Coburg

Den "Supergau" vermeiden

Der SG Coburg fehlt beim Gruppenfinale mit dem Luftgewehr ein Ausländer. In Schropp bei Kaiserslautern geht es gegen die beiden Klubs aus München. Ein Sieg würde in jedem Fall den Einzug in das deutsche Finale in Rotenburg bedeuten.
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Nervenstärke, wie hier bei der Ausscheidung zur Europameisterschaft am letzten Wochenende in Coburg, ist bei den letzten beiden Gruppen-Wettkämpfen der SG Coburg in Schropp angesagt. Es fehlt noch ein Sieg, um sicher bei der Endrunde zur Titelverteidigung antreten zu können. Foto: Albert Höchstädter
Nervenstärke, wie hier bei der Ausscheidung zur Europameisterschaft am letzten Wochenende in Coburg, ist bei den letzten beiden Gruppen-Wettkämpfen der SG Coburg in Schropp angesagt. Es fehlt noch ein Sieg, um sicher bei der Endrunde zur Titelverteidigung antreten zu können. Foto: Albert Höchstädter
Ein Blick auf die Tabelle in der Luftgewehr.Bundesliga Gruppe Süd lässt die Herzen der Verantwortlichen und Fans der SG Coburg eigentlich höher schlagen. Platz eins mit 16:2 Punkten scheint der Garant für die deutsche Endrunde am 13./14. Februar im hessischen Rotenburg zu sein.
Doch der Schein trügt, denn die Konkurrenz im Kampf um einen der ersten vier Plätze ist in Schlagdistanz und könnte noch vorbeiziehen, so dass der undankbare Platz fünf Realität werden könnte.
Geht man nach den bisher gezeigten Leistungen sollte die Endrunde für die SG Coburg auch kein Problem sein. Doch bei den letzten beiden Vergleichen in Schropp nähe Kaiserslautern am Wochenende muss die SG Coburg sowohl auf Niccolo Campriani als auch auf Nikola Mazurova verzichten.
Die beiden Ausländer für die Position eins im Team sind wegen anderer Verpflichtungen unabkömmlich.


Campriani im Olympia-Fieber

Der Italiener Campriani befindet sich schon mit seiner Rau in Amerika, um sich auf die olympischen Spiele vorzubereiten und würde auch im Falle eines Finales mit der SG Coburg auch da nicht mehr zur Verfügung stehen.
Mazurova erfuhr vom kurzfristig angesetzten EM-Ausscheidungsschießen an diesem Wochenende in Pilsen, wäre aber für Rotenburg am 13./14. Februar wieder die Nummer eins.
SGC-Trainer und -Manager Dieter Bassing gibt sich aber trotz dieser Schwächung optimistisch: "Wir hatten in dieser Saison schon einmal diese Konstellation und meisterten sie."
Doch jetzt am Wochenende warten die Duelle mit den starken Münchner Klubs, die in der Tabelle die Plätze zwei und fünf einnehmen.
Am Samstag steht zunächst der Vergleich mit der HSG auf dem Programm und dort ist Nina-Laura Kreutzer die Nummer eins. Sie wechselte von Coburg in die Landeshauptstadt und zeigte erstklassige Leistungen, was auch zuletzt die äußerst knapp verpasste EM-Qualifikation in Coburg nichts daran ändert.
Zudem vertraut die HSG München, die als 2. Kampf noch am Sonntag gegen Fürth (6.) ran muss, noch auf Mario Nittel, Selina Gschwandtner, Tino Mohaupt und Theresa Schwendner.
Am Sonntag wartet auf die DG Coburg der Bund München mit Barbara Engleder, Silvia Rachl, Kata Zwickl-Veres, Michaela Walo und Josefa Gistl.
Der Bund könnte allerdings nur noch mit Coburg ausgleichen, ebenso wie der aktuell Vierte aus Königsbach. Dann, bei Punktgleichheit, würde zuerst die Einzelpunkte greifen und danach der direkte Vergleich.
Spannend bleibt der Kampf um die vier ersten Plätze allemal, wobei Platz eins das vermeintlich leichteste Los mit dem Nord-Vierten bei der Endrunde im Viertelfinale nach sich ziehen würde.


Schrüfer rück auf

Die SG Coburg selbst muss wieder auf Sandro Schrüfer aus der 2. Mannschaft zurückgreifen, der als Nummer drei ins Rennen gehen wird, was seine jeweils 391 Ringe in bisher zwei Erstliga-Einsätzen vorschreiben. Anführen wird das Team Routinier Jürgen Wallowsky, gefolgt von Manuel Wittmann. Die Trumpfkarten scheinen Lorenz Gluth an vier und Katharina Stang an fünf zu sein.
Bei Lorenz Gluth wird die verpasste EM-Chance vom letzten Wochenende kein Hemmschuh sein, darüber ist sich Dieter Bassing sicher: "Lorenz hat bei diesem Wettkampf sicher noch dazu gelernt und vor allem sich mit seinem neuen Gewehr noch besser angefreundet."
In jedem Fall sind die fünf aktuellen Schützen gut vorbereitet und eine "Trotzreaktion" soll für den deutschen Meister wieder die Endrunde in Hessen bringen.


Zwei Absteiger

Absteigen müssen auch zwei Teams aus dem Feld der zwölf Mannschaften. Schlechte Karten hat Gastgeber SV Schropp mit bisher 2:16 Punkten. Davor sind der SV Afalterbach und Großaitingen (je 4:14) am stärksten gefährdet, die beide bei der SSVG Brigachtal ihre letzten beiden Kämpfe ausschießen.


Auch die 2. gegen München

Am Sonntag, 17. Januar, beschließt auch die 2. Mannschaft der SG Coburg in der 2. Bundesliga Süd ihre Runde. Sie trifft ebenfalls auf die beiden Münchner Klubs mit deren Reserven
Als Letzter (4:14 Punkte) haben es die Coburger schwer, die Klasse noch zu halten, zumal auch da das Fehlen der Ausländer in der 1. Mannschaft sich auswirkt.
Die Kämpfe der SG Coburg II beginnen in Weichengereuth um 9.30 Uhr und um 17 Uhr.
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