Coburg
Vor der Premiere

So viel Liebe im Coburger Hofgarten

Die Sommerfestspiele des Landestheaters gehen weiter mit dem Schauspiel "Shakespeare in Love" und dem Ballett "Ein Sommernachtstraum".
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Viel "Action" und viel Romantik ist versprochen. Erst mit  "Shakespeare in Love" (Eva Marianne Berger als  Viola und  Frederik Leberle als der junge Dichter). Dann  mit dem Ballett  von Mark McClain "Ein  Sommernachtstraum". Sylvain Guillot
Viel "Action" und viel Romantik ist versprochen. Erst mit "Shakespeare in Love" (Eva Marianne Berger als Viola und Frederik Leberle als der junge Dichter). Dann mit dem Ballett von Mark McClain "Ein Sommernachtstraum". Sylvain Guillot
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Es gibt: Romantik, Action, Komödie, Leidenschaft, Intrigen, einen Hund, einen zwar kleinen, aber echten. Und Natur, ein hohes Kulissenrund aus großen alten Bäumen um den Herzog Alfred-Brunnen herum. Im Coburger Hofgarten auf halber Höhe zur Veste hoch nämlich. Es gibt einen "Shakespeare in Love" bei den ersten Sommerfestspielen des Landestheaters.

Da läuft schon in dieser bisher so nie erlebten zauberhaften Atmosphäre "Robin Hood" für Groß und Klein, bestens angenommen, wie Schauspielchef Matthias Straub erleichtert feststellt. Ab Sonntag kommt nun das erst im letzten Jahr in Bad Hersfeld erstmals in Deutschland aufgeführte Romantikschauspiel nach dem mit sieben Oskars ausgezeichneten Film von John Madden aus dem Jahr 1998 hinzu.

Viel Spaß und Bewegung

Das Stück basiert auf der Bühnenfassung von Lee Hall, die Matthias Straub um der Dynamik im Open-air willen noch weiter verdichtet hat. "Wir rennen und fliegen fast die ganze Zeit. Ständig taucht bei diesem wunderschönen Abend in der Natur wieder jemand unerwartet aus einem verwunschenen Eck auf", schwärmen die beiden Hauptdarsteller, Eva Marianne Berger als von Shakespeare angeschmachtete Viola de Lesseps und Frederik Leberle als der junge Dichter selbst, der durch diese Begegnung seine Schreibblockade überwindet und zum größten Liebesstück aller Zeiten findet: "Romeo und Julia".

Die beiden vermitteln glaubhaft den Eindruck, die ganze Theater-Crew habe hier draußen in Licht und Luft großen Spaß. Den sie dem Publikum vermitteln möchte. Straub spricht von "Popcorn-Theater", einem Rundumvergnügen, "wie wenn man ins Kino geht". Schon der kleine Spaziergang vom Schlossplatz, der zum Parken zur Verfügung steht, hoch zum Aufführungsort. "Die Leute sollen an hoffentlich lauem Sommerabend frühzeitig kommen, sich schon mal ihr Weinchen holen", wünscht sich Straub die kleine Theaterentrückung, die er durch diese Freiluftproduktion erreichen will. "Wir machen extra 30 Minuten Pause, zum Plaudern und Schlendern und Genießen." 400 Plätze stehen auf der zum Hofgarten abgrenzenden Tribüne zur Verfügung.

Romeo und Ethel, die Piratenbraut

Die Geschichte geht so: London im Jahr 1593 zur Blütezeit des elisabethanischen Theaters. Zwei Schauspielhäuser ringen um Dramatiker und die Gunst des Publikums, das Curtain Theatre und das Rose Theatre, letzteres geleitet von Philipp Henslowe, einem Geschäftsmann in Geldnöten. Doch seine Hoffnung Shakespeare steckt mit seinem neuen Stück "Romeo und Ethel, die Piratenbraut" in einer Krise. Als Will die begabte Viola de Lesseps kennenlernt, fließen Leben und Werk wie in einem Rausch ineinander.

Coburger Sommerfestspiele

Shakespeare in Love. Schauspiel nach dem Drehbuch von Marc Norman und Tom Stoppard, Bühnenfassung von Lee Hall, deutsch von Corinna Brocher. Inszenierung Matthias Straub, Bühne Robert Schrag,

Kostüme Carola Volles, Fecht- und Kampfchoreografie Jean-Loup Fourure, Dramaturgie Carola von Gradulewski.

Darsteller Frederik Leberle,

Eva Marianne Berger, Solvejg Schomers, Thomas Straus, Ralph Alexander Tröger, Alexandra Weis, Nils Liebscher, Niklaus Scheibli, Stephan Mertl, Thomas Kaschel, Valentin Kleinschmidt, Boris Stark, Albert Gassmann/Luca Schenk, Carl Baetjer/Oliver Priesner, Wolfram Haupt/Stefan Kosicki, Viktor Meixner, Tom Schwerdt, Manfred Völk sowie alternierend Belicia, Diva, Lotte und Ricky als Spot, ein Hund.

Premiere Sonntag, 9. Juni, 19.30 Uhr, Hofgarten. Dauer 2 Stunden 30 Minuten mit Pause

Chaos am Herzog Alfred-Brunnen

B ereits eine Woche später kommt die dritte große Premiere der Coburger Sommerfestspiele 2019: Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" als Ballett von Mark McClain. Der will das bekannte Shakespearsche Liebeschaos im Wald zur Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy erst Recht als leichtfüßigen und zauberhaften Hofgarten-Abend bringen.

Helena liebt Demetrius, Demetrius liebt Hermia, die wiederum Lysander liebt. Auf der Suche nach den Richtigen geraten sie in das Reich des Feenkönigs Oberon und seiner Frau Titania, bei denen Ehekrieg herrscht. Da macht sich auch noch Oberons Diener Puck einen Spaß daraus, die Gefühle der Liebenden durcheinander zu wirbeln. - Der Coburger Ballettchef Mark McClain steht für romantisches klassisches Ballett. - Da könnte doch alles passen.?

Coburger Sommerfestspiele Ein Sommernachtstraum. Ballett von Mark McClain nach William Shakespeare, Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Choreografie Mark McClain, Bühne Robert Schrag, Kostüme nach Ingomar, Szenario Mark McClain, Katajun Peer-Diamond, Dramaturgie Susanne von Tobien, Dorothee Harpain.

Darsteller Natalie Franke (Titania), Sylvain Guillot (Oberon), Takashi Yamamoto (Puck), Martina Di Giulio, Jaume Costa, Chih-Lin Chan, Joshua Limmer , Yuriya Nakahata, Mireia Martinez Pineda, Statisterie.

Premiere Samstag, 15. Juni,

19.30 Uhr, Hofgarten, Dauer etwa zwei Stunden mit Pause.

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