Creidlitz
Billard

Billardfreunde Creidlitz feiern größten Erfolg

Das Team qualifiziert sich sensationell für die Play-offs zur deutschen Meisterschaft. Das Creidlitzer Quartett spielten eine fantastische Punktrunde.
Artikel drucken Artikel einbetten
Arnd Riedel war für die Billardfreunde Creidlitz ein äußerst wertvoller Neuzugang. Während der Punktrunde zeigte er kaum Schwächen und kann auch in den Play-offs zur Trumpfkarte werden. Fotos: CT-Archiv
Arnd Riedel war für die Billardfreunde Creidlitz ein äußerst wertvoller Neuzugang. Während der Punktrunde zeigte er kaum Schwächen und kann auch in den Play-offs zur Trumpfkarte werden. Fotos: CT-Archiv
Mit einem glanzvoll erspielten Auswärtssieg im letzten Spiel gegen den BC Oberursel gelang den Billardfreunden Creidlitz im Jahr ihres 60-jährigen Jubiläums eine Sensation: der vierten Tabellenplatz in der Abschlusstabelle berechtigt das Team zur Teilnahme an der Endrunde der deutschen Meisterschaft im Mehrkampf.

Dafür werden nur die vier besten Mannschaften Deutschlands zugelassen. Das ist vorläufig der größte Erfolg in der Geschichte der Billardfreunde.

Im letzten Auswärtsspiel beim BC Oberursel startete Folker Koch in der Disziplin Einband (100 Points/20 Aufnahmen) gegen den hessischen Meister Wolfgang Fiebig. Mit einem fulminanten Start und einer Serie von 15 Points erwischte Folker Koch seinen Gegner gleich auf dem falschen Fuß. Konzentriert zog Koch sein Spiel durch und gewann souverän mit 40:20 Punkten in 20 Aufnahmen. Somit waren die ersten Punkte sicher eingefahren.


Orttmann zelebriert sein Spiel

Die zweite Partie der ersten Runde spielte Manuell Orttmann in der Disziplin Freie Partie (300 Points/15 Aufnahmen) gegen den Routinier Jens Haimerl. Auch Manuel Orttmann, der ja auch in diesem Jahr die deutsche Meisterschaft in der Freien Partie gewann, spielte seine ganze Klasse aus, und es war eine Augenweite für die Zuschauer, wie er sein Serienspiel regelrecht zelebrierte. Mit deutlichen 300:143 Points in nur fünf Aufnahmen fegte er Haimerl buchstäblich vom Tisch. So waren die ersten vier Punkte gesichert. Jetzt lag es an Christian Dressel und Arnd Riedel, den Sack zuzumachen. Der ehemalige deutsche Jugendmeister Christian Dressel zeigte zum Abschluss noch einmal sein ganzes Können und lieferte sich mit seinem Gegner Felix Wittkopf im Cadre 71/2 (150 Points/15 Aufnahmen) eine durchweg spannende Partie, die er erst in der letzten Aufnahme noch gewann. Bis zu vorletzten Aufnahme führte sein Gegner noch mit vier Punkten Vorsprung. Aber mit Nervenstärke siegte er mit 60:49 Points in 15 Aufnahmen. Nun konnte Arnd Riedel im Cadre 47/2 (200 Points/15 Aufnahmen) gegen Stefan Henze sorglos aufspielen, da die Billardfreunde mit 6:0 Punkten schon als Sieger feststanden. Dies beflügelte ihn noch mehr und Riedel lieferte zum Saisonende noch einmal eine eindrucksvolle Partie ab, die seine gute Saison, die er für die Billardfreunde spielte, eindrucksvoll bestätigte.

Mit einer makellosen Weste und 8:0 Punkten sowie der Freude über die Teilnahme an der Endrunde zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft traten die Billardfreunde mit einigen mitgereisten Fans die Heimreise an.


Bronze bei der DM schon sicher

Da es bei den Play-offs keinen vierten Platz gibt, sondern nur zwei dritte Plätze ausgespielt werden, sind die Billardfreunde Creidlitz-Coburg schon jetzt unter den drei besten Teams Deutschlands in ihrer Disziplin.


Bezirksliga-Dreiband-Meister

Einen weiteren Titel fuhr die Mannschaft der Billardfreunde in der Dreibandmannschaftsmeisterschaft ein. Auch hier war es vor der Saison nicht absehbar, dass die Mannschaft bei dieser Leistungsdichte am Ende die Nase vorne haben wird. Die eingesetzten Spieler um den ehemaligen DDR-Meisterspieler Wolfgang Scheps, Stelios Katsibardis, Lutz Thiel, Folker Koch und Helmut Eber spielten ihre jahrzehntelange Erfahrung diesmal konsequent aus und wurden souverän Bezirksligameister, so dass sie nun in die Landesliga aufsteigen.


Landesliga: Mannschaftsmeister

Nach ihrem sagenhaften Aufstieg im letzten Jahr in die höchste bayerische Spielklasse wussten die Spieler Reinhard Mayer, Klaus Werner, Wolfgang Scheps und Helmut Eber schon genau, mit welchen Gegnern sie in dieser Klasse zu rechnen haben. So ist die Landesliga gespickt mit Spitzenspielern wie den drei Steinberger-Brüdern aus Kempten, die schon über Jahre mehrere deutsche Meistertitel erspielt haben und locker bei Spitzenmannschaften in der Bundesliga spielen könnten.
Dass die Messlatte hoch liegen würde, das wusste jeder vor Beginn der Saison. Aber da man so eine Chance auch nutzen sollte, gingen alle Spieler mit viel Elan und Herzblut an die Tische.

So standen am Ende sogar einige nicht erwartete Erfolgserlebnisse zu Buche wie der Heimsieg gegen den Tabellenzweiten Pfaffenhofen oder die Unentschieden in Neu-Ulm und Erlangen.

Da Horst Hoffarth, der maßgeblich am Aufstieg beteiligt war und mit sehr guten Leistungen aufwartete, nicht bereitstand in der Landesliga, war für alle Beteiligten klar, dass sein Ausfall als Frontspieler nicht kompensiert werden kann. Die Bundesligamannschaft hatte verständlicherweise Vorrang. In der neuen Saison ist Horst Hoffarth aber wieder mit von der Partie, sehr zur Freude seiner Mitspieler in der zweiten Mannschaft.


Lehrgeld bezahlt

Das Lehrgeld in der ersten Landesligasaison, das die Mannschaft um Spielführer Klaus Werner bezahlen muss, soll sich nun im zweiten Jahr auszahlen. Man will zumindest die letzten Plätze in dieser Liga verlassen, was dann als Erfolg zu werten wäre. Wichtig ist auch die Praxiserfahrung der Spieler, da sie auch als Ersatzspieler für die Bundesligamannschaft jederzeit zum Einsatz kommen könnten.


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren