Frohnlach
Fussball-Bayernliga Nord

Sechs-Punkte-Spiel am Main für Frohnlach

Der VfL Frohnlach weiß um die Stärke der Erlenbacher. Direkter Abstieg ist für den VfL durch die Insolvenz vom FC Eintracht Bamberg aber vermieden.
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Alles oder nichts wie hier durch einem Fallrückzieher von Daniel Alles gegen Sand versucht, muss der VfL Frohnlach heute in Erlenbach spielen. Foto: Heinrich Weiß
Alles oder nichts wie hier durch einem Fallrückzieher von Daniel Alles gegen Sand versucht, muss der VfL Frohnlach heute in Erlenbach spielen. Foto: Heinrich Weiß
"In Erlenbach geht es zumeist heiß her", weiß VfL-Cheftrainer Stefan Braungardt von intensiven, hart umkämpften und nicht zuletzt auch emotionalen Auseinandersetzungen am Viktoriaheim zu berichten: "Dennoch müssen wir dort aber unbedingt punkten."
Eine Vorgabe, die seine Schützlinge mit Blick auf die aktuelle Tabellensituation in jedem Fall zwingend befolgen sollten. Zwar ist der FC Eintracht Bamberg nach seinem Insolvenzantrag erster und einziger Direktabsteiger, aber der Abstand auf das rettende Ufer für die Frohnlacher ist trotzdem auf sieben Zähler angewachsen.
Während Kapitän Sinan Bulat und Co. die Teilnahme an der im Anschluss an die Saison stattfindende Relegation zumindest sicher haben, bleibt es allerdings nach wie vor das Ziel der "Blauweißen", sich vorab noch auf Rang 13 nach vorne zu arbeiten.
Auf diesem Wege könnte den Braungardt-Schützlingen die Eröffnung oder Abweisung des von den FCE-Verantwortlichen beantragten Insolvenzverfahrens vor dem 21. Mai und somit dem letzten regulären Spieltag der laufenden Saison zu Gute kommen. Würde eine solche Entwicklung nämlich bedeuten, dass die bis Dato erzielten Resultate der Violetten aus der Wertung genommen werden und dem momentan auf dem letzten Nichtabstiegsplatz liegenden FC Sand zum Beispiel vier Punkte abgezogen werden müssten. Anders als die Wischi-Elf, die den Bambergern in ihrem Duell unterlag, erreichte die Auswahl von Coach Bernd Eigner neben einem Unentschieden auch einen Sieg über die Truppe aus dem Fuchspark.
Dieses Szenario würde ebenfalls eintreten, wenn der eingesetzte Insolvenzverwalter vor dem 30. April aufgrund der Zahlungsunfähigkeit des betroffenen Vereins einen sofortigen Stopp des Spielbetriebes verfügen würde. Es wäre jedoch gleichermaßen möglich, dass der FCE die Runde regelkonform zu Ende bringt und die bearbeitende Gerichtsbarkeit erst zwischen dem 22. Mai und dem 30. Juni über den gestellten Insolvenzantrag urteilt, was die Punktekonten der Bayernligisten außerhalb des sportlichen Wettkampfes nicht berühren würde.
"Die Mannschaft zieht weiter voll mit", schaut Braungardt bei all diesen Gedankenspielen weiterhin nur auf seine Kicker, die das Hinspiel gegen den heute gastgebenden SV Erlenbach auf eigenem Geläuf allerdings klar mit 0:2 verloren: "Das war damals der spielstärkste Kontrahent, den wir in dieser Spielzeit im Willi-Schillig-Stadion begrüßen durften". In diesem Sinne zeigt sich der erfahrene Übungsleiter äußerst überrascht, dass die Akteure vom Main seit diesem Auswärtstriumph keinen Dreier mehr einfahren konnten und somit aus dem vorderen Drittel in die gefährdete Zone abrutschten.
Dabei ging wohl auch der Trainerwechsel, den der Winterabgang von Erfolgscoach Jürgen Baier zur ligahöheren Viktoria aus Aschaffenburg bewirkte, keineswegs spurlos an der Auswahl um die Mittelfeldantreiber Paul Heinrich und Damien Letellier sowie Sturmführer Giulio Fiordellisi vorbei.
Unabhängig davon werden die Frohnlacher Kicker in der Fremde einen beinahe fehlerfreien Auftritt hinlegen müssen, um die sechs Zähler vor ihnen auf Platz 14 rangierende Truppe von Neutrainer Marco Roth ins wanken bringen zu können. Neben dem studienbedingt in Südkorea weilenden Alexander Eckert fehlt der nach seinem rüden Foul im letztwöchigen Vergleich mit dem VfB Eichstätt für fünf Partien rotgesperrte Lukas Werner. mb

Samstag, 16 Uhr: SV Erlenbach - VfL Frohnlach
VfL Frohnlach (Aufgebot): Hempfling/Weber - Weinreich, Teuchert, Ch. Beetz, Lauerbach, Rebhan, Alles, Wagner, Ph. Beetz, Knie, Mex, Baier, Bulat, Pflaum, McCullough.
Es fehlen: Schmidt, Krüger, Autsch (verletzt), Eckert (verhindert), Werner (gesperrt). - Trainer: Stefan Braungardt.
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