Coburg
Baustelle

Sperrschilder in Coburg werden einfach ignoriert

Die Hindenburgstraße ist derzeit nur stadtauswärts befahrbar. Manche Autofahrer umkurven die Absperrung und fahren verkehrt herum in die Einbahnstraße - trotz eindeutiger Beschilderung.
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Die Baustelle auf der Mohrenkreuzung von der Hindenburgstraße aus gesehen: In Richtung Löwenstraße ist hier kein Durchkommen, deswegen ist die Hindenburgstraße derzeit Einbahnstraße stadtauswärts. Foto: Svenja Sollmann
Die Baustelle auf der Mohrenkreuzung von der Hindenburgstraße aus gesehen: In Richtung Löwenstraße ist hier kein Durchkommen, deswegen ist die Hindenburgstraße derzeit Einbahnstraße stadtauswärts. Foto: Svenja Sollmann
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Seit Montag laufen die Arbeiten am Fernwärmeknotenpunkt auf der Kreuzung Mohren-/Löwen-/Hindenburgstraße. Die Hindenburgstraße ist während der Bauzeit zwischen der Einfahrt zum Parkhaus Post und der Kreuzung stadteinwärts gesperrt. Die Beschilderung ist eindeutig, SÜC und CEB hatten vorab informiert. Trotzdem scheint die Baustelle einigen Auto- und selbst Busfahrern Probleme zu bereiten.

Dienstagnachmittag, kurz nach halb drei, direkt unter den Fenstern der Tageblatt-Redaktion: Ein Bus hat offenbar die Absperrung auf Höhe des Parkhauses Post umkurvt und will in der Hindenburgstraße Richtung Mohrenkreuzung fahren. Weil auf der Straßenseite zur Commerzbank hin aufgegraben ist, werden die Autos, die - so ist es erlaubt - stadtauswärts unterwegs sind, auf die Gegenfahrbahn geleitet. Dort steht nun der Bus verkehrt herum in der Einbahnstraße und nichts geht mehr. Dem Busfahrer bleibt letztlich nichts anderes übrig, als mühsam in der Einfahrt zum Lohgraben zu wenden.

Kein Einzelfall! Beobachter diskutieren schon am Montagabend in Coburgs Sozialen Netzwerken darüber, dass die Sperrung offenbar nicht von allen Verkehrsteilnehmern beachtet wird. Die Regelung interessiere niemanden, "hab in den drei Stunden vor Ort bestimmt 30 Fahrzeuge gegen die Einbahnstraße fahren sehen", schreibt einer und rät: "Das wäre mal ein super Standort für Verkehrskontrollen."

Noch hat die Polizei den Bereich um die Baustelle nicht ins Visier genommen, solche Beobachtungen interessieren die Beamten aber selbstverständlich. "Ein guter Tipp", sagt zum Beispiel Polizeisprecher Stefan Probst. Er will das Problem an seine Kollegen weitergeben. Schließlich handelt es sich nicht um ein Kavaliersdelikt.



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