Frohnlach
Fußball-Bayernliga Nord

Elfmetertor war zu wenig

Die 1:0-Führung beflügelte den VfL Frohnlach nicht. Der FSV Erlangen-Bruck schlug noch vor der Pause zurück und entführte mit 3:1 die Punkte im Spiel der Bayernliga Nord.
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Abschied vom VfL Frohnlach mit einem Tor vom Punkt. Doch Patrick Kalb wäre sicher ein Sieg gegen den FSV Erlangen-Bruck lieber gewesen als die 1:3-Niederlage, die die Gastgeber in eine schwierige Situation im Kampf um den Klassenerhalt in der Bayernliga Nord bringt. Fotos: Albert Höchstädter
Abschied vom VfL Frohnlach mit einem Tor vom Punkt. Doch Patrick Kalb wäre sicher ein Sieg gegen den FSV Erlangen-Bruck lieber gewesen als die 1:3-Niederlage, die die Gastgeber in eine schwierige Situation im Kampf um den Klassenerhalt in der Bayernliga Nord bringt. Fotos: Albert Höchstädter
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von unserem Mitarbeiter Ulrich Engel

Frohnlach — Die Partie des VfL Frohnlach gegen den FSV Erlangen-Bruck wurde im Vorfeld als richtungsweisend eingestuft. Wenn man dieser Einschätzung folgt, muss man feststellen, dass der VfL am vergangenen Samstag die falsche Richtung eingeschlagen hat. Denn nach 90 Minuten im Willi-Schillig-Stadion hatten die Schützlinge von Stefan Braungardt nicht den erhofften Heimsieg eingefahren, sondern eine verdiente 1:3-Niederlage kassiert.
Der VfL rutscht damit noch tiefer in den ohnehin schon vorhandenen Schlamassel und geht schweren Zeiten entgegen. Seit sieben Spielen wartet man nun schon beim VfL auf einen Sieg.

Starker VfL-Beginn

Die Platzherren legten zwar gleich richtig los und setzten den FSV ziemlich schnell unter Druck. Nicht alle Angriffe verliefen durchdacht, aber Wille und Elan waren unübersehbar.
Auffälligster Frohnlacher in dieser Anfangsphase war Tevin McCullough, der mit seiner Schnelligkeit, seiner Ballsicherheit und seinem Tordrang die Brucker Hintermannschaft ordentlich durcheinanderwirbelte.
Nach einer Viertelstunde war er auch für seinen Gegenspieler, den ehemaligen Frohnlacher Marco Müller, einen entscheidenden Schritt zu schnell. Müllers Abwehrversuch hinter der Strafraumgrenze kam zu spät. Der Elfmeterpfiff erfolgte ohne Zögern, und Gerald Kalb ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte zum 1:0 nach 16 Minuten.
Nach diesem relativ frühen Führungstreffer richtete sich der Frohnlacher Anhang schon auf einen planmäßigen Spielverlauf ein. Und auch in den nächsten 15 Minuten gab es daran kaum Zweifel.
Der VfL hatte die Partie in der Hand, war klar die bessere Mannschaft, und man wartete auf den zweiten Treffer. Stefan Braungardt hielt es dennoch für angebracht, von seinen Spielern "Ihr müsst mehr arbeiten!" einzufordern.

Özdemir scheiterte

Nach einer halben Stunde scheiterte Tayfun Özdemir nach einer schönen Einzelaktion, und ein Elfmeter beendete den bis dahin ersten nennenswerten Angriff der Gäste. Hakim Graine war zügig unterwegs und wurde vom herauslaufenden Jonas Hempfling im Strafraum regelwidrig und etwas ungestüm von den Beinen geholt. Der Frohnlacher Keeper fing sich eine Gelbe Karte ein, und der VfL kassierte in der 32. Minute den Ausgleich. Sicherer Torschütze war Wiesenmayer. Nach dem 1:1 riss beim VfL fast schlagartig der Faden. Die Aktionen der Gäste wurden druckvoller, und nur sieben Minuten später ging der FSV sogar in Führung. Die gesamte Frohnlacher Hintermannschaft war bei dieser Szene überhaupt nicht im Bild. Wiesenmayer hätte auch selbst abschließen können, sah aber den noch besser postierten Patrick Mai neben sich, und der hatte keine Mühe gegen Hempfling. Es stand 1:2, und eigentlich war der Spielverlauf bei diesem Zwischenstand ziemlich auf den Kopf gestellt.
Kevin Hartmann hatte kurz vor der Pause dann noch eine gute Möglichkeit, doch mehr als ein Eckball kam nicht dabei heraus. Der VfL musste mit einem Rückstand zum Pausentee und durfte sich für die kommenden 45 Minuten erneut auf eine Aufholjagd einrichten.

Aufholjagd ohne Erfolg

Doch das war leichter gesagt als getan. Es zeigte sich sehr schnell, dass die Gäste clever genug waren, die Frohnlacher in Schach zu halten. Mit viel Einsatzwillen und körperlicher Robustheit nahmen sie dem VfL immer wieder den Wind aus den Segeln. Nach einer knappen Stunde half den Gästen aber auch das Glück, als Tevin McCullough nach einer Aktion nur den ersten Pfosten traf.
Zu diesem Zeitpunkt hätte ein Frohnlacher Ausgleich womöglich noch zu einem anderen Endergebnis führen können. Die Gäste beschränkten sich nicht nur darauf, die knappe Führung zu verwalten, sie nutzten auch jede Gelegenheit, den sichtlich angeschlagenen VfL unter Druck zu setzen.
Das 1:3 nach 67 Minuten zerstörte schließlich die letzten Hoffnungen bei den Frohnlachern auf einen positiven Spielausgang. Der Ball kam von der linken Außenbahn zu Hakim Graine, und dessen Kopfball senkte sich über Hempfling hinweg ins Netz. Vielleicht hat der Frohnlacher Torwart, der den verletzten Bastian Bauer vertreten musste, bei dieser Szene auch ein paar Schritte zu weit vor seinem Gehäuse gestanden.

Kein Aufbäumen mehr

Frohnlach war in den restlichen 20 Minuten nicht mehr in der Lage, die Partie noch einmal zu drehen. Von einem Aufbäumen oder einem gesteigerten Willen zur Resultatskorrektur war kaum etwas zu spüren. Die Brucker standen jetzt noch kompakter und blockten die Frohnlacher Aktionen allesamt ab. Das alleinige Verlagern des Spiels in die Spielhälfte der Gäste nutzte dem VfL nichts. In der 89. Minute scheiterte sogar noch Stephen Cleary an einer guten Parade von Hempfling.
Stefan Braungardt wird in den nächsten Wochen viel Arbeit haben. Am nächsten Spieltag wartet Tabellenführer Jahn Forchheim auf den VfL. Danach kommt mit der SpVgg Weiden der aktuelle Tabellendritte ins Willi-Schillig-Stadion. Wie schon gesagt: schwere Zeiten für den VfL.
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