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Coburg
Projekt

So wird das Globe in Coburg zum Leucht-Turm

Die Kulturstätte soll nicht nur aus ästhetischen Gründen schön beleuchtet werden. Die Planer haben auch eine ganz bestimmte Zielgruppe im Auge, von der Coburg langfristig profitieren könnte.
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So stimmungsvoll soll sich das Globe am Abend präsentieren. Das Lichtkonzept umfasst außer dem eigentlichen Rundbau auch das gesamte Umfeld sowie die geplante Treppenanlage zur Itz.Entwurf: Flashaar Ingenieure
So stimmungsvoll soll sich das Globe am Abend präsentieren. Das Lichtkonzept umfasst außer dem eigentlichen Rundbau auch das gesamte Umfeld sowie die geplante Treppenanlage zur Itz.Entwurf: Flashaar Ingenieure
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Die Kosten für das am ehemaligen Coburger Güterbahnhof geplante Globe klettern immer mehr in die Höhe. Jetzt wurde im Stadtrat das Konzept für eine stimmungsvolle Beleuchtung vorgestellt, die mit knapp 600000 Euro zu Buche schlagen dürfte - rund 400000 Euro mehr als ursprünglich gedacht. Aber Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser als Vertreterin der Globe GmbH erklärte die Bedeutung einer solchen weiteren Investition wie folgt: "Das Globe wird ein Leuchtturm - und ein Leuchtturm muss leuchten!"

Licht stehe für "Licht und Lebensqualität", sagte Tina-Maria Vlantoussi-Kaeser. Sie machte aber deutlich, dass das Thema Beleuchtung noch aus einem anderen Grund wichtig sei. Durch den Standort am Güterbahnhof und somit auch nahe der ICE-Strecke würden dort täglich sehr viele Zug-Passagiere vorbeifahren. "Und diese Passagiere sehen dann am Abend ein leuchtendes Globe und machen sich vielleicht Gedanken, da mal Urlaub zu machen und sich das Globe anzuschauen."

Das Konzept, das vom Stadtrat schließlich einstimmig abgesegnet wurde, sieht grundsätzlich ein warm-weißes Licht vor - sowohl am Globe selbst als auch im Umfeld. Am Globe lässt sich die Intensität der Farbe variieren. Im Umfeld, und zwar konkret bei der (insektenfreundlichen) Beleuchtung der Bäume, kann auch - je nach Anlass - die Farbe verändert werden.

Dank an Coburger Firmen

Das Lichtkonzept ist zugleich der letzte Baustein des Geschenkpakets, das die Globe GmbH für die Stadt Coburg geschnürt hat. Die Globe GmbH, in der sich die Firmen Brose, Kaeser und HUK-Coburg einbringen, übernimmt alle Planungskosten für das Projekt. Die Stadt Coburg wiederum tritt dann als Bauherr auf und darf sich allen voran über einen Zuschuss des Freistaats Bayern in Höhe von 10 Millionen Euro freuen. Insgesamt haben sich die Kosten mittlerweile aber auf fast 30 Millionen Euro summiert. In diesen Kosten sind aber auch alle Nebengebäude, Außenanlagen sowie die in Richtung Itz geplanten Wasserbauwerke eingeschlossen.

Im Beschluss des Stadtrates heißt es allerdings, dass die Verwaltung speziell beim Lichtkonzept noch nach Einsparpotenzial suchen möge. Zwar solle keinesfalls das Konzept verändert werden, doch vor allem bei den einzusetzenden Leuchtkörpern gebe es sehr wohl gehörige Preisunterschiede.

Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) dankte abschließend der Globe GmbH für deren Engagement und zeigte sich überzeugt davon, dass "etwas ganz Tolles" geschaffen werde. Und er hoffe auf eine termingerechte Fertigstellung bis zum Sommer 2022. Anschließend soll das Globe zunächst als Interimsspielstätte fürs Landestheater genutzt werden; im und am Landestheater wiederum kann dann endlich die dringend notwendige Generalsanierung in Angriff genommen werden.

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