Coburg

Unbändiger Kampfgeist der VSG

Die 13:15-Niederlage im Tiebreak war für die VSG Coburg/Grub in Lüneburg bitter, auch wenn sie einen Punkt in der Tabelle der Volleyvall-Bundesliga brachte.
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Dylan Davis freut sich hier nach einer gelungenen Blockaktion für die VSG Coburg/Grub im Spiel in Lüneburg. Am Ende verloren die Gäste den TIEbreak mit 13:15. Foto: Jürgen Teuber
Dylan Davis freut sich hier nach einer gelungenen Blockaktion für die VSG Coburg/Grub im Spiel in Lüneburg. Am Ende verloren die Gäste den TIEbreak mit 13:15. Foto: Jürgen Teuber
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Die VSG Coburg/Grub bot beim Tabellenfünften in KLüneburg einen großen Kampf. Erst im Tie-Break musste die Entscheidung fallen und da hatte der Gastgeber mit 15:13 knapp die Nase vorn. Doch die Gäste mussten die lange Heimreise nicht ohne Punkt antreten, denn für das enge Spiel gab es einen Zähler auf das VSG-Konto.
SVG Lüneburg - VSG Coburg/Grub 3:2 (25:23, 24:26, 25:20, 20:25, 15:13): Eine kleine Schar von Fans begleitete das VSG-Team zum weitesten Auswärtsspiel in die Lüneburger Heide. Nach siebenstündiger staufreien Anfahrt kamen die Spieler hoch motiviert in der Gellerseehalle an.


VSG startete gut

Die VSG erwischte den besseren Start und konnte sich bis zur ersten Auszeit mit vier Punkten absetzten. Durch erfolgreiche Blockaktionen und gelungene Angriffskombinationen konnte der Vorsprung bis zur 2.
technische Auszeit gehalten werden.
Eine kurze Schwächephase der VSG brachte Lüneburg wieder ins Spiel. Beide Teams schlugen weiterhin riskant auf, was auf beiden Seiten zu vielen Aufschlagfehlern führte. Am Ende des Satzes zeigten jedoch die Lüneburger Aufschläge mehr Wirkung und so erspielte sich der Gastgeber die ersten drei Satzbälle. Die VSG stemmte sich zwar noch einmal gegen den Satzverlust, konnte aber nur zwei der drei Satzbälle abwehren und so verbuchten die Lüneburger der Satzgewinn für sich.
Vermutlich trauerten einige der VSG-Spieler noch der verpassten Chancen hinterher und so legten die Gäste einen klassischen Fehlstart (1:5) hin. Die Lüneburger konnten daraus aber kein Kapital schlagen, da ihnen ebenfalls einige leichte Fehler unterliefen und so entwickelt sich ein offener Schlagabtausch mit vielen sehenswerten Ballwechseln.
In einer spannenden Schlussphase, in der die Führung ständig wechselte und das Publikum völlig aus den Häuschen war, hatten diesmal die "Schmiede" das Quäntchen Glück und holte sich den Satzausgleich.
Auch der 3. Durchgang verlief über weite Strecken sehr ausgeglichen. Gegen Mitte des Satzes verschaffte eine kurzzeitige Annahmeschwäche im Coburger Team dem Gegner jedoch den entscheidenden Vorteil. Auf Grund der zu ungenauen Annahme konnte Zuspieler Ariel Katzenelson seine Angreifer nicht wie gewohnt in Szene setzen und so schnappte die Lüneburger Blockfalle ein ums andere Mal zu.
Die Schmiede entdeckten aber nun ihr Kämpferherz und kam Punkt für Punkt wieder heran. Am Ende ließen die VSG-Angreifer aber zu viele Möglichkeiten im Abschluss aus und bekamen die Quittung.


VSG wehrte sich erfolgreich

Wer jetzt aber gedacht hatte, dass der Widerstand der VSG gebrochen ist, hat die Rechnung ohne die VSG gemacht. Obwohl die Lüneburger im Aufschlag und Angriff viel Druck aufbauten, hielt die Offensiv-Abteilung der VSG dagegen. Beim Stand von 13:13 gelang es, einen Drei-Punkte-Vorsprung zu erspielen, was vor allem der überragenden Angriffsleistung von Diagonalspieler Lubos Kostolani zu verdanken war. Auch in der Folge bliebt Lubos ein Punktegarant und auch die anderen Spieler ließen sich davon anstecken und so wurde der 4. Satz eine recht deutliche Beute für die VSG.


Nervosität auf beiden Seiten

Wie schon so oft in dieser Saison musste wieder der Tiebreak die Entscheidung bringen. Beiden Teams war die Nervosität anzumerken, aber dennoch gab sich kein Spieler eine Blöße und so marschierten beide Mannschaften im Gleichschritt.
Die knapp 800 Zuschauer hielt jetzt nichts mehr auf den Stühlen und für die gute Stimmung wurden sie mit tollen Aktionen und harte Angriffen belohnt. Am Ende erzwang Lüneburg mit zwei brachialen Aufschlaghämmern die ersten Matchbälle für den Gastgeber. Durch eine gelungene Blockaktion glaubte die VSG-Fans schon, dass man das Spiel auch jetzt noch einmal drehen könnte, aber das Schiedsgericht entschied auf Netzfehler und beendete die Partie mit 15:13 zu Gunsten der Lüneburger.


Stimmen zum Kampf

VSG-Trainer Itamar Stein: "Wir können heute mit unserer Leistung über weite Strecken zufrieden sein. Leider haben wir es in den entscheidenden Phasen versäumt, den Sack zuzumachen. Über den Punktgewinn kann ich mich aber nur bedingt freuen, da heute mit etwas Glück auch ein Sieg möglich gewesen wäre. Nach dem Sieg von Bühl gegen die United Volleys wurde der Abstand auf den 6. Tabellenplatz leider größer."
VSG-Geschäftsführer Jürgen Teuber: "Ich habe es nicht bereut, dass ich die lange Busfahrt nach Lüneburg auf mich genommen habe. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie sich mittlerweile mit fast allen Teams auf Augenhöhe bewegt. Die Lüneburger konnten dank ihres lautstarken Publikums ihren Heimvorteil nutzen und auch wenn ich mir natürlich einen Sieg gewünscht hätte, freue ich mich dennoch über einen weiteren Punktgewinn."
Lubos Kostolani (MVP bei der VSG): "Unser Ziel war es, wieder Punkte einzufahren und das ist uns bedingt gelungen. Wir wussten, dass es uns die Lüneburger nicht einfach machen werden und wir uns gegenüber der Niederlage gegen Mitteldeutschland deutlich steigern mussten. Ich bin mit unserer Leistung zwar zufrieden, aber ein Auswärtssieg wäre durchaus möglich gewesen. Im Tie-Break mit zwei Punkten Abstand zu verlieren, das ist nie besonders schön."
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