Coburg
Basketball

BBC Coburg bleibt wohl in der ProB

Die Coburger werden trotz des sportlichen Abstiegs aller Voraussicht nach auch in der nächsten Saison in der dritthöchsten deutschen Spielklasse antreten.
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Dürfen die BBC-Akteure Christopher Wolf, Eividas Molosciakas, Sinan Özdil und Yasin Turan (von links) auch in der nächsten Saison in der Coburger HUK-Arena in der ProB antreten?  Foto: Hagen Lehmann/Archiv
Dürfen die BBC-Akteure Christopher Wolf, Eividas Molosciakas, Sinan Özdil und Yasin Turan (von links) auch in der nächsten Saison in der Coburger HUK-Arena in der ProB antreten? Foto: Hagen Lehmann/Archiv
Den Krimi um den sportlichen Klassenerhalt in der dritthöchsten deutschen Spielklasse, der ProB, hat der BBC Coburg im April in der Abstiegsrunde verloren, der zweite Krimi außerhalb des Basketball-Parketts scheint für die Coburger ein gute Ende zu nehmen. So ist davon auszugehen, dass die Coburger trotz des Abstiegs auch in der Spielzeit 2018/19 in der ProB starten werden.

Möglich wird das durch die geplante Übertragung des Teilnahmerechts des sportlichen ProB-Aufsteigers Rockets Gotha II auf den BBC Coburg. Diesen Antrag haben die zwei Klubs der Liga vor wenigen Tagen vorgelegt. Vertreter aller ProB-Klubs werden am Samstag und Sonntag bei einer Ligatagung in München über das Vorhaben abstimmen. Gibt es eine einfache Mehrheit für den Antrag, starten die Coburger in der nächsten Spielzeit sicher in der ProB. Ist dies nicht der Fall, gibt es keinen Nachrücker, und eine der beiden ProB-Staffeln startet mit nur elf statt zwölf Teams.


Gemeinsame Pläne mit Rockets

Eine mögliche Zusammenarbeit zwischen den Rockets Gotha, die mit ihrer ersten Mannschaft aus der 1. Liga abgestiegen und mit der "Zweiten" in die ProB aufgestiegen sind, und dem BBC Coburg hat sich bereits vor zwei Monaten angedeutet. "Die Gothaer sind recht früh an uns herangetreten und haben diverse Vorschläge und Planspiele vorgebracht", erklärt Matthias Haufer, Sportlicher Leiter beim BBC Coburg. Ein Planspiel war, dass die Coburger das Startrecht der zweiten Rockets-Mannschaft übernehmen und als Farmteam der Gothaer-Bundesliga-Mannschaft fungieren. Dieses Szenario wurde spätestens vor zwei Wochen hinfällig, als die Rockets bekanntgaben, dass sie nach dem Abstieg aus der 1. Liga aus wirtschaftlichen Gründen - der langjährige Hauptsponsor Oettinger ist im Dezember ausgestiegen - auch das Startrecht in Liga 2 (ProA) nicht wahrnehmen werden. Zu diesem Zeitpunkt ließen die Rockets allerdings noch offen, ob sie ihre ProB-Lizenz selbst wahrnehmen oder wie bereits frühzeitig geplant, dem BBC Coburg zu übertragen.

Am Montagabend verkündeten die Rockets schließlich, dass sie aufgrund der unzureichenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen auch auf ihr Startrecht in der ProB verzichten und in der neuen Saison in der 2. Regionalliga antreten. Eine Schocknachricht für die thüringischen Basketball-Fans, eine große Chance für die Entwicklung des Basketballs in der Vestestadt. "Es war ein unglaubliches Hin und Her in den vergangenen Wochen, zwischenzeitlich dachten wir schon, die Sache hätte sich erledigt", so Haufer.

Die wochenlange Hängepartie, in welcher Liga der BBC unter seinem neuen Trainer Ulf Schabacker 2018/19 spielt, wird am Sonntag jedenfalls beendet sein. Eine Prognose über den Ausgang der Abstimmung möchte Haufer zwar nicht abgeben, aber glaubt, dass es im Interesse aller Vereine wäre, mit voller Sollstärke (zwölf) in die Saison zu gehen. "Unabhängig von der Entscheidung können wir ab Sonntag die Mannschaft planen, bisher war das relativ schwierig", sagt Haufer, der zwar mit allen Akteuren schon Gespräche über ihre Zukunft führte, aber aufgrund der unklaren Ligazugehörigkeit noch nichts fixieren konnte. Fakt ist, dass der personelle Umbruch bei einer neuerlichen ProB-Teilnahme kleiner ausfallen wird. Max von der Wippel, Christopher Wolf, Eividas Molosciakas, Matthias Fichtner und Yasin Turan haben Verträge, die nur in der ProB gültig sind. "Man kann davon ausgehen, dass uns diese fünf Spieler erhalten bleiben würden", sagt Haufer.


Heyder gründet neue GmbH mit

Neben dem Coburger Antrag wird bei der Ligatagung der ProA und ProB noch über zwei weitere mögliche Lizenz-Übertragungen abgestimmt. Die freigewordene ProA-Lizenz der Rockets Gotha sollen die Artland Dragons (ProB) übernehmen. Deren ProB-Spiellizenz soll auf die neu gegründete XXL Baskets GmbH mit Sitz in Erfurt übertragen werden. Zu den Gesellschaftern gehört übrigens auch Wolfgang Heyder, der das Ziel des höherklassigen Basketballs in der Region Erfurt auch nach dem Rockets-Aus anscheinend noch nicht aufgegeben hat.

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