Frohnlach
Fußball-Bayernliga

Lange Gesichter beim VfL Frohnlach

Die 1:3-Heimniederlage gegen Amberg wirft die Frohnlacher weiter zurück. Nach 0:2-Rückstand gelang Zapf das 1:2, doch eine Ampelkarte stoppte die Aufholjagd.
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Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Stefan Braungardt kann es nicht fassen. Fotos: Albert Höchstädter
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Stefan Braungardt kann es nicht fassen. Fotos: Albert Höchstädter
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Der FC Amberg präsentierte sich am Samstag im Willi-Schillig-Stadion als die erwartet starke Spitzenmannschaft und siegte unterm Strich verdient mit 1:3 (1:2) gegen den VfL Frohnlach. Dabei profitierten die Gäste in der Anfangsphase von Mängeln in der Frohnlacher Hintermannschaft, gingen schnell in Führung und konnten nach weniger als 25 Minuten auch noch nachlegen.


Der VfL hat die Partie letztlich in dieser ersten Spielphase verloren, auch wenn aufgrund seiner engagierten Spielweise in der Folgezeit mindestens noch ein Unentschieden möglich gewesen wäre. Doch wie zuletzt konnten auch diesmal sehr gute Chancen nicht genutzt werden.


Der Platzverweis von Marcel Burkard nach 56 Minuten tat ein Übriges und machte die Frohnlacher Aufholjagd letztlich aussichtslos. Das sah auch Trainer Stefan Braungardt nach dem Schlusspfiff so: "Nach dem Platzverweis mussten wir auf Risiko gehen und auf eine Dreierkette umstellen. Aber nach dem 1:3 und einem Mann weniger hast du keine Chance mehr. Man muss auch sehen, dass zum Ende des Spiels das Durchschnittsalter der Mannschaft unter 20 Jahren lag. Aber wir wollten das ja so. Und dass das auch einmal holprig wird, besonders gegen Spitzenmannschaften wie Amberg, haben wir gewusst. Wir müssen jetzt wieder unsere Lehren draus ziehen".


Der VfL, der mit Kalb, Krappmann, Eckert und Zinke gleich vier Spieler ersetzen musste, wurde bereits nach fünf Minuten auf dem falschen Fuß eiskalt erwischt. Die Hintermannschaft war noch ungeordnet und Amberg nutzte die erste Möglichkeit durch Lukas Dotzler zur Führung.


Dass die Frohnlacher Hintermannschaft immer noch nicht vollständig im Spiel war, zeigte sich wenig später: Benjamin Werner brachte einen Freistoß scharf nach innen, kein Frohnlacher ging dem Ball entscheidend entgegen, so dass die Kugel an Freund und Feind vorbei ihren Weg ins lange Eck fand. VfL-Torwart Bastian Bauer war irritiert und konnte nicht mehr rechtzeitig reagieren. Amberg führte 2:0 und die Frohnlacher Fans befürchteten Schlimmes.


Doch die Braungardt-Schützlinge hielten dagegen und wollten sich nicht mit einer erneuten Heimniederlage abfinden. Scheller und Brandt vergaben gute Chancen, aber auch Ambergs Gorgiev scheiterte (36.).
Kurz danach wurden die Frohnlacher Bemühungen belohnt: Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld heraus stand André Zapf unbeaufsichtigt vor dem Amberger Tor und ließ Gästekeeper Matthias Götz aus zehn Metern keine Abwehrchance. Das 1:2 stärke die Frohnlacher Offensive. Brandt scheiterte zwei Minuten vor der Halbzeit an Torwart Götz.


Einen nachhaltigen Dämpfer erhielt das Spiel der Platzherren nach 56 Minuten. Marcel Burkard, der schon in der Anfangsphase der Partie eine gelbe Karte gesehen hatte, kassierte nach einem unnötigen Foul gegen Dotzler gelb-rot. Bauer hielt mit einer tollen Parade sein Team im Spiel und Scheller scheiterte mit einem Gewaltschuss.
Das entscheidende 1:3 fiel zwölf Minuten vor dem Ende.

Einen umstrittenen Freistoß zirkelte Sebastian Müller in den Frohnlacher Strafraum. Am zweiten Pfosten stieg Lukas Dotzler am höchsten und erzielte per Kopf unhaltbar das 1:3. Die Entscheidung zugunsten der abgeklärten Oberpfälzer.




VfL Frohnlach gegen FC Amberg 1:3 (1:2)


VfL Frohnlach: Bauer - Zapf, Krüger, Burkard, Güngör - Böhnlein, Brandt (ab 83. Innes), Schmidt (ab 63. Teuchert), Özdemir - Scheller, Pöche (ab 58. Autsch).

FC Amberg: Götz - Gorgiey, Graml, Karasu (ab 55. Lieder), Plänitz - Werner (ab 65. Kioyo), Ceesay (ab 58. Götzl), Fromholzer, Lincke - Müller, Dotzler.

Tore: 0:1 Dotzler (5.), 0:2 Werner (24.), 1:2 Zapf (37.), 1:3 Dotzler (78.). - Zuschauer: 250. - SR: Patrick Hanslbauer (Stein). - Gelb-Rot: Burkard (56. wiederholtes Foulspiel).
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