Ebersdorf
Tischtennis

Ebersdorfer Klaus Lindner holt Gold mit sehr viel Routine

In den entscheidenden Momenten schlägt der Ebersdorfer immer richtig zu. Die Coburger Teilnehmer holen bei der bayerischen Senioren-Einzelmeisterschaft acht Medaillen.
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Klaus Lindner vom TV Ebersdorf (hinten) holte sich zusammen mit Günter Alphei vom TSV Aichach in der AK 70 die Bayerische Meisterschaft im Doppel. Fotos: Horst Marr
Klaus Lindner vom TV Ebersdorf (hinten) holte sich zusammen mit Günter Alphei vom TSV Aichach in der AK 70 die Bayerische Meisterschaft im Doppel. Fotos: Horst Marr
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Bei den bayerischen Einzelmeisterschaften der Tischtennis-Senioren im unterfränkischen Ochsenfurt gab es eine große Flut an Medaillen für die Teilnehmer aus den beiden oberfränkischen TT-Bezirken West und Ost. Gleich sechs Teilnehmer erkämpften sich Gold, und zwar im Einzel Juliane Dressel (ATS Kulmbach) und Reiner Kürschner (TSV Windheim) sowie im Doppel Evi Beier (TTV 45 Altenkunstadt), Rolf Eberhardt (TTC Tiefenlauter), Klaus Lindner (TV Ebersdorf) und Harald Todt (TSV Bad Rodach).

Noch zweimal standen Dressel und Kürschner sowie noch einmal Beier, Eberhardt und Todt auf dem Podest. Neben den sechs ersten Plätzen belegten sechs Oberfranken den zweiten und zehn den dritten Platz. In den Kreis Coburg gingen je drei Gold- und Bronzemedaillen sowie zweimal "Silber".

Die beste Platzierung im Einzel belegte aus dem Bereich Coburg Rolf Eberhardt vom TTC Tiefenlauter in der Altersklasse (AK 65). Ohne Satzverlust in seinen drei Gruppenspielen zog er in die Hauptrunde ein. Auch auf seinem weiteren Weg ins Finale siegte Eberhardt jeweils mit 3:0. Gegen Paul Beisler (FC Hösbach) schien das vorzeitige Aus fällig zu sein (6:11, 9:11). Doch mit zwei 11:8-Satzgewinnen stellte er den 2:2-Gleichstand her. Im Entscheidungssatz scheiterte er aber mit 7:11, so dass er seinen im Vorjahr errungen Titel nicht verteidigte.

Ein besseres Ende gab es für Eberhardt im Doppelwettbewerb. Hier dominierte er wie schon im Vorjahr mit seinem Einzelfinalgegner Paul Beisler glänzend zusammen. Dies auch im Endspiel, so dass die Titelverteidigung perfekt war.

Im Doppel der AK 70 trumpfte Klaus Lindner vom TV Ebersdorf mit dem Schwaben Günter Alphei in den ersten zwei Begegnungen auf. Allerdings wäre im Halbfinale für beide beinahe das Aus gekommen, denn sie lagen nach Sätzen mit 1:2 hinten. Doch mit einem hauchdünnen 12:10 schafften sie den Ausgleich und mit einem 11:8 zogen sie ins Finale ein.

Auch hier schienen Lindner und Alphei zunächst die Fälle davonzuschwimmen, denn der erste Durchgang ging gegen das Duo Bachmann/Sack (TSV Georgensgemünd/SC Schwabach) mit 9:11 den Bach hinunter. Doch die beiden Haudegen legten noch einmal alles in die Waagschale und sicherten sich mit einem 11:9, 11:5 und 14:12 den viel umjubelten Titelgewinn.

Auch Harald Todt gewinnt

Ein drittes Mal durfte sich ein Starter aus einem Coburger Verein mächtig über Gold im Doppel freuen. Dies war Harald Todt vom TSV Bad Rodach (zusammen mit Reinhard Ritter, TSV Schongau). Unter sieben Formationen der AK 75 behaupteten sich beide in zwei Partien ohne Satzverlust. Im Endspiel gegen Merk/Kapitza (SpVgg Westheim/TSV Dachau) drohte nach dem knappen 12:10 und der folgenden 5:11-Pleite die Niederlage.

Doch soweit kam es nicht, denn Todt und Ritter behielten mit einem 11:8 und 12:10 die Oberhand.

Ins Doppelfinale der AK 60 hievte sich auch Günter Fuhrmann vom TTC Tiefenlauter mit seinem Ex-Vereinskameraden Reiner Kürschner. Hier brachten sich beide gegen Fietz/Volkert (Sparta Nürnberg/TSV Winkelhaid) mit einem 11:9 nach vorne. Doch dann war alles wie abgerissen, und zu allem Übel ging der vierte Satz auch noch in der Verlängerung mit 13:15 verloren. Immerhin war dies für die "Coburger" nach drei ersten Plätzen die zweite Silbermedaille.

Es gab aber auch noch dritte Plätze. Und zwar zweimal für Edeltraud Barth (VfL Neustadt) in der AK 75, im Einzel und im Mixed mit Erich Goldau (SpVgg Westheim) sowie für Harald Toth im Einzel unter 16 Startern. In seinen drei Gruppenspielen war Toth ungeschlagen geblieben (9:1-Sätze).

Später traf er im Halbfinale auf den anschließenden Gewinner Josef Merk (SpVgg Westheim). Schade war für ihn, dass er im Entscheidungssatz den Kürzeren zog.

Nicht unbedingt das Glück auf seiner Seite hatte Werner Quaschigroch (TV Ebersdorf) in der AK 60. Sowohl im Doppel als auch im Mixed wurde er Fünfter und verpasste somit den Sprung auf einen Podestplatz.

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