Ebersdorf
Zusammenschluss

Drei Vereine ziehen in der Jugendarbeit an einem Strang

SC Sylvia Ebersdorf, VfL Frohnlach und SV Großgarnstadt bündeln die Kräfte in der Jugendarbeit. Sponsoren-Koordinator Finzel sagt Unterstützung zu.
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Mit dieser Riege von Funktionären, Trainern und Sponsoren sollen künftig die Nachwuchsfußballer noch besser gefördert werden (hintere Reihe von links): Stefan Engel, Olaf Teuchert, Oliver Pfadenhauer, Jens Alex, Hilmar Trunzer, Hans-Günter Siller, Ulrich Kossack, Gerd Friedrich, Manuel Beck, Karl Werner, Klaus Schillig, Stefan Finzel und Jörg Dittwar; (vordere Reihe von links): Thomas Löhnert, Markus Trampusch, Claudius Bednorz, Steffen Trunzer und Gerd Köhler. Foto: Jürgen Escher
Mit dieser Riege von Funktionären, Trainern und Sponsoren sollen künftig die Nachwuchsfußballer noch besser gefördert werden (hintere Reihe von links): Stefan Engel, Olaf Teuchert, Oliver Pfadenhauer, Jens Alex, Hilmar Trunzer, Hans-Günter Siller, Ulrich Kossack, Gerd Friedrich, Manuel Beck, Karl Werner, Klaus Schillig, Stefan Finzel und Jörg Dittwar; (vordere Reihe von links): Thomas Löhnert, Markus Trampusch, Claudius Bednorz, Steffen Trunzer und Gerd Köhler. Foto: Jürgen Escher
Auf neue Beine stellen derzeit die Ebersdorfer Ortsvereine ihre gemeinsame Jugendarbeit, wobei fachkundige Strukturen geschaffen werden sollen, die den Fußball in der Region nachhaltig stärken.

"Entscheidend ist für uns vor allem ein gutes Fundament", machte Jörg Dittwar im Rahmen der zurückliegenden Vorstellung des Ebersdorfer Ausbildungskonzeptes klar, wohin die sportliche Reise mit dem langjährigen Trainer sowie Funktionär im Amateur- und Behindertenfußball an der Spitze, im östlichen Landkreis gehen soll.
Einst selbst Profi beim 1. FC Nürnberg wird der 53-Jährige die entsprechende Umsetzung dieser neuen Leitlinien nämlich maßgeblich verantworten.

"Von der Breite in die Spitze", lautete daher auch das passende Motto, dass Stefan Finzel als anwesender Vertreter des Sylvia-Hauptsponsors finori dabei für die entsprechende Förderung ausgab: "Garantieren kann ich, dass wir versuchen werden, alle Kinder sowie alle Jugendlichen in der Gemeinschaft mitzunehmen und dass wir aus Leistungsgründen definitiv niemanden nach Hause schicken."


Lokalrivalen ziehen am Strang

"Auch wir stehen aus voller Überzeugung zu diesem Modell, mit dem wir unter anderem endlich wieder an alte Erfolge anknüpfen wollen", betonte Ullrich Kossack in seiner Funktion als Vorsitzender des VfL Frohnlach. Er erklärte, dass man sich beim Bayernligisten weniger gegen den Verbleib in der bisherigen Jugendfördergemeinschaft Coburger Osten entschieden habe, sondern vielmehr für eine bessere Zukunftsperspektive an der Seite des ambitionierten Kreisligisten. Allein ein Blick auf die illustre Liste der Trainer, die den Nachwuchs von der G- bis zur A-Jugend durchgängig begleiten sollen, zeigt, was Kossack mit dieser optimistischen Aussage meint. Schon die Kleinsten werden so nämlich fortan von Stefan Engel betreut, der über viele Jahre auf dem Platz das Gesicht der Sylvianer prägte und der obwohl ihm viele Beobachter den Sprung in eine weitaus höhere Liga zutrauten, dem Begriff "Vereinstreue" stets einen würdigen Namen gab.

Ein Attribut, dass gleichermaßen auf Hilmar Trunzer zutrifft, der seine inzwischen über 30-jährige Erfahrung als Jugendleiter des VfL selbstverständlich ebenfalls tatkräftig in die neue Spielgemeinschaft einbringen wird.


Jeder kann sich anschließen

"Unserem Weg, auf dem der Spaß am Kicken im Vordergrund steht, kann sich absolut jedes Kind, jeder Jugendliche und sogar wirklich jeder Verein anschließen", lädt Trampusch alle Interessierten ein, in den kommenden Monaten entsprechend Kontakt aufzunehmen, wobei er verspricht, dass mögliche Rückwechsel zu den jeweiligen Heimatclubs im neu formierten und offenen Konzept ebenfalls beinhaltet sind. Über die Spielklasseneinteilung dieser einzelnen Jugendmannschaften werden dagegen im Moment allerdings noch Gespräche geführt. "Unter dem Strich ist es uns doch insbesondere ein Anliegen, den Fußball in der Region mit professionelleren Jugendstrukturen weiter zu beleben und dem Nachwuchs eine attraktive Alternative zu den derzeit vor allem konkurrierenden Boom-Sportarten Handball oder Basketball zu bieten", gab Finzel sein Wort, dass die notwendige Finanzierung dieses ambitionierten Projektes für die nächsten fünf Jahre steht.


Finzel übernimmt die Hauptkoordination des Sponsorings für fünf Jahre

Ein zusätzliches Fördertraining, das nicht mit extra Kosten verbunden sein wird sowie regelmäßige Elternabende, um den intensiven Austausch mit allen Beteiligten zu gewährleisten, sollen das geplante Angebot entsprechend abrunden.

Die einheitliche Ausstattung aller Akteure, stellt der zusammen mit Olaf Teuchert auch zukünftig ein Bindeglied zum Hauptverein aus Ebersdorf bildende Trampusch dabei genauso in Aussicht, wie allzeit gute Trainingsbedingungen.

"Wir wissen, dass unser Weg auch einmal steinig werden kann, aber wir glauben fest an unser Konzept", zeigte sich A-Lizenzinhaber Dittwar als bodenständig. Er selbst, von Finzel wertschätzend als Kümmerer bezeichnet, möchte möglichst häufig auf dem Platz stehen und so den engen Dialog mit seinen Trainerkollegen suchen.
Abschließend zeigte sich Dittwar daher äußerst hoffnungsvoll: "Wir wollen keine Konkurrenz zu Nachwuchsleistungszentren und auch keine strenggeführte Fußballakademie sein, sondern wir wollen den Breitensport mit der intensiven Vermittlung der wichtigsten Grundtechniken fördern, wobei wir die Überführung der Jugendlichen in den Seniorenbereich natürlich trotzdem ganz und gar nicht aus den Augen verlieren werden."

Die Verantwortlichen zeigten sich nach der durchaus gelungenen Konzeptvorstellung so sichtlich erfreut über die durchweg positive Resonanz aus den Reihen der Anwesenden.


Auch SV Großgarnstadt dabei

Dass sich die betreffenden Inhalte dieser Präsentation schnell herum sprachen, zeigte dann auch das im Nachgang arrangierte Gespräch mit einem weiteren Ebersdorfer Ortsverein, dem SV Großgarnstadt. "Wir sind von den Inhalten dieses Jugendkonzeptes vollends überzeugt und nachdem wir uns im persönlich geführten Gespräch mit den Verantwortlichen der Sylvia relativ zügig einigen konnten, war uns klar, dass wir uns ebenfalls zum Wohle unseres Vereins und aus voller Überzeugung dem neuformierten Ebersdorfer Jugendkonzept anschließen", so der Vorsitzende des SV Großgarnstadt, André Greiner, in seiner Stellungnahme.

"Das sich nun alle Ebersdorfer Ortsvereine unserem Jugendkonzept angeschlossen haben, war nicht unbedingt vorauszusehen, aber es macht uns natürlich stolz, denn es ist nicht nur sportlich die beste Voraussetzung für erfolgreichen Fußball, sondern es ist in erster Linie für die Großgemeinde Ebersdorf als absolut positives Zeichen zu betrachten", freut sich Markus Trampusch in seinem finalen Statement zur bisherigen Entwicklung seines persönlichen Projektes.
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