Coburg
Basketball ProB

BBC Coburg hat mit Würzburg noch eine Rechnung offen

Der sportliche Abstieg des BBC wurde in Würzburg besiegelt, am Samstag startet das Team von Trainer Ulf Schabacker an gleicher Stelle in die neue Saison.
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Die Präsenz des neuen BBC-Centers Jason Penn (rechts, hier gegen den Bamberger Rob Ferguson) ist heute in Würzburg gefragt.  Foto: sportpress
Die Präsenz des neuen BBC-Centers Jason Penn (rechts, hier gegen den Bamberger Rob Ferguson) ist heute in Würzburg gefragt. Foto: sportpress

Es sind eher unangenehme Erinnerungen, die der BBC Coburg mit der engen Sporthalle an der Würzburger Feggrube verbindet. Immerhin manifestierte sich hier am 15. April dieses Jahres der sportliche Abstieg aus der ProB mit einer 78:90-Niederlage gegen eine mit mehreren Bundesliga-Doppellizenzlern verstärkte Mannschaft der Mainfranken.

Gute fünf Monate später starten die Coburger ausgerechnet an diesem Ort am Samstag um 20 Uhr in ihre zweite Chance in Deutschlands dritthöchster Spielklasse. Bei näherem Hinsehen jedoch bleibt von der Geschichtsträchtigkeit nicht allzu viel übrig, denn die Gesichter beider Teams haben sich auf wie neben dem Parkett seither mehr oder weniger deutlich verändert.

Umbruch in Würzburg

Auf Seiten der Gastgeber steht mit Eric Detlev ein neuer Cheftrainer in der Verantwortung. Der 42-Jährige kam von den Fraport Skyliners Frankfurt und gilt als Experte für die Entwicklung junger Talente.

Mit den US-Amerikanern Miles Jackson-Cartwright und Garrett Jackson sowie den deutschen Center-Hoffnungen Leon Kratzer und Dejan Kovacevic haben die vier besten Punktesammler der Vorsaison ihre Zelte am Untermain allesamt abgebrochen. Unterschätzen sollten die Oberfranken die junge Würzburger Bundesliga-Reserve aber keineswegs. Immerhin ist mit Kapitän Julian Albus ein Erstliga-erfahrener Flügelspieler weiter mit von der Partie. Der Distanzwurfspezialist war mit sechs Treffern von außen ein entscheidender Faktor im erwähnten Schicksalsspiel vom April. "Letzte Saison waren es vier harte Spiele gegen Coburg, und das wird dieses Jahr sicher auch wieder so sein", sagt Albus: "Ich schätze Coburg stärker ein als in der letzten Saison."

Das sieht Würzburgs Co-Trainer Sepehr Tarrah ähnlich: "Die Coburger sind sehr stark und tief besetzt, spielen schnell nach vorne und suchen den frühen Abschluss. Daher wird sehr viel auf unsere Teamverteidigung ankommen."

Bei den Unterfranken gesellt sich neben Albus mit Dexter Sienko ein enorm vielseitiger US-Forward, der in Brettnähe operieren, aber auch aus der Distanz Gefahr ausstrahlen kann. Die deutschen Jugendnationalspieler Badu Buck (wird wohl verletzungsbedingt fehlen), Philipp Hadenfeldt und Fynn Fischer, der dem BBC noch aus seiner Zeit beim MTSV Schwabing bekannt ist, komplettieren einen hoch veranlagten Kader.

Franceschi und Krause fraglich

Auch beim BBC hat sich in der Sommerpause, wie berichtet, einiges getan. Allerdings bangt Trainer Ulf Schabacker vor dem Saisonauftakt gleich um zwei seiner Neuverpflichtungen: Während Kevin Franceschi sich mit Hüftproblemen herumplagt, hat sich Dreierspezialist Daniel Krause im Training unter der Woche zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit den Rücken verrenkt. Beide sind für die Ligapremiere fraglich.

Nichtsdestotrotz gehen die Vestestädter optimistisch ins Frankenderby. "Ein gelungener Start würde uns das Momentum geben für die kommenden Partien. Wenn wir die nötige Intensität aufs Feld bekommen, kann etwas möglich sein", betont BBC-Coach Ulf Schabacker. Dafür ist auch die Unterstützung der treuen Coburger Fans vonnöten. Abfahrt des BBC-Fanbusses ist am Samstag um 17.30 Uhr an der HUK-Arena. Kurzentschlossene, die zum Treffpunkt kommen, haben gute Chancen, sich noch einen Platz zu ergattern.



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