Bad Rodach
Bau- und Umweltausschuss

Spielplatz in Bad Rodach wird weiter bestückt

Der Spielplatz am Schlossplatz in Bad Rodach wird für 12000 Euro weiter ausgestattet. Ein weiterer Fluchtweg verteuert den Umbau des Jagdschlosses enorm.
Artikel drucken Artikel einbetten
Rund 12 000 Euro wird die Stadt Bad Rodach zusätzlich in den Spielplatz am Schlossplatz investieren. Einstimmig billigte der Bauausschuss vor Ort den Vorschlag von Bürgermeister Tobias Ehrlicher. Foto: Martin Rebhan
Rund 12 000 Euro wird die Stadt Bad Rodach zusätzlich in den Spielplatz am Schlossplatz investieren. Einstimmig billigte der Bauausschuss vor Ort den Vorschlag von Bürgermeister Tobias Ehrlicher. Foto: Martin Rebhan

Sehr gut angenommen wird der Spielplatz am Schlossplatz in Bad Rodach. Im Laufe der Nutzungsphase stellte sich heraus, dass kleinere Verbesserungen sinnvoll erscheinen. So stellt sich die Verwaltung vor, unter anderem zusätzliche Sitzbänke aufzustellen, Sonnensegel zu installieren, dem Sandkasten eine Umrandung zukommen zu lassen, Graffiti anzubringen und einen Müllkübel aufzustellen. Der Bauausschuss bewilligte bei der Sitzung am Montag die Mehrausgaben in Höhe von 12000 Euro, die nach Worten von Tobias Ehrlicher förderfähig sind. Axel Dorscht (SPD) regte an, im nördlichen Bereich eine Einfriedung zu schaffen, damit die Kinder nicht ungehindert auf die Verkehrsfläche laufen können. Eine Absage erteilte Bürgermeister Tobias Ehrlicher dem Wunsch, den Spielplatz im südlichen Bereich zu öffnen, um die öffentlichen Toiletten in der Hildburghäuser Straße nutzten zu können. "Hier geht mir die Sicherheit der Kinder vor", betonte Ehrlicher und meinte weiter: "Rund um den Spielplatz haben wir wohl die höchste Verdichtung an öffentlichen Toiletten in ganz Deutschland."

Als in der Stadtratssitzung im Mai dem Gremium präsentiert wurde, dass die Umbauarbeiten am Jagdschloss (barrierefreier Zugang) und an der Rückertschule mit 1,1 Millionen Euro zu Buche schlagen werden, herrschte im Sitzungssaal betroffenes Schweigen. Offensichtlich hat man den ersten Schock überwunden. In der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses nahm man die Information vom Architekt Michael Schoener (Büro Schoener und Panzer, Leipzig) eher gelassen hin, dass sich die Stadt nun auf Gesamtkosten von 1,27 Millionen Euro einstellen muss. Die Kostensteigerung ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass im Jagdschloss ein zweiter Fluchtweg eingeplant werden muss. Die behördliche Forderung begründet sich darauf, dass der große Festsaal als Veranstaltungsraum klassifiziert wurde. Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) meinte zwar, dass er nie und nimmer mit so viel Geld gerechnet hätte, betonte aber, dass die Stadt die einmalige Chance für eine Förderung zwischen 80 Prozent und 90 Prozent erhalte. "Eine zweite Chance bekommen wir nicht", betonte Ehrlicher. Nachdem Michael Schoener ausführlich die geplanten Baumaßnahmen und die damit verbunden Kosten erläutert hatte, war sich das Gremium darüber einig, den eingeschlagenen Weg weiter zu beschreiten, und beauftragte einstimmig die Verwaltung, entsprechende Förderanträge zu stellen.

18 neue Bauplätze

Im Bereich "Heldritter Steig"/ Melchior-Franck-Straße soll nach dem Willen des Ausschusses auf einer Gesamtfläche von 1,45 Hektar ein neues Baugebiet mit 18 Bauplätzen entstehen. Markus Krempel und Stephan Göhring (Göhring Ingenieure, Bad Rodach) erläuterten dem Gremium, wie die Erschließung des Gebietes möglich wäre. Die Frage war, ob in Bauabschnitten gearbeitet werden soll, oder ob sich die Stadt für eine Komplettumsetzung ausspricht. Für letztere Variante sprach, dass diese bei geschätzten Kosten von 840000 Euro um 155000 Euro günstiger wäre als die Umsetzung in Bauabschnitten. Der Bauausschuss sprach sich für die kostengünstigere Lösung aus. Überschlägig bedeutet dies für die Grundstücke einen Erschließungskostenanteil von etwa 67 Euro je Quadratmeter. Den Preis für die Baugrundstücke schätzte Bürgermeister Ehrlicher auf rund 100 Euro je Quadratmeter. "Wir kommen hier in Sphären, in denen wir noch nie waren", kommentierte das Stadtoberhaupt die Kalkulation. Einstimmig folgte der Ausschuss dem Vorschlag, das Ingenieurbüro mit der Erstellung der entsprechenden Ausschreibungen zu beauftragen.

Im Vorfeld der Sitzung nahmen die Stadträte auch die Marienstraße in Augenschein. Hier wurde auf 165 Meter die Trinkwasserleitung erneuert. Die Arbeiten wurden drei Rohrbrüche innerhalb kürzester Zeit notwendig Die Kosten bezifferte Ehrlicher mit 94500 Euro.

Zufriedenheitsquote der Friedhöfe

Die CSU-Fraktion stellte einen Antrag zur Verbesserung der Situationen auf den städtischen Friedhöfen. Der Bürgermeister hielt hierzu fest, dass die Stadt im ständigen Austausch mit den Bürgern in Bezug auf die Friedhöfe stehe. "In Bad Rodach wird viel hierfür getan", betonte Ehrlicher. Nicht unerwähnt ließ er, dass die Friedhöfe normalerweise kostendeckende Einrichtungen sein müssten und die Aufwendungen hierfür durch die Bestattungsgebühren zu tragen seien. "Bei uns liegt die Quote bei 85 Prozent", führte er vor Augen. "Es ist sehr aufwendig, die Zufriedenheitsquote von 90 Prozent auf 100 Prozent zu steigern", so Ehrlicher. Am Ende kam man überein, dass man die Friedhöfe in Form einer Begehung in Augenschein nehmen wird.

Bauausschuss in Kürze

Parkscheibenregelung:

Auf Wunsch der Vereinigung "WIR" werden im Bereich des Marktplatzes zusätzliche Schilder mit Hinweis auf die Parkscheibenregelung aufgestellt.

Marktplatz:

Die SBB-Fraktion stellte den Antrag, den südlichen Teil des Marktplatzes für den Verkehr zu sperren. Bürgermeister Tobias Ehrlicher regte an, dass die Fraktion den Antrag zurückzieht und das Thema in das geplante Verkehrskonzept aufgenommen werden soll. Diesen Weg wollte Klaus Geuther nicht beschreiten und bestand auf einer Abstimmung. Mit neun zu eins Stimmen wurde der Antrag abgelehnt.

Laufbahn:

Tobias Ehrlicher informierte, dass der TSV Bad Rodach darauf aufmerksam gemacht habe, dass die Laufbahn auf dem Sportgelände sanierungsbedürftig sei. Eine erste Kostenermittlung habe einen Investitionsaufwand von 70000 Euro ergeben.

Bebauungsplan:

Um vier Bauplätze wurde der Bebauungsplan "Unterm Dammüllersweg" erweitert.

Schrebergärten:

Einstimmig wurde der Beschluss gefasst, den Schrebergartenverein zu bitten, die Kette an der Zufahrt Feldstraße zu entfernen.

Brücken:

In Niederndorf muss bei zwei Brücken die Tonnage auf fünf Tonnen beschränkt werden. Über die Brücke über den Weidbach zwischen Grattstadt und Harras dürfen nur noch Fahrzeuge mit einem Maximalgewicht von sieben Tonnen fahren.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren