Coburg

Gelungener Test für den HSC Coburg

Der HSC 2000 Coburg hat den tschechischen Rekordmeister HC Dukla Prag am Donnerstagabend in der HUK-Arena mit 29:27 geschlagen.
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Nico Büdel war vor allem in der zweiten Hälfte von Prag nicht zu stoppen und warf zehn Tore.  Foto: Iris Bilek
Nico Büdel war vor allem in der zweiten Hälfte von Prag nicht zu stoppen und warf zehn Tore. Foto: Iris Bilek
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Die fast vierwöchige Spielpause merkte man dem HSC Coburg im Testspiel gegen den 31-fachen tschechischen Meister HC Dukla Prag am Donnerstagabend in den ersten Minuten merklich an. Erst nach knapp fünf Minuten erlöste Rückraumspieler Romas Kirveliavicius die rund 620 Zuschauer in der HUK-Arena mit dem ersten Tor für die Gastgeber. Zuvor waren die Tschechen bereits viermal erfolgreich - Trainer Jan Gorr war früh gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen und seine Mannschaft aufzurütteln. "Am Anfang war alles noch bisschen behäbig und träge, da hat man die fehlende Wettkampfpraxis schon gemerkt. Und das hat Dukla Prag in der ersten Halbzeit auch sehr, sehr gut ausgenutzt", analysierte Gorr nach dem Spiel. Nach der Auszeit kamen die Coburger an beiden Enden des Felds besser ins Spiel und gingen nach 18 Minuten durch den gut aufgelegten Girts Lilienfelds zum ersten Mal in Front (9:8). Aber richtig ausgeschlafen wirkte der HSC in der Abwehr auch in der Folgezeit nicht.


Defensive lange Zeit zu passiv

Große Schwierigkeiten bereitete vor allem Rückraumspieler Daniel Kývala, der in der ersten Hälfte sechsmal das Coburger Tor traf. Seiner Sprungkraft und seinem harten Abschluss waren weder die Deckung noch Torhüter Oliver Krechel gewachsen. Im Angriff verschärften die Coburger fünf Minuten vor der Pause das Tempo und gingen durch zwei sehenswerte Tempogegenstöße von Florian Billek mit 15:12 in Führung. Wiederum Unkonzentriertheiten in der Defensive ließen den Vorsprung zur Halbzeit auf 17:16 schmelzen. "Unsere Abwehr gefiel mit heute nicht. Das war in vielen Situationen einfach viel zu passiv, wir haben die Schützen von Prag zu nahe rankommen lassen. Das war ein klares Zeichen, dass wir daran arbeiten müssen", so Gorr.

In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel intensiver und die Deckung des HSC hat endlich entschlossen zugegriffen. Auch Oliver Krechel machte im Tor einen viel besseren Eindruck, hielt unter anderem zwei Siebenmeter und wurde von den Fans mit "Oli-Sprechchören" gefeiert. Jan Gorr sah es nüchtern: "Das was er in der ersten Halbzeit nicht gehalten hatte, hat er dann eben in der zweiten Hälfte gehalten. So wünscht man sich das."

Vorne fehlte im zweiten Abschnitt durch viele Wechsel - auch Benedikt Kellner und Lars Fichtner sahen Minuten - der Rhythmus. Routiniert hielten die Coburger auch in ungewohnten Formationen lange Zeit einen komfortablen Vorsprung von mindestens drei Toren. Dukla Prag verkürzte zwar noch mal auf 24:25 nach 49 Minuten, aber durch viel Einsatz und Kampf geriet der Testsieg nicht ernsthaft in Gefahr. Die endgültige Entscheidung fiel zwei Minuten vor dem Ende, als ein Tscheche Philipp Barsties mehr als unsanft umklammerte. Nico Büdel verwandelte seinen sechsten (bei sieben Versuchen) Siebenmeter an diesem Abend und sicherte den Erfolg.

Jan Gorr zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft. "Insgesamt war es ein ganz gelungener Test. Im Angriff habe ich einige gute Aktionen gesehen. Gegen die offensive Deckung haben wir den Ball teilweise sehr schön laufen lassen", lautete sein Fazit. Neben dem erfolgreichen Test hatte gestern auch Kreisläufer Dominic Kelm Grund zur Freude. Der dienstälteste HSC-Spieler feierte seinen 29. Geburtstag und wurde mit viel Applaus bedacht.

HSC 2000 Coburg: Oliver Krechel, Patryk Foluzsny (Tor); Philipp Barsties, Lukas Wucherpfennig (2), Dominic Kelm (1), Sebastian Weber (2), Benedikt Kellner, Florian Billek (3), Till Riehn (2), Nico Büdel (10/6), Adnan Harmandic, Girts Lilienfelds (6), Romas Kirveliavicius (3), Lars Fichtner.

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