Coburg
Basketball ProB

Carsten Richter ist neuer Sportlicher Leiter beim BBC Coburg

Carsten Richter übernimmt die Position des Sportlichen Leiters und tritt damit in die Fußstapfen von Matt Haufer, der im Sommer die gleiche Position bei Bundesligist Medi Bayreuth angetreten hatte.
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Carsten Richter
Carsten Richter

Nicht nur auf dem Feld hat sich der BBC Coburg vor der neuen Saison in der ProB Süd neu aufgestellt: Carsten Richter übernimmt die Position des Sportlichen Leiters und tritt damit in die Fußstapfen von Matt Haufer, der im Sommer die gleiche Position bei Bundesligist Medi Bayreuth angetreten hatte. "Für einen Standort wie Coburg ist ein sportlicher Leiter unerlässlich. Carsten Richter kennt sich im Basketball und in der Region gut aus, ist vernetzt und hat Ideen, um den BBC weiter voranzubringen. Wir konnten uns in den letzten Wochen ein gutes Bild von seiner Tatkraft machen und sind zuversichtlich, mit ihm eine gute Wahl für den Coburger Basketball getroffen zu haben", lobt Wolfgang Gremmelmaier, der Geschäftsführer des BBC Coburg den neuen Mann.

Der bisherige berufliche Schwerpunkt des 29-Jährigen lag in der Medienbranche, sein Herz gehört allerdings schon lange dem Basketball: als Trainer ist er beim TTL Bamberg und der DJK Eggolsheim aktiv, war zudem Teil des Kampfgerichts in Bamberg und ist auch bereits in Coburg in Erscheinung getreten. Ursprünglich kommt Richter jedoch nicht aus der Basketball-Hochburg Oberfranken, sondern aus Mecklenburg-Vorpommern - schon fast eine Diaspora für Korbjäger.

Die erste Liebe galt dem Tennis

Der Mann mit dem markanten Bart schmunzelt: "Ursprünglich war ich Tennisspieler und habe in Rostock das CJD Christopherus-Gymnasium, eine Eliteschule des Sports, besucht. Irgendwann ist mir aber die Lust am Tennis vergangen und Basketball war im Kommen. Interessiert hat es mich schon immer, aber rund um den dritten Platz der Nationalmannschaft bei der WM 2002 in den USA hat es mich so richtig gepackt."

Im Jugendbereich spielte Richter dann für den EBC Rostock, der Keimzelle des heutigen Zweitligisten Seawolves, und schaffte es zum Bundesjugendlager, einer Sichtungsmaßnahme des DBB. Doch frühzeitig verlegte er sich aufs Coaching und andere wichtige Tätigkeiten rund um das Spiel: "Anne Panther war meine Mentorin am Kampfgericht", sagt Richter lachend über gemeinsame Zeiten mit der deutschen Top-Schiedsrichterin.

So kam er dann auch nach Coburg: "Ich war aufgrund meiner Erfahrungen in Bamberg nach dem Aufstieg des BBC in die ProB als Berater für das Kampfgericht und das Scouting erstmals hier. Damals wurde die Lizenzierung der Kampfrichter nötig, und ich saß häufiger auch selbst am Tisch. Da habe ich mich viel und oft mit Matt Haufer, Melanie Böhm und Wolfgang Hörnlein ausgetauscht, nicht nur über das Kampfgericht, sondern auch über andere Dinge rund um den Coburger Basketball."

Weiter Trainer in der Bayernliga

Zwei Jahre später sollte daraus dann eine Jobmöglichkeit werden, als Böhm und Hörnlein, die Verantwortlichen des Stammvereins, auf ihn zukamen und ihn fragten, ob er sich den Job als Sportlicher Leiter vorstellen könne. Seit wenigen Wochen ist Basketball nun sein Vollzeitjob: "Meine Aufgaben umfassen ein breites Spektrum: Von den Lizenzanträgen über Kommunikation mit der Liga bis hin zur Koordinierung von Terminen für Spieler und Trainer - eigentlich fast alles außer der Buchhaltung." Dazu kommen auch weiterhin viele Fahrten die A73 hinunter - den Posten als Cheftrainer der Bayernliga-Mannschaft in der Kooperation von TTL Bamberg und DJK Eggolsheim behält Richter, trotz der anspruchsvollen Aufgabe als Sportchef in Coburg, auch weiterhin: "Es ist nicht leicht: Aber das Training findet zum Glück immer abends statt, so dass es zwar Stress ist - aber machbar."

Bei seiner Vision für den BBC in einem Jahr hat Richter klare Vorstellungen: "Wir wollen den Klassenerhalt in der ProB schaffen, vor allem aber wollen wir die Strukturen abseits des Spielfeldes festigen. Der Coburger Basketball hat sportlich in den letzten fünf Jahren ein absolutes Hoch erlebt, nun muss das Drumherum nachziehen. In einem Jahr wollen wir den nächsten Schritt zu einem echten Profiteam gemacht haben, klarere Abläufe haben und so die Voraussetzungen für den Sport verbessern."

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