Neustadt bei Coburg
Fußball-Kreisliga Coburg

Adler sinnen gegen Großgarnstadt auf Revanche

Im Hinspiel war der FC Weidhausen in Großgarnstadt ohne Chance, am Sonntag ist mit einem offenen Schlagabtausch zu rechnen. Das Toptrio steht vor lösbaren Aufgaben.
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Das Hinspiel Mitte August zwischen dem SV Großgarnstadt um André Carl (links) und dem FC Adler Weidhausen mit Justus Hofmann entschied der SV mit 4:2 für sich.  Foto: Lisa Hümmer
Das Hinspiel Mitte August zwischen dem SV Großgarnstadt um André Carl (links) und dem FC Adler Weidhausen mit Justus Hofmann entschied der SV mit 4:2 für sich. Foto: Lisa Hümmer

Die Fußball-Kreisliga Coburg entwickelt sich zur Zweiklassengesellschaft. Für die Teams bis Platz 8 geht es um den Aufstieg, ab dem neunten Rang beginnt das Zittern. Den Achtplatzierten, TSV Staffelstein, und den Neunten, FC Coburg II, trennen bereits sieben Punkte.

Spitzentrio mit lösbaren Aufgaben

Spitzenreiter TSV Meeder (40 Punkte) gastiert am Sonntag um 14 Uhr in Grub (12. Platz/18) und ist eindeutig in der Favoritenrolle. Trotz einiger Ausfälle geht Coach Bastian Bauer optimistisch in die Partie. Hinter dem Einsatz von Moritz Gemeinder steht ein dickes Fragezeichen (Kopf-/Nackenverletzung). Auch wenn auf dem Papier kaum etwas für den "David" spricht, wird das Gruber Trainerduo seinen Mannen vor der Partie ordentlich einheizen, um vielleicht doch die Überraschung zu schaffen. Dabei mag der TSV Grub keine halben Sachen. In 17 Spielen hat der Tabellenzwölfte noch kein einziges Mal unentschieden gespielt (sechs Siege, elf Niederlagen).

Die TSG Niederfüllbach (2./33) will am Sonntag (14 Uhr) mit einem Sieg gegen den SV Bosporus (11./19) Platz 2 festigen. Die Coburger stehen im hinteren Mittelfeld und werden gegen das spielstarke Ensemble um Torjäger Christian Fischer in erster Linie auf Konter setzen.

Der Überraschungsdritte, SV Türkgücü Neustadt (33 Punkte), gibt am Samstag um 14 Uhr seine Visitenkarte beim TV Ebern (13./18) ab. Die Spielertrainer Ali Civelek und Hüseyin Güdek haben es geschafft, eine funktionierende Einheit zu formen, die sich aktuell sehr formstark präsentiert. Neun der letzten zehn Spiele konnten die Neustadter Bullen für sich entscheiden.

Zwei Verfolgerduelle

Noch mehr Spannung versprechen zwei Verfolgerduelle: Der SV Großgarnstadt (7./28) empfängt am Sonntag (14 Uhr) die Adler aus Weidhausen (5./29). Vor allem Sebastian Knoch ist bei den Blaugelben in Galaform: Der Knipser erzielte fünf Treffer in den letzten drei Spielen. Aber auch auch Daniel Jahn, Jan Weihermüller und Maurizio Turturro, die Kanoniere von Spielertrainer Gerardo Cannone, sind in bester Verfassung, so dass sich ein offener Schlagabtausch andeutet.

Auch beim Duell zwischen dem VfB Einberg (4./32) gegen den TSV Staffelstein (8./27) sind am Sonntag (14 Uhr) Tore vorprogrammiert, denn Kevin Skiba (17 Tore) und Simon Fischer (21) treffen im Schnitt mindestens einmal pro Partie.

TSVfB will Rote Laterne abgeben

Die SG Mönchröden/Rödental (14./16) empfängt am Samstag um 14 Uhr den TSV Pfarrweisach (10./19) und könnte mit einem Dreier die Relegationsplätze verlassen. Die Gäste wollen sich dagegen mit einem Punktgewinn ein kleines Polster zu den Abstiegsrängen erarbeiten.

Ein echtes Kellerduell steigt beim TSVfB Krecktal am Sonntag (14 Uhr): Das Tabellenschlusslicht (10 Punkte) empfängt den Vorletzten SF Unterpreppach (11). Der Verlierer könnte am Sonntagabend im schlimmsten Fall bereits neun Punkte hinter den Relegationsplätzen stehen.

Interview mit Lars Müller, Trainer des FC Coburg II

Die Landesliga-Reserve des FC Coburg verschaffte sich mit dem 5:2-Heimsieg zuletzt über die SG Mönchröden/Rödental etwas Luft in der Kreisliga Coburg und will am Sonntag um 14 Uhr gegen den TSV Heldritt nachlegen. Das Tageblatt hakte bei Trainer Lars Müller nach. Herr Müller, der FC Coburg II rangiert im hinteren Mittelfeld auf Rang 9. Wie zufrieden sind Sie mit den Leistungen und woran hapert es noch?

Lars Müller: Wir wollten sicher eine andere Rolle spielen, aber Verletzungen und andere Umstände ließen bisher keine bessere Punktausbeute zu. Natürlich wusste ich vorher, dass ich keine eingespielte Mannschaft haben werde, aber wir waren wirklich noch nie in der Lage, die gleiche Elf aufzustellen und müssen jede Woche improvisieren.

Mit 47 Treffern stellen Sie den zweitbesten Angriff, allerdings erzielen vor allem die Routiniers die Tore. Haben die U23-Kicker nicht den richtigen Killerinstinkt?

Natürlich sind wir froh, den einen oder anderen erfahrenen Spieler in den Reihen zu haben, der auch Tore macht. Aber ich kann versichern, dass auch die jungen Spieler wissen, wo das Tor steht. Im Training beweisen sie dies Woche für Woche, im Spiel ist es oft Kopfsache. Wir wollen den Ball oft noch querlegen oder einfach einmal zu oft abspielen, anstatt den direkten Weg und Abschluss zu suchen.

Wie gehen Sie die Partie in Heldritt an?

Personell werden wir am Donnerstag unsere Aufstellung machen und natürlich noch schauen, wie es am Samstag im Landesligakader aussieht. Generell müssen wir wieder Disziplin an den Tag legen. Im Hinspiel konnten wir gewinnen und daher vermute ich, dass der TSV sich revanchieren möchte. Aber da müssen wir dagegenhalten und dann können wir auch dort gewinnen.

Der Trainerstuhl des Landesligateams ist noch nicht fest vergeben. Wäre das ein Thema für Sie?

Wir haben diesbezüglich noch keine Gespräche geführt, und im Moment konzentriere ich mich auf meine Aufgabe. Mit Frederic Martin habe ich ein gutes Verhältnis. Wie schon unter Lars Scheler bereiten wir die gemeinsamen Trainingseinheiten zusammen vor und können voneinander lernen und profitieren. Was in der Zukunft geschieht, wird man dann sehen.

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