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Meeder
Fußball-Relegation

Dumme Elfmeter besiegeln Abstieg des TSV Meeder

Der TSV Meeder verliert das Relegationsspiel gegen Buttenheim und muss den Gang in die Kreisliga antreten. Zwei Elfmeter werden dem TSV zum Verhängnis.
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Meeders Dominik Gleissner (schwarzes Trikot) kommt gegen Niklas Karmann vom FSV Buttenheim einen Schritt zu spät.Lisa Hümmer
Meeders Dominik Gleissner (schwarzes Trikot) kommt gegen Niklas Karmann vom FSV Buttenheim einen Schritt zu spät.Lisa Hümmer

Nach sieben Jahren kehrt der FSV Buttenheim in die Fußball-Bezirksliga zurück, dagegen muss der TSV Meeder den bitteren Gang in die Kreisliga antreten: Im entscheidenden Relegationsspiel setzte sich Tabellen-Zweite aus der Kreisliga Bamberg auf dem Gelände der DJK Lichtenfels vor knapp 1000 Zuschauern mit 3:1 gegen den nun Ex-Bezirksligisten durch.

Zwei Elfmeter helfen dem FSV

Beide Teams wollten sich nicht mit langwierigem Abtasten aufhalten, es ging gleich flott zur Sache. Buttenheim gehörten die ersten Aktionen, große Torgefahr entstand daraus aber nicht. Und als sich Meeder das erste Mal vor dem Tor von Marcel Stark bemerkbar machte, zappelte der Ball auch schon im Netz. Zunächst wurde ein Schuss im Strafraum noch geblockt. Der Ball landete aber bei Johannes Krumm, sein Linksschuss aus 20 Metern zentral vor dem Tor flog flach ins Eck (16.).

Glück für Buttenheim, dass sich Leon Pietsch nur vier Minuten später einen Komplett-Aussetzer leistete, als er einem Flankenball mit weit ausgebreiteten Armen entgegenlief, sich dann drehte und den Ball tatsächlich an den Unterarm bekam. Ein Gegenspieler war weit und breit nicht in Sicht. Michael Felbinger trat an und verwandelte eiskalt zum Ausgleich (20.).

Der Jubel bei den zahlreich mitgereisten FSV-Fans hatte sich kaum gelegt, da deutete der Schiedsrichter schon wieder auf den Elfmeterpunkt. Und erneut war es eine glasklare Sache: Pascal Wächter räumte Armend Elshani auf Höhe der Torauslinie genauso heftig wie unnötig ab. Meeder protestierte erst gar nicht. Felbinger übernahm wieder die Verantwortung - und traf abermals ins linke Eck gegen den chancenlosen Keeper (24.). Buttenheim hatte nun deutliches Oberwasser und wollte das dritte Tor. Armend Elshani zog aus zehn Metern ins lange Eck ab, der Torhüter war aber rechtzeitig unten (27.).

Ab Minute 35 meldete sich auch Meeder wieder zu Wort: Florian Seidl blockte in höchster Not den Schuss von Moritz Gemeinder aus sechs Metern. Bis zur Pause sollte nur noch wenig passieren.

Spannung bis zum Schluss

Und auch nach Wiederbeginn benötigte die Partie eine gewisse Anlaufphase. Dann hatte Dominik Hofmann das 3:1 auf dem Schlappen, als er nach einem Seidl-Pass vom Flügel aber den Ball nicht richtig traf und zu zentral abschloss (56.). Meeder näherte sich dem Tor erst durch einen Freistoß an, der Versuch von Wächter aus 23 Metern war aber eine leichte Beute für den FSV-Schlussmann. Dass Buttenheim aber nicht in den Verwaltungsmodus schalten wollte, belegt die Einwechslung von Patrick Titzmann (58.).

Dennoch legte der Phoenix das Augenmerk nun vermehrt auf die Defensive. Meeder hat gegen die sichere Abwehr große Probleme, gefährliche Szenen zu kreieren. Die Minuten tickten herunter, das Spiel bog bereits in seine letzte Viertelstunde ein. Erst in der 86. Minute musste der FSV-Anhang noch einmal den Atem anhalten, als sich Tom Thiel durchgetankt hatte, im Eins-gegen-eins aber an Torhüter Stark scheiterte. Die endgültige Erlösung folgte in der Nachspielzeit, als Dominik Hofmann einen Konter mit dem 3:1 krönte. Sekunden später war Schluss - und die Feierlichkeiten des FSV durften beginnen.

Die Statistik zum Spiel

FSV Buttenheim: Stark - Felbinger, L. Elshani (58. Titzmann), Fischer, Rupp, Karmann (90. Braun), Kramer, Seidl, Schwarzmann, Hofmann, A. Elshani (87. Sulewski) / TSV Meeder: Bauer - Pietsch, Maisel, Wächter (75. Mujanovic), Krumm, Gleissner, Kraußer, Gemeinder, Thiel, Schubert (70. Schiller), Knoch / SR: Denzlein (Hochstadt) / ZS: 1000 / Tore: 0:1 Krumm (16.), 1:1 Felbinger (20./Handelfmeter), 2:1 Felbinger (24./Foulelfmeter) / Gelbe Karten: - / Pietsch

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