Coburg
Fussball-Landesliga Nordost

FC Coburg gegen SV Friesen: Das Duell der Jungtorhüter

Beim Derby zwischen dem FC Coburg und dem SV Friesen stehen mit Luis Krempel und Leon Wolf zwei Talente aus den eigenen Reihen im Tor.
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Stellte bereits im Testspiel gegen Lichtenfels im Februar seine Qualitäten unter Beweis: Der 19-jährige Coburger Torhüter Luis Krempel, der hier eine Chance des Lichtenfelsers Niklas Lulei vereitelt. Foto: Gunther Czepera
Stellte bereits im Testspiel gegen Lichtenfels im Februar seine Qualitäten unter Beweis: Der 19-jährige Coburger Torhüter Luis Krempel, der hier eine Chance des Lichtenfelsers Niklas Lulei vereitelt. Foto: Gunther Czepera

Das erste Mal von Anfang an im Tor eines Landesliga-Teams, und dann gleich in einem Nachbarduell: Den Coburger Luis Krempel und den Friesener Leon Wolf eint am Samstag (15 Uhr, Dr.-Stocke-Anlage) das gleiche Schicksal. Während der 19-jährige Coburger immerhin bereits drei Kurzeinsätze in der Landesliga vorweisen kann, ist dieses Niveau für die Friesener Nachwuchshoffnung komplettes Neuland. Beide hüten normalerweise das Tor in den jeweiligen zweiten Mannschaften in den Kreisligen, heute ist das Duo aber aufgrund einer Sperre (Coburgs Churilov) beziehungsweise Verletzung (Friesens Bauerschmidt) zwei Ligen höher gefordert. Nach drei Unentschieden beim SV Memmelsdorf, gegen den TSV Buch und beim FC Herzogenaurach will der FCC (12. Platz/28 Punkte) gegen Friesen (13./28) den ersten Dreierpack nach der Winterpause einfahren.

Noch ohne Punkte im Jahr 2019 steht der TSV Sonnefeld (18./5) da. Am Sonntag (15 Uhr) soll sich auch das im Heimspiel gegen den Tabellen-15. TSV Kornburg (21 Punkte) ändern. Der FC Lichtenfels kann heute ab 14 Uhr gegen den Tabellenzweiten TSV Neudrossenfeld befreit aufspielen

FC Coburg - SV Friesen

Die Punktgleichheit der beiden Teams trügt, denn die Coburger haben drei Spiele mehr absolviert. Die Mannschaft von Trainer Armin Eck ist in diesem Jahr noch ohne Punktspielpraxis. Die Friesener haben noch drei Nachholbegegnungen zu absolvieren. Für FCC-Coach Lars Scheler war das jüngste 0:0 seines ersatzgeschwächten Teams beim Mitaufsteiger Herzogenaurach ein Schritt nach vorn. "Wir lieferten eine gute Leistung ab, standen hinten sehr stabil und agierten diszipliniert", betonte er. Auch nach der Roten Karte gegen Torhüter Oleksandr Churilov wegen eines Handspiels knapp außerhalb der Strafraumgrenze blieben die Vestestädter stabil.

Vor den Frankenwäldern hat Scheler großen Respekt: "Die haben eine super Mentalität und geben immer 100 Prozent." Zu spüren bekamen dies die Coburger in der Hinrunde, als sie trotz harter Gegenwehr mit 0:3 unterlag. "Wir müssen mit Biss und Aggressivität zu Werke gehen, sollten aber im Abschluss effektiver sein als in Herzogenaurach", gibt der Coburger Trainer die Marschroute vor.

Torschusstraining stand in den drei Trainingseinheiten dieser Woche im Fokus. Stürmer Daniel Sam kann nach seiner Rippenverletzung wieder ins Geschehen eingreifen, ebenso der zuletzt erkrankte Lukas Mosert, so dass die Ersatzbank diesmal reichlich Alternativen bietet.

"Wir wollen unser kleines Polster gegenüber den akut gefährdeten Mannschaften zumindest halten oder sogar noch ausbauen. Einige Klubs, die in der Tabelle hinter uns stehen, haben personell aufgerüstet und kämpfen mit allen Mitteln ums Überleben", blickt SVF-Trainer Armin Eck auf die kommenden Aufgaben voraus. Ähnlich sieht es Friesens Vorsitzender Alexander Graf. "Es gilt so schnell wie möglich 40 Punkte zu erreichen, um dann entspannter in die englischen Wochen zu gehen und den Abstand nach hinten zu halten", bekennt er.

Das Lazarett des Friesen, das in der Vorrunde zu Engpässen geführt hatte, hat sich gelichtet. Von den Langzeitverletzten sind noch Daniel Schütz und Hannes Nützel nicht einsatzfähig. Hinzu gesellt sich Torhüter Tobias Bauerschmidt, der sich kürzlich einen Fingerbruch zuzog.

FC Coburg: Krempel/Shabestari - Kimmel, Heinze, Schmidt, Teuchert, A. Guhling, S. Sener, G. Sener, McCullough, Knie, Kolb, Sam, Mosert, Carl, Scheler, Treubig, König (?).

TSV Sonnefeld - TSV Kornburg

Mittendrin im Abstiegskampf steckt weiterhin der letztjährige Bayernliga-Absteiger TSV Kornburg. Der Trainerwechsel im August (Klaus Mösle löste Adrian Milano ab), zeigte zwar mit drei Siegen in vier Partien (unter anderem 7:0 in Sonnefeld) kurzzeitig Wirkung, doch dann folgten wieder sechs Pleiten am Stück. Die Mittelfranken belegen durchgehend einen Abstiegsrelegationsplatz und werden es bei aktuell sechs Punkten Rückstand auf Rang 14 auch schwer haben, diesen zu verlassen.

Für Auftrieb sorgte allerdings der überraschende 3:0-Erfolg in Lichtenfels vor zwei Wochen, die für vergangenes Wochenende angesetzte Partie gegen Röslau fiel aus. "Mit Kornburg  gastiert erneut ein Gegner, gegen den man auch mal etwas holen kann.  Vielleicht klappt es besser als gegen Herzogenaurach. Wir  werden wieder  alles versuchen",  lässt sich TSV-Trainer Heiko Schröder seinen Optimismus nicht vermiesen. Bastian Brückner fehlt den Sonnefeldern aufgrund seiner Knieverletzung weiterhin, Eugen Wandrai, Niclas Jacob und Marco Pohl sind angeschlagen.

Sonnefeld: Rang - Kunick, Krämer, Pohl, Wandrai, Herring, Heider, Graf, Wodniok, Müller, Scheler, Jacob, Baierl, Demel, Kappenberger, Gizas.

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