Witzmannsberg
Tennis

Australian Open: Krawietz peilt im Doppel zweite Runde an

An der Seite des Weltranglisten-14. Nikola Mektic greift der Witzmannsberger Tennisprofi am Mittwoch nach seinem ersten Sieg in Melbourne.
Artikel drucken Artikel einbetten
Kevin KrawietzImago
Kevin KrawietzImago

Die Australian Open gehen für den Witzmannsberger Tennisprofi Kevin Krawietz in die zweite Runde. Schien die Melbourne-Premiere für den 26-Jährigen mit dem Ausscheiden in der ersten Einzel-Qualifikationsrunde gegen den Argentinier Marco Trungelliti (4:6, 2:6) am letzten Mittwoch ein frühes Ende zu nehmen, bekommt Krawietz nun eine zweite Chance im Doppel-Hauptfeld. Am Mittwoch (voraussichtlich 11 Uhr Ortszeit/ 1 Uhr MEZ) treffen Krawietz (Doppel-Weltrangliste: 70) und sein kroatischer Partner Nikola Mektic (14) in der ersten Runde auf den Inder Jeevan Nedunchezhiyan (73) und Nicholas Monroe (65/USA).

Sportlich hatte Krawietz die Doppel-Qualifikation mit seinem Kölner Partner Andreas Mies zwar knapp verpasst, doch jetzt profitierte er von einer Verletzung eines befreundeten Spielers. Der 38-jährige Österreicher Alexander Peya (Position 17) verletzte sich am Ellbogen, fällt mindestens für ein halbes Jahr aus und musste folglich seine Teilnahme am ersten Grand-Slam-Turniers des Jahres kurzfristig absagen. Sein gewöhnlicher Doppelpartner Mektic machte sich auf die Suche nach einem Ersatz und wurde in Krawietz, der noch in Melbourne weilte, fündig. "Für Alex Peya tut es mir mir mega leid. Ich muss ihm einfach danke sagen, dass er weiterkommuniziert hat, dass ich auf der Suche nach einem Doppelpartner war", sagt Krawietz. "Ich bin super happy, dass ich noch so kurzfristig mitspielen kann."

Der Witzmannsberger will am Mittwoch sein wahres Können unter Beweis stellen, nachdem er vor einer Woche im Einzel nicht seinen besten Tag erwischte.

Mektic gehört zu den Weltbesten

Mit dem 30-jährigen Kroaten hat Krawietz nun einen der besten Doppelspieler der Welt an seiner Seite. Im Vorjahr erreichte Mektic mit Peya das Halbfinale der French Open und jeweils die dritte Runde bei Wimbledon und den US Open. "Da wir jetzt das erste Mal miteinander spielen, können wir noch nicht so viel erwarten, aber wir werden versuchen, gut zu harmonieren und uns ins Turnier reinzuspielen", sagt Krawietz, der Mektic in den letzten Jahren vor allem bei Challenger-Turnieren im Einzel gelegentlich über den Weg gelaufen ist. Intensiviert haben die beiden ihren Kontakt aber erst in den letzten Tagen. "Um sich auf dem Court wohlzufühlen, hilft es, viel zu kommunizieren und Zeit miteinander zu verbringen. Wir haben einige Trainingsmatches gegen andere Doppel gespielt, das sah schon gut aus", so Krawietz.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren