Coburg

Vier Sekunden fehlten zum Sieg

Der HSC 2000 Coburg II kassierte gegen "Angstgegner" HaSpo Bayreuth kurz vor dem Ende noch das 29:29. Zehn Treffer von Anderson und acht von Karapetjan reichten nicht, um die Siegerserie fortzusetzen.
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HSC-Trainer ralf Baucke musste in den letzten Minuten tatenlos mit ansehen, wie seine Mannschaft noch den Ausgleichstreffer gegen Bayreuth kassierte; rechts der achtfache Torschütze Hajck Karapetjan, der phasenweise seine außergewöhnliche Klasse andeutete. Fotos: Albert Höchstädter
HSC-Trainer ralf Baucke musste in den letzten Minuten tatenlos mit ansehen, wie seine Mannschaft noch den Ausgleichstreffer gegen Bayreuth kassierte; rechts der achtfache Torschütze Hajck Karapetjan, der phasenweise seine außergewöhnliche Klasse andeutete. Fotos: Albert Höchstädter
Nach einem Zwischenhoch zu Beginn der zweiten Halbzeit ging es in der Bayernligapartie für die Reserve des HSC 2000 Coburg am Freitagabend in der Angerhalle gegen HaSpo Bayreuth fast noch schief. Die Gäste entführten mit einem Tor wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff zum 29:29 tatsächlich einen Punkt vom favorisierten Tabellenführer.
Bayreuth hielt sich damit im engen Verfolgerfeld des Spitzentrios (je 14:10 Punkte) der Liga, das weiterhin, nun aber "nur" noch mit vier Punkten Vorsprung vom HSC 2000 Coburg II (21:3) vor Friedberg (17:7) und Erlangen II (16:8) souverän angeführt wird.
Vier Wochen lang hat die Coburger Reserve nun Pause, denn erst am zweiten Wochenende im neuen Jahr geht es mit der Partie bei der TG Landshut mit dem letzten Vorrundenspieltag in der Liga wieder weiter.
Ganz schlechte Aussichten bleibt den "Kellerkindern" TuS Fürstenfeldbruck II (22:32 gegen HC Erlangen II) und TSV Allach 09 (23:28 gegen SG DJK Rimpar
II), die mit sechs und fünf Punkten Abstand bereits vor der Rückrunde als Absteiger bezeichnet werden können.


HSC 2000 Coburg II gegen
HaSpo Bayreuth 29:29 (14:12)

Vier Sekunden fehlten der HSC-Reserve zur Fortsetzung ihrer Siegesserie, die durch eine weitere kleine Unaufmerksamkeit im Spiel in der Angerhalle von HaSpo Bayreuth jäh beendet wurde. Nicht unverdient, was unisono aus Coburger Sicht beurteilt wird, denn die Gäste ließen sich das ganz Spiel über nicht abschütteln und "verdauten" sogar einen Fünf-Tore-Rückstand nach der Pause mit Bravour.
Andererseits aber auch ein gutes Zeichen für die Coburger, die nach teils kräftigen Niederlagen in vier aufeinander folgenden Pflichtspielen gegen HaSpo diesesmal nicht erneut verloren.
Dabei sah es fast das ganze Spiel über sogar nach einem Heimsieg aus, denn die Gäste kamen vor der Pause nur beim 2:2 und 11:11 nach steter HSC-Führung zum Gleichstand.
"Wir waren heute nicht ganz so drauf wie ich es erwartet hatte", so Trainer Ralf Baucke, viele Fehlpässe hemmten das Coburger Angriffspiel, während die Abwehr mit den tollen Paraden von Torwart Jonas Faber in Halbzeit 1 meist "Herr der Lage" war und den stets gefährlichen Gegner auf Distanz hielt. Nach dem Wechsel und einer kurzen Anlaufzeit dann ein besseres Bild der Angreifer, die nun wesentliche konzentrierter agierten und diesmal vom starken Johan Andersen (10 Tore) und zahlreiche Assists sowie Karapetjan (8) angetrieben wurden. Die fast schon gewohnt gute Phase hielt jedoch nur einer zeitlang an, in der sich die HSCler über 17:14 und 21:16 mit fünf Treffern erfolgsversprechend auch absetzten.
Plötzlich bliesen die Bayreuther aber zur Gegenattacke, hatten einen 5:1-Lauf gegen die nun unaufmerksamer wirkenden Gastgeber, der beim 22:22 den nächsten Gleichstand quittiert bekam, ohne dass es vorerst noch schlimmer wurde. Mit 25:23 hatte der HSC die Nase wieder vorn, ohne den Vorteil weiter sichern zu können.
In einer tollen Endphase glich Bayreuth den 26:25-Vorsprung des HSC aus und sorgte vier Sekunden vor dem Ende für den verdienten Gleichstand. Erfreulich war die faire Gangart beider Parteien, gemessen am hohen kämpferischen und auch körperlichen Einsatz aller Akteure. "Wir haben einfach zu viele Bälle verschenkt", so Abwehrrecke Jonathan Rivera, der ebenso wie viele seiner Mitspieler der Meinung war, dass es ein leistungsgerechtes Ergebnis war.


Stimme zum Spiel

HSC-Routinier Jonathan Rivera: Kompliment an die Bayreuther, von deren Einsatzwillen wir etwas lernen konnten. Deshalb haben wir die Partie auch nicht gewonnen, obwohl wir zwischenzeitlich mit einer guten Leistung schon auf einem vermeintlich sicheren Weg waren.

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