Coburg
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Zweimal fehlte nur ein Hauch

Die SG Coburg verlor das Viertelfinale bei der deutschen Endrunde mit dem Luftgewehr gegen den Favoriten Hubertus Elsen mit 2:3.
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Auf sie war auch bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft Verlass: Katharina Stang gewann ihr Duell an Position fünf mit guten 389 Ringen.
Auf sie war auch bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft Verlass: Katharina Stang gewann ihr Duell an Position fünf mit guten 389 Ringen.
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Der Viertelfinalkampf bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft im hessischen Rotenburg zwischen der SG Coburg und Hubertus Elsen ist beendet - fast. Denn es steht 2:2 und ein Duell, das an den Positionen eins steht Unentschieden.
Der Steckschuss muss die Entscheidung zwischen Nikola Mazurova und Sonja Pfeilschifter bringen, nachdem beide ihre Serie mit jeweils 395 Ringen abgeschlossen haben. Die ersten beiden Schüsse unterstreichen die Klasse der Kontrahentinnen: 10:10. Doch dann fehlte der Coburger Nummer eins der Hauch eines Millimeters - es wird "nur" eine neun. Sonja Pfeilschifter lässt sich diese Chance nicht entgehen, feuert exakt ins Schwarze. Sie und ihre Mannschaft jubelt, denn der Weg ins Halbfinale ist für den Nord-Meister Realität.


Es war schon bitter

Bei Mazurova und dem Rest der Mannschaft herrscht Entsetzen, Trauen und ungläubiges Kopfschütteln.
Doch Vorwürfe gibt es keine, weder an Mazurova oder an Jürgen Wallowsky oder Manuel Wittmann, die ihre direkten Duelle verloren hatten.
Es hatte einfach dieses Mal nicht sein sollen. Manager und Trainer Dieter Bassing gabt sich nach einigen Minuten auch etwas gefasster: "Wir können nicht jedes Jahr deutscher Meister werden. Mit dem Erreichen der Endrunde hier im hessischen Rotenburg haben wir unser Saisonziel erreicht. Letztlich sind wir am Favoriten gescheitert und das auch nur hauchdünn."
Natürlich gibt es bei so einer Niederlage genügen Ansatzpunkte, um den Wettkampf genauer unter die Lupe zu nehmen. Klar war aber, dass Wallowsky und Wittmann keine Chance hatten. Ebenso sicher behaupteten sich Lorenz Gluth und Katharina Stang.


400 Ringe im Halbfinale

Da waren aber die relativ geringen Ringzahlen im Einser-Duell, in dem Mazurova natürlich mehr kann, als es die 395 Ringe auswiesen. Gleiches gilt aber auch für Sonja Pfeilschifter, die auch schon 400 Ringe aus ihrem Luftgewehr herauskatapultierte, wie sie es auch dann im Halbfinale gegen Petersaurach auch noch am gleichen Ort tat.
Da setzte sich Hubertus Elsen auch klar mit 3:1 durch und stand im Finale. Der Gegner kam ebenfalls aus der Nordstaffel, denn die "Freiheit" setzte sich zunächst überraschend gegen Den Bund München durch und sprang auch im Halbfinale über den nächsten Münchner Schatten, der HSG hieß.
Im Finale behielt schließlich Hubertus Elsen auch die Oberhand und wurde verdient deutscher Meister in der Mannschaft mit dem Luftgewehr.
Die Coburger Mannschaft blieb nach ihrer Viertelfinalniederlage in Rotenburg und Zeuge der Endrunde. Allein Nikola Mazurova war schnell verschwunden, hatte sie doch auch eine lange, fast siebenstündige Heimfahrt vor sich.


Es wird neu angegriffen

Zu früh war es nicht nur für Dieter Bassing, Fragen nach der nächsten Saison zu beantworten. Klar ist aber, dass die SG Coburg, für die auch Oberschützenmeister Hans-Herbert Hartan wieder beim Finale dabei war, erneut in der Südstaffel angreifen wird, schließlich ändert die Viertelfinalniederlage nichts daran, dass das Team aus der Vestestadt nicht nur nach seinen drei Titeln zu den besten deutschen Teams zählt.
Allein die neue Besetzung der Mannschaft könnte spannend werden.
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