Coburg
Pacht

Schwestern übernehmen Josiasgarten

Die Seßlacher Gastronomen vom "Roten Ochsen" werden die neuen Wirtsleute im Coburger Josiasbiergarten.
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Der Josiasgarten befindet sich derzeit noch im Winterschlaf. Bald wird er von der Seßlacher Gastronomenfamilie Franz bewirtet.  Foto: Oliver Schmidt
Der Josiasgarten befindet sich derzeit noch im Winterschlaf. Bald wird er von der Seßlacher Gastronomenfamilie Franz bewirtet. Foto: Oliver Schmidt
Donnerstag ist im Roten Ochsen in Seßlach Ruhetag. Doch allzu ruhig dürfte es gestern bei der Wirtsfamilie Franz nicht gewesen sein: Sarah und Maria Franz, die Töchter der Wirtsleute, werden ab diesem Jahr den Josiasbiergarten in Coburg betreiben.

Die Entscheidung fiel gestern in der nichtöffentlichen Sitzung des Finanzsenats. Am Abend informierte Stadtkämmerer Wilhelm Austen über das Ergebnis. Demnach haben die beiden Schwestern zusammen mit der Tucher-Brauerei den Zuschlag erhalten und dürfen den Biergarten neben dem Theaterplatz zehn Jahre lang betreiben.

Es war die zweite Ausschreibung für die Verpachtung des Areals in der Stadtmitte. Am Ende der ersten Ausschreibung hatte sich der Finanzsenat auf einen Bewerber geeinigt. Dessen Name geriet dann an die Öffentlichkeit, noch bevor alle vertraglichen Details geklärt waren. Der Bewerber zog schließlich zurück.
Als auch weitere Interessenten ins Zögern kamen, entschloss man sich im Rathaus zu einer erneuten Ausschreibung. Schon nach der ersten Runde war Tucher mit im Boot. Die Nürnberger Brauerei hatte nach dem Rückzug des Wirts damals signalisiert, das Konzept auch mit einem anderen Partner umsetzen zu wollen.

Wie zu erfahren war, soll auch jetzt im Wesentlichen das Konzept umgesetzt werden, das schon in der ersten Bewerbungsrunde überzeugt hatte.

Als Knackpunkt galt die Bedingung, dass der Pächter ein neues Servicegebäude errichten muss. Es soll die bisherigen, ehemaligen Weihnachtsmarktbuden ersetzen. Doch ein solcher Neubau ist teuer, und die komplett vom Pächter zu tragende Investition will erst einmal wieder hereingeholt sein. Im Tauziehen um eine Korrektur dieser Konditionen hatte sich dann auch plötzlich der bisherige Wirt Gerd Reichenbecher zu Wort gemeldet: Weil es bis zum Beginn der Biergartensaison gar nicht mehr so weit hin ist und die rechtzeitige Fertigstellung eines Neubaus durchaus schwierig wird, hatte er angeboten, die 2014er Saison noch einmal zu überbrücken - in der bisherigen Form mit den Buden.
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