Coburg
Fußball

Derbyfieber in Coburg

Erstmals seit der Neugründung vor acht Jahren trifft der FC Coburg in einem Punktspiel auf den Lokalrivalen VfL Frohnlach.
Artikel drucken Artikel einbetten
Foto: Heinrich Weiß
Foto: Heinrich Weiß

Im brisanten Nachbarschaftsduell empfängt der FC Coburg (7./7 Punkte) am 5. Spieltages der Fußball-Landesliga Nordwest am heutigen Freitag den Lokalrivalen VfL Frohnlach (9./5 Punkte). Anstoß im Dr.-Stocke-Stadion ist um 19 Uhr.

Für beide Seiten ist dieses Derby eine Weichenstellung für die kommenden Wochen. Mit einem Sieg könnten die Teams das dünne Polster zur Abstiegszone vergrößern.

Premiere im Traditionsduell

Die Zeiten, in denen sich der FCC-Vorgängerklub VfB Coburg und der VfL in der einst drittklassigen Bayernliga duellierten, sind längst vorbei. Trotzdem hoffen die Verantwortlichen auf eine rassige Auseinandersetzung vor ansprechender Kulisse. Das Traditionsduell birgt eine Premiere: Erstmals seit der Neugründung als FC Coburg im September 2011 treffen die Veststädter in einem Punktspiel auf den VfL Frohnlach. Nach zwei Auswärtserfolgen sowie einem Remis und einer Niederlage vor heimischer Kulisse möchte Coburg den ersten Heimsieg einfahren. Den jüngsten 3:2-Erfolg beim FC Lichtenfels mit einem stark ersatzgeschwächten Team wertet der Coburger Übungsleiter Lars Scheler als gutes Omen: "Wir haben in der ersten halben Stunde richtig guten Fußball gespielt, uns aber nach dem Ausgleich vorübergehend den Schneid abkaufen lassen. Am Ende gelang es uns, trotz des Platzverweises gegen Rene Knie den Sieg ohne Hektik über die Ziellinie zu retten."

Christian Tremel, sportlicher Leiter der "Wischi-Elf", und Spielertrainer Bastian Renk haben ihre Lehren aus der 1:4-Pleite gegen den SV Memmelsdorf gezogen. "In der ersten Hälfte waren wir - meiner Meinung nach - etwas besser. Dann aber mussten wir erkennen, dass individuelle Fehler in der Landesliga hart bestraft werden. Die Unterschiede in Sachen Tempo und Spielwitz sind enorm", sagt Tremel. In Coburg gilt es, diese unkonzentrierten Phasen einzudämmen.

Die personelle Lage des FCC hat sich etwas entspannt. Trotzdem fehlen mit dem Langzeitverletzten Stürmer Tevin McCullough, Gökhan Sener (Bänderverletzung im linken Knöchel) und Kapitän Sertan Sener (angebrochener Knöchel) drei Akteure, die für das Mannschaftsgefüge enorm wichtig sind. Mit Adrian Guhling und Ricardo König verfügt Scheler jedoch über technisch versierte und schnelle Eigengewächse, die ihre Torgefährlichkeit schon unter Beweis gestellt haben.

Auch der aus Würzburg gekommene Youngster Marlon Schad traf in Lichtenfels erstmals. "Wir brauchen eine stabile Defensive und dürfen nicht wie gegen Geesdorf blind drauflos rennen. Nur dann können wir Druck auf den Gegner aufbauen", sagt Scheler.

Lokalkolorit ohne Ende

Die Frohnlacher müssen auf ihren gesperrten Neuzugang Aykut Civelek verzichten. Emre Özdemir ist beruflich verhindert. "Für uns lautet die Vorgabe, den Rückstand von zwei Zählern auf Coburg zumindest nicht weiter anwachsen zu lassen", sagt Tremel. Nach seinem Urlaub soll Youngster Lukas Schneider der Defensive wieder mehr Stabilität verleihen. Vorne soll der noch torlose Tayfun Özdemir trotz muskulärer Probleme im Oberschenkel die Fäden ziehen.

Für Bastian Renk hat diese Partie Kultcharakter: "Das Ganze ist eigentlich mehr als ein normales Derby und an Brisanz kaum zu überbieten. Die Jungs kennen sich bereits seit dem Juniorenbereich. Die meisten haben schon für Coburg und für Frohnlach gespielt. Sie sind hochmotiviert und wollen Topleistungen bringen." hab

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren