:2-Niederlage beim direkten Konkurrenten Großschwarzenlohe und kann den Ligaverbleib nur noch auf Umwegen schaffen.
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Der Coburger Daniel Kimmel (links) steigt in dieser Szene höher als Heiko Redl. Der Großschwarzenloher entschied die Partie allerdings für seine Farben mit zwei Treffern.  Foto: Hartmut Guhling
Der Coburger Daniel Kimmel (links) steigt in dieser Szene höher als Heiko Redl. Der Großschwarzenloher entschied die Partie allerdings für seine Farben mit zwei Treffern. Foto: Hartmut Guhling

Der FC Coburg muss zum dritten Mal in Folge in die Relegation: Die Elf von Trainer Lars Scheler verlor das "Do-or-die-Spiel" beim Tabellennachbar SC Großschwarzenlohe nach über weite Strecken enttäuschender Leistung mit 0:2 und kann den Verbleib in der Landesliga nur noch auf dem steinigen Weg der Entscheidungsspiele erreichen.

Denn mit der Niederlage ist der rettende Tabellenplatz 14 ein Spiel vor Saisonende in unerreichbare vier Punkte Entfernung gerückt.

SC Großschwarzenlohe - FC Coburg 2:0 (1:0)

In Großschwarzenlohe zeigten die Vestekicker wieder einmal all die Schwächen, mit denen sie sich in den nunmehr 33 Partien in die Abstiegs-Bredouille manövriert haben: Einer unzureichenden Chancenverwertung vorne standen zu viele Defensivschnitzer hinten gegenüber, und gerade in den Vergleichen mit den Kontrahenten aus der zweiten Tabellenhälfte ließ der FCC - anders als gegen die Spitzenteams - die nötige Galligkeit und Wettkampfhärte vermissen. So war auch diesmal der Matchplan bereits nach sieben Minuten Makulatur, nachdem die FCC-Innenverteidigung einen - eigentlich harmlosen - langen Ball unterlief und SC-Stürmer Heiko Redl die folgende Hereingabe von Markus Nerreter zum 1:0 nutzte.

Dies war - mit Ausnahme eines Alleingangs von Nerreter, dem vor Olex Churilov die Nerven versagten (43.) - bis Minute 85 die letzte SC-Torgelegenheit. Dann schoss wieder Redl völlig unbedrängt erst aus sechs Metern Churilov an, um sich anschließend den schon geklärten Ball zurückzuerobern und im "Flipper" mit Churilov zum 2:0 zu treffen.

Dazwischen war Coburg überlegen, bot aber über weite Strecken nur Stückwerk und ließ seine wenigen hervorragenden Chancen ungenutzt. Tevin McCullough zielte im Eins-gegen-Eins vor SC-Keeper Brunnhübner zu hoch (14.), Leonhard Schelers Hereingabe passierte einen halben Meter vor der Torlinie Freund und Feind (31.), Daniel Alles umkurvte nach Vorlage von Adrian Guhling den Torwart, konnte aber aus spitzem Winkel nicht vollstrecken (37.).

Und auch nach dem Seitenwechsel hob Daniel Sam den Ball über Keeper und Latte (67.), und wurde Ricardo Königs Abschluss aus zwölf Metern gerade noch geblockt (84.).

Zu allem Überfluss sah Abwehrchef Jannik Schmidt wegen eines Fouls an der Außenlinie die Roten Karte (70.) - eine sehr harte Entscheidung des Referees.

"Gehen zu Recht in Relegation"

So bleibt die Erkenntnis, dass den Coburger Gegnern in dieser Saison wenig genügt, um zu punkten. Großschwarzenlohe, das sich für eine tolle Aufholjagd im letzten Saisondrittel belohnt hat und den Klassenerhalt frenetisch feierte, dürfte es gleich sein.

SC-Trainer Reiner Großberger: "Man hat beiden Teams den Respekt angemerkt. Nachdem wir mit unserer glücklichen ersten Aktion in Führung gegangen waren, haben wir die Konter nicht gut zu Ende gespielt, aber gegen eine wirklich gute Coburger Mannschaft alles gegeben. Eigentlich ist es verwunderlich, dass wir letztlich vor denen stehen." Für sein desillusioniertes FCC-Pendant Scheler dürfte das kaum ein Trost sein. "Wenn du die gesamte Saison über solche Tore bekommst und vor der Kiste so ineffektiv bist, gehst du zu Recht in die Relegation." Immerhin: Über diesbezügliche Erfahrung verfügen seine Spieler ja zur Genüge.

SC Großschwarzenlohe - FC Coburg 2:0 (1:0)

SC Großschwarzenlohe: Brunnhübner - Schmidt, Hettwer (90.+1 Moser), Taft, Kunz (77. Egerer), Freller, Schneider, Nerreter, Bauer, Scheuenstuhl, Redl (6. Uluca)

FC Coburg: Churilov - Kimmel, Schmidt (Rot, 70.), Mc Cullough, Knie, Alles, Teuchert (46. Sam), Scheler, G. Sener (90.+1 Bayersdorfer), Guhling (79. Riedelbauch), König

Tore: 1:0 Redl (7.), 2:0 Redl (85.)

SR: Stefan Treiber (Zell-Bruck)

Zuschauer: 150

Gelbe Karten: - / Kimmel, G. Sener Rote Karten: - / Schmidt

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