Coburg
Fussball-Kreisliga Coburg

Fällt Vorentscheidung für SV Ketschendorf?

Die Ketschendorfer könnten ihren Sechs-Punkte-Vorsprung über das Osterwochenende ausbauen, denn die Aufstiegskonkurrenten Niederfüllbach und Großgarnstadt haben unangenehme Gegner vor der Brust
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Das Heimspiel auf dem Buchberg gewann der SV Ketschendorf um Kapitän Philipp Bauer (rechts) ungefährdet gegen den TSV Pfarrweisach mit 2:0. Am Samstag um 16 Uhr findet das Rückspiel statt.  Foto: Hagen Lehmann
Das Heimspiel auf dem Buchberg gewann der SV Ketschendorf um Kapitän Philipp Bauer (rechts) ungefährdet gegen den TSV Pfarrweisach mit 2:0. Am Samstag um 16 Uhr findet das Rückspiel statt. Foto: Hagen Lehmann

"Eier, wir brauchen Eier." Ein Oliver-Kahn-Zitat, dass bis heute viele Nachahmer findet und vor allem an Ostern an Doppeldeutigkeit gewinnt. Allerdings meinte das zukünftigen Vorstandsmitglied des FC Bayern übersetzt so viel wie "Selbstvertrauen, echte Typen und Charakterstärke zeigen" - genau solche Tugenden wünschen sich Trainer im Saisonendspurt mehr denn je. Da bilden die 16 Übungsleiter der Kreisliga Coburg keine Ausnahme. Nur noch fünfmal 90 Minuten sind im Kreisoberhaus zu absolvieren. Entscheidungen sind noch keine gefallen, so bleibt es auch am Osterwochenende auf allen Plätzen der Region spannend. So stellt sich die Frage: Wer kann an Ostern wem ein Ei ins Nest legen?

Abstiegskampf

Von den letzten acht Teams in der Tabelle, die alle noch um den Klassenerhalt bangen, stehen sich gleich sechs Mannschaften in direkten Duellen gegenüber. Die Begegnung zwischen den Coburg Locals (13. Platz/23 Punkte) und dem Schlusslicht Wüstenahorn (16./17) ist für die Gäste angesichts eines schwierigen Restprogramms im wahrsten Sinne des Wortes überlenswichtig. Aber auch Türkgücü Neustadt (11./28) will zu Hause gegen Grub am Forst (15./20) endlich wieder einen Sieg einfahren. Schon 13 Spiele wartet die Bulat-Elf auf einen Dreier, und ist nach einem guten Saisonstart voll im Abstiegskampf angekommen. Im Duell zwischen Ebern (9./33) und Krecktal (12./28) sind die Turner klar favorisiert, da sie in der Rückrunde wieder zu alter Stärke gefunden haben. Mit einem Sieg können die Eberner endgültig für die kommende Kreisliga-Saison planen. Der SV Heilgersdorf (14./23) hat beim Viertplatzierten TSV Staffelstein eine schwere Aufgabe vor der Brust.

Aufstiegskampf

Im Titelrennen will Spitzenreiter Ketschendorf (59) die Hürde in Pfarrweisach (10./32) meistern und hofft darüber hinaus noch auf Hilfe der Stadtkonkurrenten. Schon in der Vorrunde schoss die Landesliga-Reserve des FC Coburg (5./41) die TSG Niederfüllbach (3./53) mit 5:1 ab, und die formstarken Kicker des SV Bosporus (7./35) wollen beim SV Großgarnstadt (2./53) etwas mitnehmen.

Torschützen

Das Rennen um die Torjägerkrone ist bereits entschieden, denn wie im Vorjahr ist Simon Fischer (TSV Staffelstein) der mit Abstand treffsicherste Schütze mit bisher 31 Treffern. Danach folgen Moritz Mönch (SV Ketschendorf) und Sebastian Pecht (TSV Pfarrweisach) mit je 17 Toren. Altmeister Daniel Eckstein (FC Coburg II) zeigt mit 13 Treffern, dass er auch mit 39 Jahren noch nichts verlernt hat. Auf die gleiche Ausbeute kommt der Wüstenahorner Sascha Steiner, den es im Sommer nach Heilgersdorf zieht.

Fairplay

Bislang kassierten die Coburg Locals die wenigsten Verwarnung (40 Gelbe und zwei Gelb-Rote Karten), während der SV Türkgücü diese unrühmliche Statistik anführt (93 Gelbe, 14 Gelb-Rote und 5 Rote Karten). Spielertrainer Bulat sah 15 Mal Gelb und zweimal Gelb-Rot.

Zuschauer

Bisher sind die Spiele der TSG Niederfüllbach mit knapp 170 Zuschauern am besten in der Kreisliga besucht. Die Niederfüllbacher verweisen damit Großgarnstadt (156) und Staffelstein (148) auf die Plätze. Die wenigsten Anhänger pilgern zu den Heimspielen der Coburg Locals (55).



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