Coburg
Auftritt

Singende Entertainer in der Coburger Morizkirche

Wie das Vokalquintett Viva Voce bei einem Konzert in der ausverkauften Morizkirche von seinen zahlreichen Fans mit stehenden Ovationen gefeiert wird.
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Das Publikum in der Coburger Morizkirche feierte Viva Voce (von  links:  David Lugert, Bastian Hupfer, Matthias Hofmann, Jörg Schwartzmanns und Heiko Benjes).Foto: Jochen Berger
Das Publikum in der Coburger Morizkirche feierte Viva Voce (von links: David Lugert, Bastian Hupfer, Matthias Hofmann, Jörg Schwartzmanns und Heiko Benjes).Foto: Jochen Berger
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Konzerte des A-cappella-Quintetts Viva Voce sind mehr als nur Konzerte. Die Auftritte des Vokalensembles aus Ansbach sind regelrechte Inszenierungen - Shows mit exquisiter Vokalkunst, mit choreografischen Einlagen, einfallsreich eingesetzten Requisiten und besinnlichen Textbeiträgen.

Gastspiel im Luther

Vor allem aber: Viva-Voce-Gastspiele in Coburg sind längst umjubelte Heimspiele. Nach dem ausverkauften Konzert im Oktober 2017 zum Lutherjahr, dem Open-Air-Auftritt im September auf der Veste bei der "Nacht der Kontraste" war das Konzert zum Nikolaustag in der Morizkirche gleichfalls ausverkauft.

"Wir schenken uns nix" - unter diesem Motto servierten David Lugert, Jörg Schwartzmanns, Matthias Hofmann, Bastian Hupfer und Heiko Benjes den Zuhörern ein kunterbunt gemischtes Programm mit alten weihnachtlichen Weisen bis hin zu flott arrangierten neuen Songs zum Thema Weihnachten.

Vokalartisten, singende Charmeure, musikalische Entertainer - dieses Quintett hat längst seinen unverwechselbar eigenen Stil gefunden. Klassische A-cappella-Kunst mischt darin mit unbekümmert effektvollen Titeln, die das Thema Weihnachten ironisch beleuchten.

Effektvolle solistische Stellen

Besonders gerne singt Viva Voce Titel, die klassisch schlicht beginnen, dann aber unvermittelt umkippen in Arrangements, bei der das Vokal-Quintett zur singenden Band mutiert - mit gesungenen Schlagzeug-Beats und wummernden Bässen. Gleich das eröffnende Lied war dafür ein gutes Beispiel: "Ich steh" an Deiner Krippen" hier.

Das gut eineinhalbstündige Programm, nonstop vorgetragen, bot jedem der fünf Sänger Gelegenheit, solistisch hervorzutreten. Die effektvollsten Auftritte gab es wieder für den Tenor David Lugert, aber auch Heiko Benjes mit sonorem Bass verdiente sich Sonderapplaus. Nicht zu vergessen: Bastian Hupfer, der mit ausgeprägtem mimischem Talent gleichsam die Buffo-Rolle in diesem Quintett übernimmt.

"Hallelujah"

Was aber ist das Erfolgsgeheimnis von Viva Voce? Bei aller Freude an Showeffekten ist das Gespür für makellosen A-cappella-Gesang nicht verloren gegangen. Jene Stücke, bei denen Viva Voce ganz auf die Unterstützung von Mikrofonen und Lautsprechern verzichtete, blieben dann vielleicht doch am intensivsten in Erinnerung - beispielsweise eine wunderbar schlichte Fassung von Leonard Cohens "Hallelujah".ztzt

aMedley als Zugabe

Begeisterter Applaus und nach stehenden Ovationen noch ein Weihnachtslieder-Medley als Zugabe. Und echte Fans dürften sich schon den Termin für das nächste Coburg Gastspiel vorsorglich notiert haben: den 14. November 2019, dann freilich nicht in St. Moriz, sondern im Kongresshaus zum 20-jährigen Bestehen des Quintetts.

Vokal-Artisten zu Gast in der Morizkirc

he Geschichte Das A-cappella-Ensemble Viva Voce wurde 1998 gegründet - zunächst als Quartett. Seit 2017 ist der BaritonMatthias Hoffmann als Nachfolger von Mateusz Phouthavong Mitglied des Quintetts. Jährlich stehn rund 120 Auftritt im Kalender von Viva Voce. Das Ensemble hat bereits eine Reihe von CD-Einspielungen vorlegt, zuletzt "Ein Stück des Weges" - jenes Programm, das 2017 in Coburg zu erleben war.red



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