Ebern
Fussball-Kreisliga Coburg

Ebern - Pfarrweisach: Duell der selbstbewussten Kellerkinder

Ebern und Pfarrweisach sind die bislang großen Enttäuschungen der Saison. Nach ihrem ersten Sieg gehen aber beide Teams mit Rückenwind in das direkte Duell.
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Vor fast genau einem Jahr, am 9. September 2017, kam der TSV Pfarrweisach mit Spielertrainer Daniel Schneidawind (blaues Trikot) gegen den TV Ebern mit seinem neuen Spielertrainer, Jens Kapell (rechts), beim 1:9 zu Hause gewaltig unter die Räder.  Foto: Wolfgang Dietz/Archiv
Vor fast genau einem Jahr, am 9. September 2017, kam der TSV Pfarrweisach mit Spielertrainer Daniel Schneidawind (blaues Trikot) gegen den TV Ebern mit seinem neuen Spielertrainer, Jens Kapell (rechts), beim 1:9 zu Hause gewaltig unter die Räder. Foto: Wolfgang Dietz/Archiv

Der zweite Doppelspieltag der Kreisliga Coburg steht am kommenden Wochenende an, nur die vorgezogene Partie des 8. Spieltages zwischen Großgarnstadt und Heilgersdorf (5:2) ist bereits gespielt.

Eine Reihe von interessanten Begegnungen steht am Freitag und Sonntag auf dem Programm. Der aktuelle Tabellenführer SV Ketschendorf etwa hat mit dem Gastspiel beim TSV Staffelstein und der Heimpartie gegen den starken Aufsteiger SV Türkgücü Neustadt schwere Aufgaben vor der Brust. Unter anderem eine Chance für den Tabellendritten VfB Einberg, der zweimal zu Hause antreten darf (gegen Wüstenahorn und SV Bosporus).

Ein unerwartetes Kellerduell gibt es am Freitag mit der Partie TV Ebern gegen TSV Pfarrweisach. Beide Teams konnten aber am vergangenen Wochenende mit einem Sieg ihre ersten Punkte der Saison einfahren und wollen nun natürlich nachlegen. Das Tageblatt fragte vor dem wichtigen Spiel beim Eberner Trainer Jens Kapell nach. Herr Kapell, nach sechs Pleiten in Folge ist am Sonntag endlich der erste Eberner Sieg gelungen. Ihre Elf siegte gleich mit 6:1 gegen Wüstenahorn. Wie kam das zustande?

Jens Kapell: Das war ein Spiel, in dem vieles gepasst hat und wir auch mal das nötige Glück hatten, das uns zuvor gänzlich fehlte. Wir haben früh zwei Treffer gemacht und wenig zugelassen, dann nahm die Partie ihren Lauf und wir haben auch in der Höhe verdient gewonnen.

Kurios ist vor allem, dass Ihr Team vorher nur zwei Treffer erzielte und jetzt gleich sechs Mal einnetzte. Können Sie das erklären?

Schon in der letzten Rückrunde merkte man das Fehlen von Simon Fischer an, der als echter Knipser immer zur Stelle war. Aber wir haben auch junge und gute Stürmer, die ihre 10 bis 15 Tore pro Saison machen können. Mit dem Sieg in Wüstenahorn haben alle gesehen, dass wir es drauf haben. Das sollte Selbstvertrauen geben.

War das nun die Initialzündung zur Aufholjagd?

Natürlich hoffe ich es und habe den Jungs erklärt, dass wir nun auch im Training weiter Gas geben müssen, um nachzulegen. Am Freitag hat Pfarrweisach aber vermutlich das Gleiche im Sinn wie wir. Zudem ist es ein Derby. Ich denke, es wird eine umkämpfte Partie.

Stichwort Pfarrweisach - vergangene Saison gab es zu Hause einen 9:1-Sieg. Ist ein ähnliches Spektakel zu erwarten?

Sicher nicht. Es wird sicher viel Kampf und vielleicht auch Krampf werden. Beide Mannschaften gehören von der Qualität und von den Namen nicht auf diese Tabellenplätze und werden alles versuchen, nach oben zu klettern.

Am vierten Spieltag warf Trainer Johannes Fischer das Handtuch. Steht er als Spieler noch zur Verfügung?

Wir sind mit Johannes weiter in Kontakt und hoffen, dass er wieder die Schuhe für uns schnürt. Aber wir werden ihn sicher nicht drängen. Er soll seine Auszeit nehmen und wenn er selbst denkt, dass der Zeitpunkt da ist, ist er jederzeit herzlich willkommen. Er ist ein wichtiger Typ und wir können ihn immer brauchen. Seit seinem Rücktritt unterstützt mich Joachim Kraft und ist meine rechte Hand, da es alleine einfach zu viel Arbeit ist.



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