Bad Rodach
Baubeginn

Spatenstich in Bad Rodach für ein anspruchsvolles Wohnprojekt

In Bad Rodach entsteht eine Wohnanlage mit 1183 Quadratmetern Wohnfläche für etwa 40 Bewohner. Erster Spatenstich für 4,6 Millionen Euro teure Projekt.
Artikel drucken Artikel einbetten
In der Max-Roesler-Straße in Bad Rodach entstehen 18 neue Wohnungen. Damit die Arbeiten weitergehen können, gab es den offiziellen Spatenstich. Das Projekt brachten auf den Weg: Kämmerer Michael Fischer, Architekt Martin Göhring, Bauleiter Marco Zellin,  Geschäftsführer Rainer Mayerbacher (Wohnungsbaugesellschaft), Regierungspräsidentin  Heidrun Piwernetz, stellvertretender Landrat Rainer Mattern und Bürgermeister Tobias Ehrlicher (von links). Foto: Martin Rebhan
In der Max-Roesler-Straße in Bad Rodach entstehen 18 neue Wohnungen. Damit die Arbeiten weitergehen können, gab es den offiziellen Spatenstich. Das Projekt brachten auf den Weg: Kämmerer Michael Fischer, Architekt Martin Göhring, Bauleiter Marco Zellin, Geschäftsführer Rainer Mayerbacher (Wohnungsbaugesellschaft), Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz, stellvertretender Landrat Rainer Mattern und Bürgermeister Tobias Ehrlicher (von links). Foto: Martin Rebhan
+2 Bilder

Landauf, landab wird der Ruf nach bezahlbarem Wohnraum immer lauter. Die Stadt Bad Rodach hört nicht nur, sondern handelt. In der Max-Roesler-Straße entstehen 18 barrierefreie Wohnungen, davon eine rollstuhlgerecht. Gestern war Spatenstich für dieses anspruchsvolle Projekt, das im Herbst des kommenden Jahres abgeschlossen sein soll.

Auf dem Gelände, das bis vor kurzem von tristen Wohnblocks gekennzeichnet war und von Bürgermeister Tobias Ehrlicher (SPD) als städtebaulicher Missstand bezeichnet wurde, entsteht nun eine Anlage mit einer Wohnfläche von 1.183 Quadratmetern, in der etwa 40 Menschen wohnen können. Nach Aussage des Bürgermeisters beträgt die kalkulierte Investitionssumme rund 4,6 Millionen Euro. Darin enthalten seien neben den reinen Baukosten auch die Aufwendungen für den Abbruch der bisherigen Gebäude sowie die Grundstücks- und Planungskosten.

Programm macht's möglich

Dass die Stadt Bad Rodach dieses Bauvorhaben stemmen kann, wurde nach Worten von Tobias Ehrlicher nur durch das kommunale Wohnbauförderprogramm möglich. Demnach erhalte die Stadt einen staatlichen Zuschuss von circa 1,4, Millionen Euro. Dank dieser Förderung könne die Stadt als Eigentümerin der Wohnungen eine Kaltmiete von 6,30 Euro je Quadratmeter anpeilen. Ehrlicher merkte zum Thema Fördersatz an, dass dieser sich an der ortsüblichen Miete anpassen sollte. "Je niedriger die ortsübliche Miete, desto höher sollte der Fördersatz sein", meinte der Bürgermeister und fügte hinzu, dass in vielen Teilen Bayerns die Umsetzung solcher Projekte nur schwer möglich sei. "Auch für Bad Rodach ist die Baumaßnahme ein großer Kraftakt", betonte Ehrlicher und unterstrich, dass mit dem Projekt Vermögen für alle Einwohner geschaffen werde. Nicht unerwähnt ließ er, dass auf dem Gelände ein Baufeld für eine mögliche Arztpraxis vorgesehen sei. "Wenn wir hier kurzfristig reagieren müssen, kann es sofort losgehen", erläuterte Bürgermeister Ehrlicher.

Seinen Ausführungen zufolge ist es gelungen, ein langfristiges Darlehen zu erhalten, das mit einer Laufzeit von 30 Jahren ausgestattet ist. "Unser Ziel ist es, das Projekt bis dahin abzufinanzieren", erklärte das Stadtoberhaupt. Für ihn sei es ein glücklicher Umstand, dass die Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises als Generalunternehmer gewonnen werden konnte. Diese kümmere sich nicht nur um die Bauabwicklung, sondern betreue nach Fertigstellung die Wohnungen.

Wohnraum bringt auch Fachkräfte

Das Bad Rodacher Vorhaben wurde auch bei der Regierung von Oberfranken sehr positiv gesehen. So ließ es sich Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz nicht nehmen, auch einen Spaten in die Hand zu nehmen. Sie sagte, dieses Projekt eine wichtige strukturpolitische Entscheidung, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. "Zur Vitalisierung der Innenorte gehört Wohnraum", betonte Piwernetz. Für sie steht die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum im direkten Zusammenhang damit, Fachkräfte nach Oberfranken zu bringen. Das was Bad Rodach in der Max-Roesler-Straße leiste, sei absolut vorbildlich, sagte die Regierungspräsidentin. Angesichts der vollen Auftragsbücher bei den Baufirmen sprach sie von "sportlichen Rahmenbedingungen", denen sich die Stadt stelle.

Der Kurstadt wünschte sie "viele glückliche Mieter".

Der stellvertretende Landrat, Rainer Mattern (CSU), unterstrich, dass die Baumaßnahme ein wichtiger Schritt für alle Bürger der Kurstadt sei.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren