Coburg
Fussball-Landesliga Nordost

FC Coburg mit perfektem Jahresabschluss

Tevin McCullough, Daniel Sam, Fabian Carl & Co. gewannen völlig verdient mit 4:1 gegen den Baiersdorfer SV. Es war der vierte Sieg in Serie.
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Tevin McCullough, Daniel Sam und Fabian Carl (von links) feiern einen Treffer gegen Baiersdorf.  Foto: Hartmut Guhling
Tevin McCullough, Daniel Sam und Fabian Carl (von links) feiern einen Treffer gegen Baiersdorf. Foto: Hartmut Guhling

In einer mit hoher Intensität und verbissenen Zweikämpfen geführten Auseinandersetzung hat der FC Coburg gegen den Baiersdorfer SV dank seines starken Finishes verdient mit 4:1 die Oberhand behalten.

Durch ihren vierten Dreierpack in Folge stellten die Vestekicker den Kontakt zum Mittelfeld der Tabelle der Landesliga Nordost her und überwintern fünf Zähler oberhalb der Zone der akut gefährdeten Mannschaften. Die Gäste aus Mittelfranken müssen mit einem Schleudersitz Vorlieb nehmen.

FC Coburg - Beiersdorfer SV 4:1 (1:0)

Die Hausherren verzeichneten einen Blitzstart mit einer frühen 1:0-Führung, versäumten es aber in der Folgezeit, ihren Vorsprung auszubauen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit verloren sie vorübergehend ihre Linie. "Da haben wir regelrecht um ein Gegentor gebettelt", wetterte ihr Coach Lars Scheler. Durch übertriebenes Ballbesitzspiel mit angesichts des aggressiven Pressings der Gäste fahrlässigen Rückpässen wurden sie mit dem 1:1-Ausgleich bestraft.

Ein Ausraster des Gästekeepers

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Zugute kam der Heimelf ein Ausraster des übermotivierten Gästekeepers Christopher Teuber (55.), der Tevin McCullough weit außerhalb des Strafraums über die Klinge springen ließ und zu Recht mit einer Roten Karte bestraft wurde. In Überzahl entfachte der FCC ein regelrechtes Powerplay. Mit flüssigen Kombinationen, gut getimten Steilpässen und finalen Anspielen in die Tiefe wurden immer wieder Löcher in die gegnerische Abwehr gerissen.

Ein glückliches Händchen besaß Lars Scheler mit der Einwechslung von Leonhard Scheler und Gökhan Sener, die sich für die Treffer zwei, drei und vier verantwortlich zeigten und ihre Joker-Rollen perfekt interpretierten.

Als herausragender Akteur auf dem Kunstrasen und Ideengeber erwies sich Mittelfeldmotor Rene Knie, der nach Belieben schalten und walten konnte. Als einziger Wermutstropfen erwies sich eine schwere Knöchelverletzung von Flügelturbo Fabian Carl, der nach einem Rempler seines Gegenspielers umknickte.

Beide Seiten begannen hochmotiviert und legten gesteigerten Wert auf Offensive. Als Daniel Sam (11.) mit Vorarbeit von Kapitän Eric Heinze und Sertan Sener von der linken Außenbahn in den Strafraum der Gäste eindrang, ließ er dem Torhüter mit einem Schlenzer aus spitzem Winkel ins lange Eck zum 1:0 keine Chance. Baiersdorf antwortete mit wütenden Gegenattacken und erarbeitete sich eine Reihe von Eckstößen, bei denen die Gastgeber die Übersicht behielten.

Nur einmal wurden sie vor ernsthafte Probleme gestellt, als Lars Reinhardt mit einem Kopfball aus kurzer Distanz sein Ziel knapp verfehlte. Auf der Gegenseite sorgten blitzsaubere Konter für Verwirrung beim Widersacher. Sam, McCullough, Mosert und Carl vergaben mehrmals gute Möglichkeiten. Das überraschende 1:1 durch Reinhardt (51.) stellte das bisherige Chancenverhältnis auf den Kopf, weckte aber die Heimelf aus ihrer Lethargie.

Angriff auf Angriff rollte nach Teubers Platzverweis in Richtung des Baiersdorfer Heiligtums. Lukas Moserts Warnschuss (63.) nach einer feinen Ballstafette wurde von Ersatztorwart Alexander Fieber glänzend pariert, doch gegen Schelers schulmäßigen Flachschuss aus 18 Metern, der vom Innenpfosten ins Netz sprang (67.), war kein Kraut gewachsen.

Fast mit einer Kopie dieses Befreiungsschlages führte Gökhan Sener (74.) die Vorentscheidung zum 3:1 herbei. Der 4:1 Schlusspunkt (84.) des selben Akteurs entsprang einer Raum öffnenden Kombination mit Sam und Scheler als Assistgebern. Eine gute Note verdiente sich Schiedsrichter Steffen Ewald.

Trainerstimmen

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"Wir haben von Beginn an dominiert, uns aber vor dem Seitenwechsel der aggressiven Gangart des Gegners angepasst und aufgehört, mutig nach vorne zu spielen. In Überzahl boten wir eine souveräne Vorstellung und wurden belohnt", brachte Coburgs Trainer Lars Scheler die Begegnung auf den Punkt.

"Unter dem Strich geht Coburgs Sieg in Ordnung. Wir haben die Anfangsphase verschlafen und insgesamt fußballerisch zu wenig abgeliefert. Jetzt stehen wir mit dem Rücken zur Wand", bekannte Schelers Pendant Thomas Luckner.

FC Coburg - Baiersdorfer SV 4:1 (1:0)

FC Coburg: Churilov - Kimmel, Schmidt, Alles, E. Heinze, S. Sener, Knie, F. Carl (36. L.Scheler), Mosert (73. G. Sener), McCullough, Sam (90. A. Guhling)

Baiersdorfer SV: Teuber - Lehmann, Grabert, Kraus (75. Joachim), Schmitt, N. Schwab, Kundt, F. Schwab, Hofmann, Weiler (62. Eismann), Reinhardt (55.Fieber)

Schiedsrichter: Steffen Ewald (Geldersheim/Unterfranken)

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Sam (11.), 1:1 Reinhardt (51.), 2:1 L. Scheler (67.), 3:1, 4:1 G. Sener (74., 84.)

Gelbe Karten: Churilov, Knie / Reinhardt

Rote Karte: - / Teuber (55., Tätlichkeit)



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