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Coburg
Volleyball-Bundesliga

Der dritte VSG-Sieg blieb ein Traum

Die VSG Coburg/Grub holte beim 1:3 gegen den Aufsteiger Herrsching nur den ersten Satz mit 25:22. Schon am Samstag steht das nächste Spiel in der Volleyball-Bundesliga bei Netzhoppers KW an.
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Jubeln durften die Spieler der VSG Coburg/Grub nur im 1. Satz, denn da holten sie einen Rückstand auf und gewannen mit 25:22. - Im Bild mit der Nummer sieben Thiago Jose Welter. Foto: Timo Geldner
Jubeln durften die Spieler der VSG Coburg/Grub nur im 1. Satz, denn da holten sie einen Rückstand auf und gewannen mit 25:22. - Im Bild mit der Nummer sieben Thiago Jose Welter. Foto: Timo Geldner
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Nicht wie nach der Vorhersage von VSG-Trainer Milan Maric "Wir müssen gegen Mannschaften auf Augenhöhe, wie gegen Herrsching, gewinnen, dann werden wir unser Ziel, die Play-Offs, erreichen" lief es bei der VSG am Mittwoch Abend in der HUK-Coburg-Arena. In einer recht spannenden, aber nicht unbedingt spieltechnisch so guten Partie verlor die VSG zurecht mit 1:3 gegen den Aufsteiger und durfte sich nur im ersten Satz freuen, denn da holte sie einen Rückstand in der Schlussphase auf und gewann noch mit 25:22.

Den dritten Sieg in Folge gab es eben nicht für die VSG Coburg/Grub in ihrer 2. Saison in der Bundesliga. Ausruhen und die Wunden lecken können sich die Mannen um Libero Benjamin Kucera allerdings nicht, denn schon am Samstag, 1. November, nimmt die Liga weiter Fahrt auf. Dann muss die VSG Coburg/Grub um 19 Uhr bei Netzhoppers KW aufschlagen. Aber warum sollte nicht das 2. Auswärtsspiel erfolgreich absolviert werden. Doch eine Steigerung muss sicher her.

Herrsching ohne Angst

Am Mittwoch in der Arena knisterte es wieder schon vor dem ersten Ballwechsel. Doch als die Schiedsrichter Tobias Markfeld (Siebenhausen) und Edgar Schmitt (Rottendorf) den Ball frei gaben, war es nicht die VSG, die den Ton angab, sondern der Aufsteiger aus Herrsching. Über 8:4 führten die Gäste recht lange und hatten auch beim 11:7 die Nase vorn. Erst beim 11:13 kamen die Coburger bis auf zwei Punkte heran. Beim 13:14 hoffte auch VSG-Coach Milan Maric auf die Wende im ersten Satz, doch Herrsching schlug zurück (14:16) und blieb in Front. Aber der Kampf blieb eng, sehr zum Gefallen der Zuschauer (16:17). Beim 18:18 war die VSG endgültig in Reichweite und sie führte mit 20:19. Eng ging es weiter auf der Zielgeraden im ersten Satz (21:21, 22:22). Dann führte die VSG mit zwei Punkten (24:22) und machte den Satz mit 25:22 zu. Itamar Stein, Vuk Karanovic und Moritz Karlitzek taten sich dabei als eifrigste Punktesammler hervor.

Den Schwung aus dem ersten Satz nahm die VSG Coburg/Grub mit in den nächsten (3:0). Doch plötzlich hatte Herrsching einen Lauf und punkte fünf Mal am Stück (3:5). Die Gastgeber liefen jetzt wieder einen Rückstand hinterher, doch der war noch nicht so groß (5:6). Über 6:8 und 7:9 blieb Coburg aber im Rückstand. Der Gast ließ sich eben nicht überlaufen und schon gar nicht richtig abschütteln. Im Gegenteil, er führte dann auch mit 11:7 relativ komfortabel. 13:8 war aber dann doch etwas hoch, wie die Gäste enteilten. Erst beim 9:14 machten die Coburger wieder einen Punkt. Bei 12:17 schienen die Felle davon zu schwimmen, zumal die Gäste ordentlich blockten und zielsicher die Angriffsbälle versenkten. Über 12:19 ging es bis zum 14:21 mit der Überlegenheit der Herrschinger weiter. Sie ließen sich auch den Satz mit 25:16 nicht mehr nehmen, zumal die VSG wenig entgegen setzen konnte.

Nach der kurzen Pause wirkten wohl die Worte von Milan Maric auf seine Spieler, denn die führten über 3:1 bis zum 9:5 und spielten jetzt auch wieder besser. Aber absetzen konnte sich die VSG nicht optimal (10:8) und beim 10:10 und 11:11 war Herrsching wieder dran. Der Gast führte dann auch wieder mit 16:14. Erst beim 18:18 war Coburg wieder da, doch Herrsching gewann mit 25:23 Durchgang drei zur 2:1-Führung.

Enge Kiste

Die enge Kiste ging auch im 4. Satz weiter. Die VSG riss sich zusammen und wollte unbedingt den Satz-Ausgleich (8:7). Doch Herrsching witterte seine Chance, vielleicht den Tie-Break zu umgehen und schon mit 3:1 alles klar zu machen. Längst war die Leichtigkeit, die Coburg zuvor zu zwei Siegen geführt hatte verflogen. Es ging jetzt nur über den Kampf (10:10). Herrsching versuchte zudem bei Ballverlusten mit den Schiedsrichtern zu diskutieren, ohne dass die natürlich eine Entscheidung zurücknahmen (15:16). Aber vielleicht half dies ja, denn Herrsching zog auf 18:15 weg. Geschlagen gab sich aber die VSG keineswegs (17:18) und die knapp über 800 Zuschauer feuerten ihr Team lautstark an (18:19). Aber an diesem Tag lief nicht alles nach Plan, denn die Herrschinger zogen wieder das Tempo an und davon (18:21). Bei 19:24 hatten die Gäste den ersten Matchball, der abgewehrt wurde. Aber bei 20:24 ging der Coburger Aufschlag ins Aus - 20:25. Damit war die nicht erwartete 1:3-Niederlage gegen den Aufsteiger perfekt.

Als beste Spieler ihrer Teams wurden bei der VSG Coburg/Grub Itamar Stein und bei Herrsching die Nummer 16 Luke Smith nach der Partie ausgezeichnet.
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