Ahorn
Tennis

Ein "Schläger-Typ" seit Kindesbeinen

Die Karriere von Kevin Krawietz kann in Paris ihren vorläufigen Höhepunkt erfahren. Sein Doppelpartner Andreas Mies schwärmt von der Arbeit mit dem Witzmannsberger: "Wir haben noch Luft nach oben".
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"Früh übt sich" - Kevin Krawietz mit seinem ersten Tennisschläger. Damals noch in der linken Hand!
"Früh übt sich" - Kevin Krawietz mit seinem ersten Tennisschläger. Damals noch in der linken Hand!
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Wenn Kevin Krawietz am Pfingstsamstag bei den French Open in Paris aufschlägt, geht es um seinen bisher größten Erfolg. Er kann Grand-Slam-Sieger werden. Gemeinsam mit seinem Doppelpartner Andreas Mies steht er im Finale von Roland Garros.

Großes Preisgeld winkt

Angesetzt ist das "Spiel des Jahres" aus Sicht des Witzmannsbergers auf 17 Uhr. Die Gegner sind zwei Lokalmatadoren - die Franzosen J. Chardy und F. Martin. KK musste auf diesen Moment lange warten, doch die Mühen der zurückliegenden Jahre zahlen sich nun im wahrsten Sinne des Wortes aus. Schließlich kassieren die beiden im Falle eines Triumphes eine Siegprämie von 580 000 Euro.

KK wurde von seinen Eltern Rudolf und Ingrid von Beginn an unterstützt. Vater "Rudi" begleitete seinen Sohn, so gut es ging, auf Schritt und Tritt. Mit vier Jahren hat er bereits mit dem Tennisspielen begonnen und hat seitdem eine imposante Entwicklung hinter sich. Den ersten Höhepunkt feierte er als 17-Jähriger. Beim prestigeträchtigsten Tennisturnier der Welt in Wimbledon gewann er die Doppelkonkurrenz der Junioren.

Glaube an die eigene Stärke

Mit diesem Sieg begann für ihn die Profikarriere, nach der er mit viel Eifer seit Kindesbeinen strebte. Der erhoffte Sprung in den Profibereich glückte, war jedoch mit ständigem Auf und Ab verbunden. Seine Familie, seine Freunde und vor allem er verloren trotz mancher Rückschläge nie den Glauben an die eigene Stärke.

Von seinem Jugendtraum, nämlich unter die besten 15 Spieler in der Weltrangliste zu kommen, ist er zwar noch ein ganzes Stück entfernt (derzeit Nummer 267), doch viele trauen dem Rechtshänder, der 2008 erfolgreich seine Mittlere Reife an der CO 1 erwarb, in den nächsten Jahren noch einiges zu.

Einer, der genau weiß, wie Krawietz tickt, ist sein kongenialer Doppelpartner. Andreas Mies ist begeistert von der Zusammenarbeit.

Lob vom Doppelpartner

Der Stuttgarter lobt Krawietz und die gemeinsame Entwicklung in den letzten beiden Jahren in allerhöchsten Tönen: "Bei uns beiden ging echt alles ziemlich schnell. Wir haben Ende 2017 schon mal einen Challenger zusammen gespielt und gleich gewonnen. Da haben wir gemerkt, dass es geklickt hat. Unser Spiel hat sich seitdem immer weiter verbessert. Es fühlt sich manchmal an, wie ein kleiner Traum. Wir ernten jetzt die Früchte unserer harten Arbeit und tollen Partnerschaft. Aber es ist immer noch Luft nach oben. Wir haben uns nie groß Druck gemacht, vielleicht ist das das Geheimnisses unseres jetzigen Erfolges."

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