Coburg
Volleyball

Ein Start in der 2. Liga ist in Sicht

Die VSG Coburg/Grub ist zuversichtlich, dass es weiter Spitzensport Volleyball in der HUK-Arena geben wird. Itamar Stein würde der Trainer bleiben.
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Die Coburger Volleyballspieler wollen weiter jubeln - ein Start in der 2. Liga scheint gesichert, auch wenn noch keine Namen von der VSG Coburg genannt werden, wer im neuen Team auflaufen wird. Foto: Albert Höchstädter
Die Coburger Volleyballspieler wollen weiter jubeln - ein Start in der 2. Liga scheint gesichert, auch wenn noch keine Namen von der VSG Coburg genannt werden, wer im neuen Team auflaufen wird. Foto: Albert Höchstädter
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Die Stimmung im Lager der VSG Coburg/Grub war in den letzten Tagen und Wochen nicht gerade berauschend, insbesondere seit Bekanntgabe der Deutschen Volleyballliga, dass den Coburger Volleyballern auf Grund von nichterfüllten Lizenzauflagen bis zu sechs Punkte abgezogen werden.
Somit war dem Team um Trainer Itamar Stein der sportliche Lohn entzogen und die VSG
rutschte von Platz acht zum Ende der Hauptrunde auf den letzten Platz, den Abstiegsrang.
Wer vor einigen Tagen an das Ende der VSG Coburg/Grub glaubte, hatte gute Chancen Recht zu behalten. Nahezu einstimmig waren die Meinungen in den Gesprächen, die in den letzten Tagen mit Sponsoren, Fans und Funktionären geführt wurden. Will man einen Neuanfang starten, muss man jede Komponente überdenken, vom Teamnamen bis hin zum Vereinskonstrukt und Führungspersönlichkeiten.


Neuer Etat ist fast gesichert

"Für Fakten ist es an dieser Stelle noch zu früh, jedoch kann schon sehr positiv festgestellt werden, dass viele Sponsoren einen notwendigen Gesamtetat für die 2. Bundesliga sichern wollen", so Michael Dehler von der VSG. "Die VSG ist hingefallen. Einfach liegen bleiben will eine überwältigende Mehrheit nicht", so Dehler weiter.


"Finori" bleibt im VSG-Boot

Stefan Finzel, Geschäftsführer der Firma finori und seinerseits einer der Hauptsponsoren, hat dazu eine klare Einstellung: "Es war und ist nicht das Verständnis unserer Firma, einfach aufzugeben. Nachhaltigkeit und Verlässlichkeit gepaart mit Erfolgshunger werden auch wir versuchen, in den Neuanfang bei der VSG einzubringen."
Teammanager Michael Dehler zeigte sich auf Grund der breiten Anteilnahme die durch die Aktion "Rettet die Schmiede" ausgelöst wurde, überwältigt: "Sowohl unsere treuen, langjährigen Sponsoren, als auch private Personen haben mir in unzähligen Telefonaten und persönlichen Gesprächen ihre Unterstützung zugesagt und möchten die Zukunft des Coburger Volleyballs aktiv mitgestalten."
Neben dem schon fast gesicherten Etat steht außerdem der Trainer fest. Itamar Stein, der sich in Coburg zusammen mit seiner Frau und seiner Tochter sehr wohl fühlt, hat signalisiert, dass er für eine Zweitligasaison in Coburg zur Verfügung steht. Somit sind schon zwei wichtige Säulen in dem neuen Konzept
nahezu perfekt, was Dehler weiter Mit macht.
In der Pflicht sieht sich auch die Stadt Coburg. In einer kurzfristig einberufenen Krisensitzung zusammen mit Teammanager, Bürgermeister und dem Sportamt wurde ganz klar signalisiert, dass auch die Stadt Coburg den Volleyballsport in der Region, speziell in Coburg, nicht sterben lassen kann und wird.


Stadt sieht sich auch in der Pflicht

Schließlich war es gerade das Volleyballteam, das durch ihr Spielrecht in der höchsten Spielklasse Deutschlands den Namen Coburg bundesweit vertreten hat.
Damit dies auch so bleibt, soll nun die Belastung innerhalb des Vereins auf mehrere Schultern verteilt, neue Strukturen geschaffen, eine schlagfertige und
leistungsfähige Zweitligamannschaft zusammengestellt werden und mittelfristig der Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga geschafft werden.


Hauptsponsor ist zuversichtlich

Eine große Rolle spielt zu diesem Zeitpunkt auch der langjährige Hauptsponsor und Wegbegleiter die VR Bank Coburg. Wolfgang Gremmelmaier stellvertretender Vorsitzender der VR Bank Coburg, ist überhaupt nicht an einem Ende des Volleyballsports interessiert: "Der Sport in der Region, die sportlichen Leistungen der Spieler und
Trainer und die Fans hätten das überhaupt nicht verdient. Allerdings müssen jetzt endlich einige Hausaufgaben und Baustellen beseitigt werden, damit der Spitzensport Volleyball langfristig gut aufgestellt ist."
Die Weichen sind somit gestellt, damit sich Volleyballbegeisterte aus der gesamten Region auch in Zukunft hochklassigen Volleyball, insbesondere spannende Frankenderbys wie vielleicht Spiele gegen die SG Eltmann oder den SV Schwaig in der HUK-Coburg-Arena zu Gemüte führen können.
"Bei all den Problemen, die man hinter sich oder auch noch vor sich hat, steht allerdings die Erkenntnis, dass die Begeisterung für den Volleyballsport in Coburg nach wie vor ungebrochen ist", so Dehler.


Ärmel hochkrempeln

Auch ein erstes Helfertreffen hat gezeigt, dass auch hier niemand ein Ende in irgendeiner Form will. In diesem überaus zahlreich besetzten Treffen am letzten Donnerstag stand das Signal auf "Ärmel hochkrempeln und anpacken". "Nun ist es an der Zeit, aus allen gemachten Fehlern zu lernen und sorgfältig den Boden zu bereiten, die notwendigen Aufgaben anzugehen. Erste Gespräche laufen. Wir bleiben nicht liegen, wir stehen wieder auf", fasstMichael Dehler die Stimmung bei der VSG Coburg zusammen.
Wie eine Mannschaft in der 2. Liga personell aussehen wird, darüber gab es noch keine Informationen.
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