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Endspurt vor der langen Winterpause im Fußball-Kreis Coburg

Mit acht Nachholspielen werden am Wochenende die Tabellen begradigt. Viele Teams blieben hinter den Erwartungen zurück - Ketschendorf gehört nicht dazu.
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Jubelnde Ketschendorfer - besser kann die bisherige Serie in der Kreisliga Coburg nicht bebildert werden. Die Jungs vom Buchberg sind auf dem besten Weg zur Meisterschaft und damit zum Direktaufstieg in die Bezirksliga Oberfranken West. Ein lang gehegter Wunsch des SVK.  Foto: Timo Geldner
Jubelnde Ketschendorfer - besser kann die bisherige Serie in der Kreisliga Coburg nicht bebildert werden. Die Jungs vom Buchberg sind auf dem besten Weg zur Meisterschaft und damit zum Direktaufstieg in die Bezirksliga Oberfranken West. Ein lang gehegter Wunsch des SVK. Foto: Timo Geldner

Endlich Winterpause! Das Fußballjahr im Freien ist für die meisten Kicker beendet, ein paar Nachholspiele werden noch angepfiffen. Endlich mehr Zeit am Wochenende, mehr Zeit für Freundin und Familie. Die Stollenschuhe - meistens ungeputzt ... - verschwinden bis März in der Tasche. Was bleibt, ist ein Blick zurück auf ein langes, heißes Fußballjahr 2018 und bei vielen Jungs natürlich bereits die Vorfreude auf den warmen Kick unterm Dach.

Im Kreis Coburg steht der SV Ketschendorf ganz oben. Der Tabellenführer der Kreisliga Coburg, der zweimal am erhofften Aufstieg in die Bezirksliga West scheiterte, will in dieser Saison endlich die Früchte gewissenhafter Arbeit ernten. Der Weg ist noch lang, doch wenn die Truppe von Spielertrainer Patrick Schuberth 2019 nur einigermaßen gut aus den Startlöchern kommt, die gleiche Abwehrstärke an den Tag legt wie bisher, dann sollte ihnen die Meisterschaft in der höchsten Liga des Landkreises kein anderes Team mehr strittig machen.

Enttäuschung bei den "Rothosen"

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Auch nicht die Einberger "Rothosen" und erst recht nicht die vor Saisonbeginn aufgrund ihres technisch beschlagenen Spielerkaders hoch gehandelten Türken vom SV Türkgücü Neustadt. Beide Teams blieben nach einer starken Saison 2017/2018 hinter den Erwartungen zurück. Mehr noch: Sowohl das Bulat-Team, als auch die Jungs von Thomas Schulz enttäuschten. Natürlich haben auch diese beiden Mannschaften, die am Sonntag mit dem einzigen Nachholspiel den Spielbetrieb 2019 in dieser Klasse beenden, personelle Probleme. Doch mit Verletzten, Urlaubern oder sonstigen Spielern, die aus früher kaum nachvollziehbaren Gründen nicht spielen können ("Die Mutter meiner Freundin hat Geburtstag ..."), hat doch fast jeder Klub zu kämpfen.

Insgesamt sieben Nachholspiele sollen am Wochenende in den drei Kreisklassen dafür sorgen, dass die Tabellen rechtzeitig vor dem ersten Schnee begradigt werden.

Ernüchterung in Waldsachsen

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In der Kreisklasse 1 startet die DJK/TSV Rödental, die nach einem freiwilligen Jahr im Itzgrund nun wieder die raue Luft in der KK 1 zu spüren bekommt, mit gewissen Ambitionen. Doch schnell mussten die Waldsachsener erkennen, dass es auch in dieser Saison nicht zum Aufstieg reichen würde, weil mit den beiden Teams aus dem Lautertal und vor allem mit den überragend besetzten "Adlern" aus Weidhausen spielstärkere Teams am Start sind. Gegen den zuletzt launischen TSV Gestungshausen - dem 9:0-Kantersieg gegen Meilschnitz folgte eine 0:2-Derby-Niederlage in Weidhausen - wollen die Rödentaler das Jahr versöhnlich abschließen.

"Kleinere Brötchen" in Scherneck

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Auch in der Kreisklasse 3 stehen zwei Spiele an, in denen die Beteiligten viel Frust schieben. Der TSV Scherneck, der die abstiegsgefährdeten Cortendorfer erwartet, wollte nach guten Leistungen in den zurückliegenden Serien erneut ganz oben mitspielen. Doch ein Fehlstart brachte die "Schwarz-Gelben" aus dem Tritt. Sie fanden nicht mehr in die Erfolgsspur und müssen sich mit einem unbefriedigenden Platz im Niemandsland der Liga zufriedengeben.

Rodacher "Löwen" ohne Biss

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Ähnliches gilt für Kreisliga-Absteiger TSV Bad Rodach (gegen Hafenpreppach). Auch die Jungs von Spielertrainer Christian Koropecki agierten während der Vorrunde weit unter ihren Möglichkeiten. Vielleicht sitzt der Stachel der Enttäuschung nach dem verkorksten Jahr in der Kreisliga noch dermaßen tief, dass es von Beginn an Motivationsprobleme gab. Denn spielerisch zählen die "Löwen" sicher zu den besten KK3-Teams.

Vorfreude auf die Filzkugel

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Und spätestens Anfang Dezember, wenn die Filzkugel rollt, werden die TSVler auf dem Parkett der geliebten Bayernhalle ihr Können auch wieder eindrucksvoll demonstrieren. Denn für viele gibt es doch nichts Schöneres als den warmen Kick mit oder ohne Bande ...



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