Sonnefeld
Fussball-Landesliga Nordost

1:3-Niederlage in Lichtenfels: Sonnefelder Spagat misslingt

Ein Blitztor nach 20 Sekunden hat den TSV Sonnefeld kalt erwischt. Die Renk-Elf schwamm sich zwar frei, leistete sich aber zu viele Unkonzentriertheiten.
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Der Lichtenfelser Kapitän Daniel Schardt (links) im Kampf um den Ball mit den Sonnefelder Spielertrainer Bastian Renk. Fotos: Gunther Czepera
Der Lichtenfelser Kapitän Daniel Schardt (links) im Kampf um den Ball mit den Sonnefelder Spielertrainer Bastian Renk. Fotos: Gunther Czepera
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Nach der dritten Niederlage im vierten Spiel steckt auch der TSV Sonnefeld im Tabellenkeller der Landesliga Nordost fest. Der FC Lichtenfels verbuchte am Samstagnachmittag einen verdienten, aber glanzlosen 3:1-Arbeitssieg. 650 Zuschauer sahen ein kampfbetontes Derby, bei dem spielerische Höhepunkte eher Mangelware blieben.

FC Lichtenfels -
TSV Sonnefeld 3:1 (1:1)

Es begann furios. Keine 20 Sekunden waren gespielt, da zauberte Martin Hellmuth einen langen Ball aus der eigenen Hälfte hinter die Gästeabwehr auf Daniel Oppel, der in den "16er" eindrang und das Leder - leicht, aber entscheidend abgefälscht von Emre Özdemir - im Gehäuse versenkte. Nur eine Zeigerumdrehung später steckte Lukas Dietz auf Tobias Zollnhofer durch, der im "1:1" am Sonnefelder Keeper Patrick Jauch scheiterte.
Die Gäste waren sichtlich angeknockt, Lichtenfels hatte das Spiel im Griff, verpasste es aber, energischer auf den zweiten Treffer zu drängen und die Unsicherheiten in der Sonnefelder Defensive gleich noch einmal zu bestrafen. Lediglich ein geblockter Versuch von Zollnhofer und ein zu hoch angesetzter Kopfball von Andreas Mahr waren noch zu notieren. Der TSV schwamm sich frei und erarbeitete sich ab der 20. Minute mehr und mehr Spielanteile.

Ein erster Abschluss von Ludwig Scheler aus spitzem Winkel ging vorbei und als der gleiche Akteur nach einer guten halben Stunde aus Nahdistanz den Pfosten traf, deutete sich bereits an, was in der 41. Minute Realität werden sollte: der verdiente Ausgleich!
Matthias Beland wurde am rechten Flügel sträflich alleine gelassen, drang in den Strafraum ein, wollte Renk bedienen, doch Hellmuth kam dem Sonnefelder Spielertrainer zuvor und grätschte den Rettungsversuch unglücklich ins eigene Netz.


Doppelschlag von Ex-Frohnlacher

Die Hausherren kamen konzentrierter und vor allem wieder mit mehr Biss aus der Kabine. Und da die "Knipser vom Dienst", Jankowiak und Hönninger, im Moment nicht zur Verfügung stehen, musste es ganz einfach der "Ersatz-Neuner" Maximilian Pfadenhauer richten.

In der 51. Minute erlief sich der Ex-Frohnlacher einen völlig missratenen Rückpass der Sonnefelder und verwandelte kaltschnäuzig zum 2:1.

Sieben Minuten später drosch er das Spielgerät, das ihm nach einem Gutgesell-Freistoß und der anschließenden Kopfballablage von Lulei vor die Füße fiel, aus kurzer Distanz unhaltbar zum 3:1 unter die Latte. Die Messe war damit gelesen. Sonnefeld erholte sich von diesem Doppelschlag nicht mehr. Der eingewechselte Bastian Steinert hatte zwar zehn Minuten vor dem Ende noch eine "Hundertprozentige" zum Anschlusstreffer, ansonsten hatten die Korbstädter die Partie aber sicher unter Kontrolle und hätten in der Schlussminute beinahe noch den vierten Treffer draufgepackt, doch Dauerläufer Oppel traf nach einem Solo nur das Aluminium.

Dann pfiff der gut leitende Referee Joshua Roloff ab und der 1. FC Lichtenfels konnte den zweiten Dreier im zweiten Heimspiel auf der Habenseite verbuchen.



FC Lichtenfels gegen TSV Sonnefeld 3:1 (1:1)

1. FC Lichtenfels: Köster, Goller (81. Mohr),Schardt, Graf, Hellmuth (50. Lulei), Mahr, Zollnhofer, Gutgesell (72. S. Dietz), L. Dietz, Oppel, Pfadenhauer
TSV Sonnefeld: Jauch, Kunick (80. Jauch), Pawellek, Simitci, Scheler,Rödel, Beland (75. Steinert), E. Özdemir, Civelek, Renk, Graf (63. Thyroff)
Schiedsrichter: Joshua Roloff (Nürnberg)
Zuschauer: 650

Tore: 1:0 E. Özdemir (1. Eigentor), 1:1 Hellmuth (42. Eigentor), 2:1 Pfadenhauer (52.), 3:1 Pfadenhauer (58.)
Gelb-Rot: Andreas Mahr (79./1. FC Lichtenfels/Foulspiel und Unsportlichkeit)

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