Coburg
Bilanz 2018

Sparda-Bank Coburg erlebt Boom bei Baufinanzierung

Die Sparda Bank in Coburg präsentiert ein gutes Ergebnis. Die Zinsen bleiben niedrigst.
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Die Zahl der Baufinanzierungen bei der Sparda-Bank steigt. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte die Filiale in der Coburger Mohrenstraße ein gutes Ergebnis erzielen. Foto: Christoph Winter
Die Zahl der Baufinanzierungen bei der Sparda-Bank steigt. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte die Filiale in der Coburger Mohrenstraße ein gutes Ergebnis erzielen. Foto: Christoph Winter

Die Sparda-Bank in Coburg hat 2018 ein gutes Ergebnis erreicht. Markus Lehnemann, Vorstandsmitglied bei der Sparda-Bank Nürnberg, konnte dies beim Bilanz-Pressegespräch für das vergangene Geschäftsjahr jetzt feststellen.

Bei der privaten Kreditnachfrage dominiert nach wie vor die Baufinanzierung - hier konnte die Genossenschaftsbank erneut ein starkes Ergebnis erzielen: Das Volumen der neu ausgereichten Kredite summierte sich bis Ende 2018 auf 9,9 Millionen Euro - das sind 11 Prozent mehr als 2017 (8,9 Millionen Euro). Markus Lehnemann zeigt sich zufrieden: "Dank der Niedrigzinsphase ist es weiterhin attraktiv, sich den Traum von der eigenen Immobilie zu erfüllen. Davon haben viele Kunden im vergangenen Jahr Gebrauch gemacht." Die privaten Kredite blieben mit 1,4 Millionen Euro auf dem Niveau von 2017. Der gesamte Kreditbestand lag mit 90,2 Millionen Euro knapp unter dem Vorjahreswert. Nach den Worten des Vorstandsmitgliedes der Sparda-Bank "wächst eine Generation heran, die Zinsen gar nicht mehr kennt". Seit einem Jahrzehnt seien Zinsen auf Guthaben bei null. Das wird sich nach Ansicht von Markus Lehnemann in den nächsten Jahren kaum ändern. Weiter sparten junge Menschen immer weniger oder sorgten selbst für das Alter vor.

318 Coburger haben 2018 ein Girokonto bei der Sparda-Bank in der Mohrenstraße eröffnet - insgesamt zählt die Filiale 8015 Girokonten. Im stark umkämpften Einlagenbereich hat die Sparda-Bank in Coburg die Kundengelder um 5,7 Prozent auf 115,1 Millionen Euro gesteigert. 2017 lag dieser Wert bei 109,0 Millionen Euro.

Immer mehr Kunden gehen online

Die Digitalisierung schreitet auch im Bankgeschäft kräftig voran. Immer mehr Kunden gehen online. "Seit dem vergangenen Jahr verzeichnen wir mehr Kunden, die sich einer App anstelle des Telefons bedienen. Trotzdem werde die Bank mit Filialen präsent sein und die Kunden beraten und auch bei technischen Fragen des Online-Bankings helfen.

Markus Lehnemann räumte ein, dass die Gebühr von 1,50 Euro pro Überweisung ab Juni für Unmut bei einigen Kunden gesorgt habe. "Aber 60 Prozent der Kunden geben mittlerweile keine Überweisung mehr ab, sondern nutzen dazu das Telefon oder Internet." Viele Gespräche zur Baufinanzierungen würden per Video gehalten.

Der Region Coburg und ihren gesellschaftlichen Projekten blieb die Sparda-Bank auch 2018 eng verbunden. So unterstützte das Finanzinstitut über den Gewinn-Spar-Verein erneut bedürftige Familien mit eigenen Initiativen, wie der Schultaschen- und der Adventskalenderaktion. Für den Kindergarten Falkenegg sponserte die Genossenschaftsbank Baumentdecker-Sets.

Was ist die Sparda-Bank?

Die 1930 gegründete Sparda-Bank Nürnberg ist die größte genossenschaftliche Bank in Nordbayern mit 15 Filialen und neun SB-Centern. Heute versteht sich die "Sparda" als Direktbank mit Filialen. Mit 222 926 Mitgliedern wurde im vergangenen Jahr ein neuer historischer Höchstwert erreicht. Das entspricht einer Steigerung um 1,4 Prozent oder 2971 Mitgliedern. Die Bilanzsumme der Bank betrug 2018 rund 4,2 Milliarden Euro.

Die Sparda-Banken in Deutschland sind elf Genossenschaftsbanken, die im Verband der Sparda-Banken e. V. zusammengeschlossen sind. Nach diesem Vorbild wurden auch andernorts gleichartige Genossenschaften gegründet, die sich im Frühjahr 1906 zum Revisionsverband der Eisenbahn-Spar- und Darlehenskassen in Kassel zusammenschlossen. Seit 1969 öffneten sich die Eisenbahner-Sparkassen zunächst anderen Beschäftigten im öffentlichen Dienst und ab 1974 allen Arbeitnehmern. Seit 1978 nennen sie sich einheitlich Sparda-Banken. Im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit steht das standardisierte Privatkundengeschäft. Die Kunden erwerben mindestens einen Genossenschaftsanteil und sind dadurch zusammen mit anderen Kunden Mitglied und Miteigentümer der Bank.

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